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17.03.2017 – 14:20

Landespolizeiamt

POL-SH: Wohnungseinbrüche in Schleswig-Holstein - Gemeinsame Pressemitteilung von Landeskriminalamt Schleswig-Holstein und Landespolizeiamt

Kiel (ots)

Landeskriminalamt Schleswig-Holstein und das Landespolizeiamt informieren über die Entwicklung der Wohnungseinbruchkriminalität (WED) bis einschließlich Februar 2017.

Bisher haben wir in den Mitteilungen vom 04.07.2016, 19.08.2016, 17.11.2016 und 09.12.2016 über die Entwicklung der Wohnungseinbruchkriminalität berichtet. Dies setzen wir an dieser Stelle für die ersten zwei Monate des Jahres 2017 fort.

Die Anzahl der vollendeten Wohnungseinbruchdiebstähle und Versuchstaten im Januar 2017 lag landesweit bei 702 Taten, im Februar 2017 waren es 551. Zum Vergleich: In den ersten beiden Monaten des Jahres 2016 wurden 989 (Januar) bzw. 724 (Februar) Einbrüche registriert, im Dezember 2016 zuletzt 879. Sowohl im Januar als auch im Februar 2017 ist darüber hinaus die geringste Fallzahlenbelastung seit 2013 festzustellen.

Ein wichtiger Hinweis zu den verwendeten Daten: Es handelt sich um aktuelle Lagedaten aus dem Vorgangsbearbeitungssystem der Landespolizei, nicht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS).

Aktuelle Lagezahlen eignen sich für operative Zwecke und gewinnen aufgrund ihrer zeitnahen Erfassung zunehmend an Bedeutung. Sie stellen die tatsächlich durch die Polizei aufgenommenen Einbrüche dar. Sie haben aber als "Eingangsstatistik" keine PKS-vergleichbare Qualität. Sie liefern andere Zahlen als die Ausgangsstatistik PKS. Die Darstellung von Lagezahlen aus dem polizeilichen Vorgangsbearbeitungssystem erfolgt nach dem Erstelldatum des Vorgangs.

Im Unterschied hierzu sind die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik die erste Wahl für strategische Informationen zur bekanntgewordenen Kriminalität. Bundesweit einheitlich erfasste Zahlen dieser Ausgangsstatistik garantieren die erforderliche Qualität. Sie können aber ausschließlich zur Analyse vollständiger Berichtszeiträume (Kalenderjahr) herangezogen werden. Eine unterjährige Interpretation der PKS hat keinerlei Aussagekraft.

"Aus polizeilicher Sicht ist der festgestellte rückläufige Trend für den Jahresanfang 2017 erfreulich - das darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass wir in Schleswig-Holstein immer noch eine hohe Belastung mit Wohnungseinbrüchen feststellen. Die Bekämpfung der Wohnungseinbruchkriminalität ist und bleibt ein Schwerpunkt unserer Anstrengungen. Es gibt also keinen Grund für Entwarnung! Hinzu kommt, dass wir regional eine heterogene Entwicklung feststellen. Es gibt also auch örtliche Bereiche, die stärker tatbetroffen sind als im Vorjahreszeitraum.", so Kriminaldirektor Rainer Bretsch, der im Landeskriminalamt für die landesweite Bekämpfung der WED-Kriminalität zuständig ist.

Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger deshalb noch einmal für präventive Maßnahmen und das richtige Verhalten sensibilisieren:

   - Nutzen Sie bitte die Informations- und Beratungsangebote der 
     Landespolizei
   - Schaffen Sie für die Täter keine Tatgelegenheiten. Einbrecher 
     brauchen nur wenige Minuten für ihre Tat. Deswegen ist es 
     besonders wichtig, Haus und Wohnung wirksam zu sichern und auch 
     bei kurzer Abwesenheit immer zu verschließen
   - Seien Sie wachsam. Achten Sie auf verdächtige Personen in Ihrer 
     Nachbarschaft
   - Scheuen Sie sich nicht, sofort 110 zu wählen, wenn Sie 
     verdächtige Beobachtungen machen. 

Informationsangebote der Landespolizei:

Weitergehende Tipps und Hinweise hierzu bietet die Polizei zum Beispiel über die Internetseite www.polizei.schleswig-holstein.de, Rubrik Einbruchschutz.

Weitere Informationen zum polizeilichen Konzept zur Bekämpfung der Wohnungseinbrüche finden Sie hier: www.polizei.schleswig-holstein.de, Rubrik Einbruchbekämpfung.

Die Polizeidirektionen informieren über aktuelle Entwicklungen auch über ihre Fanpages bei Facebook. Dazu gehört auch weiterhin der das Pilotprojekt der Polizeidirektion Ratzeburg zur kartografischen Darstellung von Tatschwerpunkten im Großraum Ahrensburg und Reinbek (https://www.facebook.com/Polizei-Herzogtum-Lauenburg-und-Stormarn-799365576797010/).

Rückfragen bitte an:
Torge Stelck
Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten Schleswig-Holstein
Landespolizeiamt Schleswig-Holstein
Mühlenweg 166
24118 Kiel
Telefon: +49 (0)431 160 61400
E-Mail: pressestelle.kiel.lpa@polizei.landsh.de

Original-Content von: Landespolizeiamt, übermittelt durch news aktuell

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