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09.03.2001 – 09:45

Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (474) Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen ...

      Nürnberg (ots)

Als neun Monate nach einem nächtlichen
Abenteuer ein süßes kleines Baby schreiend zur Welt kam, hatte
sich der Vater von der Mutter bereits wieder getrennt und wollte
seinen väterlichen Pflichten - auch der Zahlung von Alimenten -
nicht nachkommen. Deshalb beschritt die Mutter den Gerichtsweg
und verklagte den Vater auf Anerkennung der Kindschaft. Dieser
stritt allerdings vehement ab, der Vater des Kindes zu sein.

    Ein vom Richter angeordneter DNA-Test, der die Vaterschaft des Kindes beweisen sollte, verlief zur großen Überraschung der Mutter negativ. Erst eine weitere Verhandlung vor dem Amtsgericht Nürnberg brachte Licht in das Dunkel. Die Mutter musste feststellen, dass ein Foto, das bei der ärztlichen Untersuchung des angeblichen Vaters gefertigt wurde, überraschenderweise den Bruder des Beschuldigten zeigte, der jedoch große Ähnlichkeit mit dem Kindsvater hat.

    Der Bruder hatte sich beim Amtsarzt mit dem Ausweis des tatsächlichen Vaters ausgewiesen und auch das Protokoll mit dessen Namen unterzeichnet. Auf diesem Wege wollten die Brüder verhindern, dass die Vaterschaft festgestellt wird.

    Ein weiterer angeordneter DNA-Test brachte dann Gewissheit, dass sich die Mutter des Kindes doch nicht über den Vater getäuscht hat.

    Die beiden Brüder waren von der neuen Entwicklung beeindruckt, dass sie sich vor der Polizei zum Sachverhalt nicht äußern wollten.

    Beide erwartet nun ein Strafverfahren wegen versuchten Betrugs. Der Vater des Kindes darf sich zusätzlich auf langjährige Alimentationszahlungen einstellen.

ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

Telefon: 0911-211-2011/12
Fax:        0911-211-2010

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