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04.09.2014 – 11:56

Polizei Wolfsburg

POL-WOB: Erpressungsmasche im Internet: Polizei Wolfsburg warnt vor Video-Chats

Wolfsburg (ots)

Wolfsburg, 03.09.14

Ein unerwartetes Ende nahm am späten Mittwochnachmittag das Video-Chatten per Webcam für einen 35 Jahre alten Wolfsburger. Der 35-Jährige wurde auf einer Internet-Plattform von einer attraktiven Frau animiert, sich auszuziehen und sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen. Danach erpressten die Online-Kriminellen den Wolfsburger mit dem per Webcam aufgezeichnetem Video: Gegen eine Geldzahlung, so die Betrüger, könne er die Veröffentlichung des intimen Nacktvideos auf einem sehr beliebten weltweiten Videoportal verhindern. Der Wolfsburger ging nicht darauf ein und wendete sich sofort an die Polizei.

Schon seit 2013 sind diese Fälle von Erpressungen den Ermittlern bekannt, seitdem traten sie vereinzelt auf: Danach beginnt alles zunächst mit einem harmlosen Online-Flirt. Anfangs habe er auf einer französischen Internetseite mit einer Frau gechattet, so der 35-Jährige, die sich Yasmina Dubois nannte. Nach einer Weile habe man sich verabredet, sich über eine bekannte Plattform für Internet-Telefonate weiter zu unterhalten. Nach kurzer Zeit habe sich die Yasmina ausgezogen und er sei auf das Angebot zu sexuellen Handlungen eingegangen. Wenig später aber bekam der Wolfsburger jedoch dieses Video zu sehen und die Aufforderung, Geld zu zahlen, ansonsten würde das Video bei einem Videoportal eingestellt werden.

Die ersten Flirt-Kontakte können auch über Social-Media-Netzwerke wie Facebook erfolgen, erläutert ein Beamter, wo eine vermeintliche junge Dame Kontakt mit dem Opfer aufnimmt. Danach gehe es in der Regel schnell weiter, so werde stets vorgeschlagen, das Gespräch auf einer Videoplattformen fortzusetzen, um sich gegenseitig per Webcam sehen zu können. Wie auch in diesem Fall präsentiere sich die Unbekannte schnell nackt und verleite ihr Opfer vor laufender Webcam, sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen. Die eigentlichen international agierenden Täter sind natürlich nicht zu sehen, zeichnen jedoch den gesamten Ablauf auf.

Daher rät die Polizei bei Online-Chats zu besonderer Vorsicht: Nutzer sollten stutzig werden, wenn eine schnelle Einladung zu einem Video-Chat erfolgt und der Chat-Partner beginnt, sich zu entkleiden. Es empfiehlt sich, den Kontakt mit den Kriminellen sofort abzubrechen und nicht auf mögliche Forderungen einzugehen. Sollte ein Video bereits existieren, sei es stattdessen ratsam, sich umgehend bei den Portalen zu melden, bei denen die Erpresser das Erpresser-Video veröffentlichen wollen. Diese Anbieter löschen den Erfahrungen nach Videos oder auch Fotos mit sexuellem Inhalt sehr rasch.

Rückfragen bitte an:

Polizei Wolfsburg
Sven-Marco Claus
Telefon: +49 (0)5361 4646 104
E-Mail: pressestelle (at) pi-wob.polizei.niedersachsen.de

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