Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (557) Das Leben von Trunkenbolden

      Nürnberg (ots) - Am Abend des 21.03.2001 wurde die Polizei
in den Nürnberger Stadtteil Gibitzenhof gerufen, weil ein
40-Jähriger festgestellt hatte, dass eine Wohnung aufgebrochen
war und sich darin zwei fremde Männer aufhielten. Der 44-jährige
Wohnungsinhaber verbüßt seit einer Woche eine Freiheitsstrafe,
und er beauftragte seinen Freund, in der Wohnung immer wieder
nach dem Rechten zu sehen. Die beiden 32 und 35 Jahre alten
«Besucher» in der Wohnung hatten es sich gemütlich gemacht.
Einer schlief seinen Rausch (2,34 Promille) aus und der andere
(1,78 Promille) sah fern. Ihren Worten zufolge wollten sie den
Wohnungsinhaber besuchen, und da die Türe offen stand, machten
sie es sich in der Wohnung bequem.

    Da wegen der aufgebrochenen Wohnungstüre der Verdacht des Einbruchs nahe lag, wurden die beiden vorläufig festgenommen und zur Dienststelle gebracht. Eine telefonische Rücksprache mit dem Häftling ergab zunächst, dass er die beiden Eindringlinge nicht kannte und somit auch nicht einverstanden war, dass sie sich in seiner Wohnung aufhielten. Vorsorglich wurden aber noch von den Festgenommenen Lichtbilder gefertigt und diese später dem Wohnungsinhaber vorgelegt. Nun konnte er sich daran erinnern, dass er mit beiden doch schon wiederholt gezecht und sie auch zu sich eingeladen hatte.

    Bezüglich der aufgebrochenen Wohnungstüre fiel dem 44-Jährigen auch noch etwas ein. Vor etwa zwei Wochen hatte sich der über ihm wohnende Nachbar in Folge Trunkenheit mit dem Türschlüssel im Schloss seines Nachbars verirrt. Aus Verärgerung darüber, dass der Schlüssel nicht sperrte, schlug dieser schließlich die Türe ein. Sie blieb bisher unrepariert.

    Der Fall zeigt exemplarisch, welche Erinnerungslücken übermäßiger Alkoholkonsum mit sich bringt.

ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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