Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1998) Kupferdiebstähle geklärt - Ermittlungen gegen 6 Tatverdächtige

    Fürth (ots) - Seit Anfang 2002 entwendeten mehrere Bedienstete der infra fürth gmbh Kupfer im Gesamtwert von 40.000 Euro.

    Anlass für die Ermittlungen der Fürther Polizei war eine Anzeige der infra fürth, die Mitte Juli diesen Jahres erstattet wurde. Arbeiter, die in einem Schalthaus in der Stadelner Straße Kupferleitschienen abbauen sollten, hatten gemeldet, dass diese Schienen nicht mehr vorhanden waren. Als erste geschäftsinterne Untersuchungen keinen Erfolg brachten, wurde die Polizei eingeschaltet. Bereits zu Beginn der Ermittlungen stellte sich sehr schnell heraus, dass die Diebstähle von Berechtigten durchgeführt worden sein müssen. An den festgestellten Tatorten, dem Schalthaus in Stadeln und dem Umspannwerk in der Dambacher Straße, konnten keinerlei Aufbruchspuren vorgefunden werden, die auf vorangegangene Einbrüche schließen ließen. Aufgrund der vermuteten Tatabläufe konnte die Zahl der Personen, die berechtigt Zutritt zu den Tatorten gehabt hatten, auf 140 eingegrenzt werden. Diese Personen wurden von den Ermittlungen der Polizei unterrichtet und sie wurden gebeten, zur Entnahme von Vergleichsfingerabdrücken bei der Kriminalpolizei in Fürth vorzusprechen. Dem Erkennungsdienst der KPI Fürth war es nämlich gelungen, an den Tatorten Fingerabdrücke der Entwender zu sichern. Unter dem wachsenden Ermittlungsdruck offenbarte sich einer der letztendlich 6 Tatverdächtigen (zwei von ihnen spielten nur Nebenrollen) der Polizei, so dass ganz gezielt auf die weiteren Tatverdächtigen im Alter zwischen 21 und 47 Jahren zugegangen werden konnte. Mittlerweile waren nämlich auch die Nachfragen bei den An- und Verkaufsstellen für Altmetall in der Region Nürnberg/Fürth/Erlangen erfolgreich verlaufen. Es hatte sich herausgestellt, dass zwei der Tatverdächtigen im Alter von 47 und 40 Jahren bereits seit Anfang 2002 von ihnen in Trafozellen oder Oberleitungen abgebaute Kupferleitschienen, Kupferdraht, -, schrott, Leicht- und Schwerkupfer sowie Kupferoberleitungen in eigener Regie verkauft und das Geld einbehalten hatten.

    Anfang 2006 erweiterte sich der Kreis der Beschuldigten um zwei weitere 40 und 47 Jahre alte Personen, denen die gestiegenen Preise für Buntmetall auch noch höheren Profit einbrachten. Während die Tatverdächtigen in den Vorjahren insgesamt 10900 kg Kupfer verkaufen mussten, um 16.000 Euro Erlös zu erzielen, reichten bis zum Beginn der Ermittlungen im Juli 2007 9200 kg, die etwa 25.000 Euro einbrachten. Zu den Tatvorwürfen machten vier der Verdächtigen, die zum Großteil für die Diebstähle verantwortlich gemacht werden, zum Teil umfassende Aussagen. Ihre Arbeitsverträge mit der infra fürth gmbh wurden zwischenzeitlich aufgelöst. Den mittlerweile polizeilicherseits zum Abschluss gebrachten Ermittlungen nach entwendeten die Tatverdächtigen insgesamt 19.177 kg Kupfer und erzielten damit Einnahmen in Höhe von 40.972 Euro.

    Michael Gengler/hu


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