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WSP-SH: Bagger saugt Artillerie-Granate an

Brunsbüttel (ots) - Die Besatzung des Saugbaggers "ALBATROS", Heimathafen Sliedrecht / Niederlande staunte nicht schlecht, als sie zum Ende der Baggerarbeiten den Saugrüssel aus dem Wasser hoben: Im Saugkorb steckte eine 10,5 Zentimeter-Granate mit einer Länge von ca. einem Meter. Der Bagger war am gestrigen Abend in Brunsbüttel zwischen der Kleinen Schleuse und den Bahnhofsdalben auf der Südseite des Nord-Ostsee-Kanals im Einsatz als der Sprengkörper gegen 20.55 Uhr entdeckt wurde. Unmittelbar nach dem Fund verständigte der Kapitän die Verkehrslenkung und die Wasserschutzpolizei. Es wurden daraufhin die Kleinen Schleusen gesperrt und zwei Schiffe vom Südkai an einen anderen Liegeplatz verlegt. Der Saugbagger machte anschließend an seinem Liegeplatz in Höhe der Alten Schleuse fest und die Besatzung ging zunächst von Bord. Gegen 23.00 Uhr wurde der Blindgänger von einem Mitarbeiter des inzwischen alarmierten Kampfmittelräumdienstes in Augenschein genommen. Es konnte vorsichtige Entwarnung gegeben werden, weil die Granate keinen Zünder enthielt. Trotzdem wurden die Kleinen Schleusen weiterhin nicht für den Verkehr freigegeben. Schließlich befand sich noch Sprengstoff (TNT) in der Munition. Die Besatzung des Baggers konnte die Nacht aber an Bord des Schiffes verbringen, weil der Sprengkörper in seiner derzeitigen Position keine unmittelbare Gefahr darstellte. Am Vormittag des heutigen Tages rückten dann zwei Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes an und begannen mit der Bergung der Munition. Nach kurzer Einsatzzeit konnte gegen 11.30 Uhr Entwarnung gegeben werden. Der Sprengkörper war geborgen und sicher verpackt. Während der Bergungsarbeiten wurden der Südkai und die Wasserfläche vor den Kleinen Schleusen von der Wasserschutzpolizei gesperrt. Weitere Evakuierungsmaßnahmen waren nicht erforderlich.

ots Originaltext: Landespolizeiamt Schleswig-Holstein - Abt. 4 - 
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