Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1040) Polizei warnt vor falschen Polizeibeamten - Erneuter Fall in Nürnberg

Nürnberg (ots) - Gestern Nachmittag (17.06.2013) traten erneut zwei Männer auf, die sich als Polizeibeamte ausgaben. Anlass für die Nürnberger Polizei, erneut Hinweise zu geben, wie man sich bei deren Auftreten verhält.

Die Unbekannten klingelten gegen 12:45 Uhr an der Wohnungstür einer Seniorin in der Bielefelder Straße. Unter dem Vorwand, Einbrecherbanden trieben ihr Unwesen, weshalb sie nun nach der Barschaft der Frau sehen müssten, gelang ihnen der Zugang zur Wohnung. Dabei zeigten sie auch einen "Dienstausweis" vor. Im weiteren Verlauf des Besuchs gelang es den Dieben, Bargeld, Schmuck und weitere Wertsachen im Gesamtwert von mehreren Zehntausend Euro zu erbeuten. Erst später bemerkte die Rentnerin den Diebstahl.

Beschreibung:

Die Männer waren ca. 40 - 50 Jahre alt, etwa 180 cm groß und sprachen gut deutsch. Sie hatten kurze schwarze Haare. Einer trug einen hellen Pullover, sein Komplize war dunkel gekleidet. Beide sollen dunklere Hautfarbe gehabt haben. Möglicherweise handelte es sich um Südosteuropäer.

Der geschilderte Sachverhalt ist bereits der zweite Fall in kurzer Zeit, indem sich die Täter als Polizeibeamte ausgaben. Sie kommen aber auch beispielsweise von Energieversorgern, der Hausverwaltung, Krankenkasse, Rentenversicherung oder gar der Kirche. In allen Fällen können sich "echte" Vertreter dieser Behörden ausweisen.

Nachfolgende Tipps sollen davor schützen, Opfer dieser perfider Gauner zu werden:

1.	Von Amtspersonen Dienstausweis fordern und sorgfältig prüfen 
(Druck?, Foto?, Stempel?)
2.	Im Zweifel vor Einlass bei der Behörde anrufen - Telefonnummer 
selbst heraussuchen.
3.	Tür dabei geschlossen halten!
4.	Den Grund des Besuches genauestens erfragen.
5.	Sollten Sie trotzdem Zweifel an den "echten" Behördenvertretern 
haben, wenden Sie sich umgehend an den Polizeinotruf.
6.	Amtlich befugte Behördenvertreter werden Verständnis für Ihr 
Verhalten haben. 

Sollten Sie trotz aller Vorsicht Opfer dieser Gauner geworden sein, verständigen Sie sofort den Polizeinotruf 110. Erstatten Sie anschließend umgehend Anzeige.

Hinweise für den geschilderten Fall nimmt der Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911 2112 3333 entgegen.

Bert Rauenbusch/n

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Fax: 0911/2112-1025
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