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14.10.2014 – 11:36

Polizeiinspektion Stade

POL-STD: Zivilcourage ein Thema für Alle - Gemeinsame Pressemeldung von Polizeiinspektion Stade und Staatsanwaltschaft Stade

POL-STD: Zivilcourage ein Thema für Alle - Gemeinsame Pressemeldung von Polizeiinspektion Stade und Staatsanwaltschaft Stade
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Stade (ots)

In dieser Woche vom 13. - 17.10.2014 findet in Niedersachsen die alljährliche "Woche der Zivilcourage" statt.

Polizeiinspektion Stade und Staatsanwaltschaft Stade nehmen das zum Anlass, nochmals auf dieses wichtige Thema in unserer Gesellschaft hinzuweisen.

"Nicht nur diese Woche ist die Woche der Zivilcourage, sondern davon haben wir 52 Wochen im Jahr", da sind sich die beiden Leiter der Polizeiinspektion Stade und der Staatsanwaltschaft Stade, Polizeidirektor Jens Eggersglüß und der Leitende Oberstaatsanwalt Hartmut Nitz einig.

Bürgerliches Engagement, gerade wenn es um Hilfe für die Mitbürgerinnen und Mitbürger geht, ist ein wichtiger Aspekt des täglichen Zusammenlebens. Und dazu gehört auch im erheblichen Maße, sich einzusetzen wenn andere in einer Notlage sind.

Zivilcourage hat ja auch im hiesigen Bereich viele Gesichter, hier seien beispielhaft einige aufgezeigt:

1. In der Buxtehuder Innenstadt wird in der dunklen Jahreszeit eine Person auf dem Nachhauseweg von zufällig vorbeikommenden anderen Personen angepöbelt und schließlich derart bedrängt, dass das Opfer um Hilfe ruft. Passanten hören die Hilfeschreie und informieren sofort die Polizei, die der Person dann umgehend zu Hilfe kommen kann, bevor diese verletzt oder beraubt werden kann.

2. In einem Stader Wohngebiet wird ein Spaziergänger offenbar grundlos von einer anderen Person angegangen und zu Boden geschlagen. Eine Gruppe von Passanten, die zufällig den Vorfall mitbekommt, kann die beiden Personen trennen und den Verursacher festhalten, bis die alarmierte Polizei eintrifft.

3. Ein Bewohner im Harsefelder Ortskern hört zufällig das Klirren einer Scheibe und informiert sofort die Polizei. Streifenbeamte können noch am Tatort einen Einbrecher in ein dortiges Geschäft festnehmen.

4. Nachbarn sehen, wie offenbar Unbekannte bei einer älteren Dame klingeln und versuchen in deren Haus zu gelangen. Sie gehen rüber, stehen der Frau bei und informieren umgehend die Polizei, die die Unbekannten anschließend überprüfen und so vielleicht einen Einschleichdiebstahl verhindern kann.

5. Ein aufmerksamer Nachbar in Horneburg bemerkt in der Nacht, dass eine unbekannte Person um das nebenstehende Haus schleicht und in die Fenster leuchtet. Er ruft sofort bei der Polizei an und teilt den Beamten die Beobachtungen mit. Die zufällig in der Nähe streifenden Polizeibeamten könnten den mutmaßlichen Einbrecher nach kurzer Zeit festnehmen.

6. Ein Bewohner des Alten Landes sieht nachts vor dem Zubettgehen aus dem Fenster und bemerkt einen Feuerschein an dem landwirtschaftlichen Gebäude seines Nachbarn. Er alarmiert sofort Feuerwehr und Polizei und läuft rüber, um die Bewohner des Hauses zu wecken. Gemeinsam versuchen dann alle noch den Brand zu löschen, bevor er sich weiter ausbreiten kann.

7. In Kehdingen kommt es auf einer dortigen Landesstraße zu einem schweren Unfall, bei dem zwei Fahrzeuge frontal zusammenstoßen. Mehrere Autofahrer, die als erste die Unfallstelle erreichen, lösen sofort den Notruf aus und leisten bei den Unfallopfern Erste Hilfe und betreuen diese bis zum Eintreffen der Rettungsdienste.

Polizei und Staatsanwaltschaft im Landkreis Stade wollen Sie dafür gewinnen, noch häufiger mutig für andere einzutreten und zu helfen, wenn Menschen in Gefahr geraten sind.

