Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (4) Vergewaltigungsversuch an einer Prostituierten

      Nürnberg (ots) - Ein 60-jähriger Nürnberger konnte gestern,
19.10.2000, von der Polizei festgenommen werden, nachdem er eine
Prostituierte geschlagen, sexuell genötigt und versuchte hatte,
sie zu vergewaltigen.

    Der arbeitslose Mann war gegen 11.30 Uhr bei einer 34-jährigen Prostituierten an der Frauentormauer aufgetaucht. Er gab der Frau seinen Geldbeutel und sagte, dass sie sich für ihre Dienste so viel Geld herausnehmen könne, wie sie brauche. Bei einem Blick in den Geldbeutel stellte die 34-Jährige jedoch fest, dass sich kein Geld darin befand und forderte daher den 60-Jährigen zum Verlassen des Hauses auf. Dieser stürzte sich unvermittelt auf die Prostituierte und schlug auf deren Körper und Gesicht ein. Der Mann versuchte mehrfach, die Frau auf das Bett zu werfen, wobei er sie auch brutal im Intimbereich anfasste. Durch die Hilferufe der 34-jährigen Prostituierten wurden ihre Kolleginnen auf den Vorfall aufmerksam und verständigten die Polizei. Diese konnte den Mann noch am Tatort festnehmen.

    Bei den Ermittlungen der Kripo Nürnberg stellte sich dann heraus, dass der 60-Jährige ca. eine Stunde vor seiner Tat, also gegen 10.30 Uhr, in ähnlicher Art und Weise auf seine 50-jährige Ehefrau losgegangen war. In der gemeinsamen Wohnung im Westen der Stadt hatte der 60-Jährige massiv auf seine Ehefrau eingeschlagen, sie mit einem Messer bedroht und versucht, sie zu vergewaltigen. Ohne erkennbaren Grund ließ der 60-Jährige jedoch plötzlich von seinem Vorhaben ab und flüchtete aus der Wohnung.

    Bei seiner Festnahme war der Mann leicht alkoholisiert. Einen Alkotest verweigerte er, weshalb eine Blutentnahme angeordnet wurde. Zur Sache selbst machte der Mann keine Angaben; das Motiv seiner beiden Taten ist daher noch unklar. Es wurde Haftantrag wegen versuchter Vergewaltigung, sexueller Nötigung und Körperverletzung gestellt. Der Täter wird heute dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Nürnberg vorgeführt.

    Beide Opfer wurden bei den Taten erheblich verletzt, befinden sich aber nicht in einem Krankenhaus.

ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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