Gegenseitige Unterstützung in der Not, Hilfsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein prägen eine intakte Gemeinschaft. Gemeinsam gegen Gewalt einzutreten und Zivilcourage zu zeigen, sollte der Anspruch aller Bürgerinnen und Bürger sein.

Das bedeutet nicht, sich ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit in eine Gefahrensituation zu begeben.

Aber alle können im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv werden. Jede und jeder in dem Maße wie er oder sie es sich zutraut. Dieser Mut entsteht aus der Verantwortung für andere Menschen. Und dieses Maß an Verantwortung soll mit dieser Kampagne ausgeweitet werden.

Polizeidirektor Jens Eggersglüß und der Leitende Oberstaatsanwalt Hartmut Nitz rufen deshalb alle Bürgerinnen und Bürger auf: "Zeigen Sie Ihr Gesicht für Zivilcourage und gegen Gewalt! - Jeder kann etwas tun, wenn anderen etwas getan wird!"

Viel zu oft liest man in letzter Zeit davon, dass Menschen in der Öffentlichkeit grundlos angegangen werden.

In der Kampagne des Landes Niedersachsen "Zivilcourage hat viele Gesichter Zeig deins!" werden unter anderem sechs kluge Wege, anderen zu helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, aufgezeigt, die jeder tun kann, wenn Mitmenschen belästigt, bedroht oder beraubt werden oder sich anderweitig in Not befinden.

1. Gefahrlos handeln.

Das Wichtigste zuerst: Behalten Sie immer einen kühlen Kopf - und handeln nur so, wie es in der jeweiligen Situation angemessen ist. Es hilft niemanden, persönlich einzugreifen, wenn die Täter in der Überzahl oder eindeutig gewaltbereit sind. Provozieren Sie den oder die Täter nicht, aber geben Sie zu verstehen, dass Sie nicht bereit sind, Gewalt gegen andere zu akzeptieren.

2. Mithilfe fordern.

Gemeinsam lässt sich mehr erreichen. Deshalb: Machen Sie auch andere auf die Situation aufmerksam. In öffentlichen Verkehrsmitteln können Sie sich natürlich auch an das Personal wenden - an den Fahrer oder die Mitarbeiter vom Sicherheitsdienst zum Beispiel.

3. Genau hinsehen.

Wenn die Täter erst einmal weg sind, braucht die Polizei Anhaltspunkte, um sie zu ermitteln. Eine genaue Beschreibung macht dann oft den Unterschied. Achten Sie darum auf jedes Detail: Unter Umständen gibt das kurz darauf den Ausschlag, um die Tatverdächtigen zu stellen.

4. Hilfe holen.

Notrufe sind kostenfrei - egal ob von der Notrufsäule, dem Mobiltelefon oder einer Telefonzelle aus. Über die Nummer 110 erreichen Sie bundesweit die Polizei. Schildern Sie die Situation am besten in wenigen Worten, aber gleichzeitig umfassend. Beantworten Sie die W-Fragen: Wer? Was? Wann? Wo? Und behalten Sie nichts für sich, das womöglich wichtig sein könnte: Auch Vermutungen helfen der Polizei oft weiter!

5. Opfer versorgen.

Wenn jemand verletzt ist, zählt manchmal jede Sekunde: Alarmieren Sie sofort den Rettungsdienst und kümmern sich unverzüglich um Verletzte: Schon die Ausrichtung in die stabile Seitenlage kann Leben retten. Trauen Sie sich in so einer Situation ruhig etwas zu: Helfen kann jeder - und alles ist besser, als gar nicht zu helfen.

6. Als Zeuge bereitstehen.

Die Täter zu fassen ist das eine, sie später auch bestrafen können, ist das andere. Dafür brauchen Polizei und Justiz Zeugen, die mit ihrer Aussage helfen, Straftaten endgültig aufzuklären. Wer sich als Zeuge zur Verfügung stellt, trägt entscheidend dazu bei, unser Zusammenleben sicherer zu machen. Wir zählen auf Sie!

Fotos in der digitalen Pressemappe der Polizeiinspektion Stade.

Ansprechpartner/in: Kai Thomas Breas

Staatsanwaltschaft Stade Pressesprecher Archivstraße 7 21682 Stade Tel: 04141- 107 454 Fax: 04141- 107 381

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Stade
Pressestelle
Rainer Bohmbach
Telefon: 04141/102-104
E-Mail: rainer.bohmbach@polizei.niedersachsen.de

Original-Content von: Polizeiinspektion Stade, übermittelt durch news aktuell

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