Polizei Paderborn

POL-PB: Polizei und Stadtverwaltung appellieren an Radler: Straßenseite wechseln!

Bild 1: Polizei und Stadtverwaltung klären auf: v.l. PHK Michael Lohl, PHK Hans-Günther Schlüter, Brigitte Wecker-Brökelmann vom Fachbereich Bürgerdienste der Stadt Delbrück und PHK Reinhard Graumann

Delbrück (ots) - Verkehrsicherheit durch Einhaltung der neuen Verkehrsführung an der Boker Straße

(mb) Noch sind die Baumaßnahmen an der Boker Straße nicht komplett abgeschlossen. Aber der Umbau hat bereits einen deutlichen Sicherheitsgewinn insbesondere für Radfahrer gebracht - wenn die sich an die neuen Regeln halten würden, beanstanden Polizei und Stadtverwaltung.

"Wir sind dabei, die Boker Straße ab der B64 stadteinwärts nach neuesten Erkenntnissen von Verkehrsexperten sicherer zu gestalten. Von den jetzt beidseitig geführten Radwegen und den sich anschließenden Sicherheitsstreifen profitieren die Radler", erklärt Brigitte Wecker-Brökelmann vom Fachbereich Bürgerdienste der Stadt Delbrück. Die gefahrenträchtige Missachtung der neuen Verkehrsführung hat die Polizei im Blick. Als Bezirksbeamter ist Polizeihaupt-kommissar Hans-Günther Schlüter häufig vor Ort. Schlüter: "Viele Radler nutzen den Radweg wie vor dem Umbau, als dieser stadteinwärts gesehen links für beide Richtungen angelegt war."

Aus Richtung Boke führt der neue und sichere Weg für die Radfahrer an der Bundesstraße zunächst nach rechts über die Ampel und erst dann über die Bundesstraße stadteinwärts. Ein getrennter Geh-/ Radweg ist bis zum Kreisverkehr an der Südstraße eingerichtet. Der stadtauswärts führende Radweg - früher für beide Fahrtrichtungen frei - darf jetzt nur noch in Fahrtrichtung Boke genutzt werden. "Diese Regelungen sind Ausfluss aus neuesten Erkenntnissen der Unfallforschung und den daraus resultierenden Änderungen der Straßenverkehrsordnung", erklärt Verkehrssicherheitsberater Reinhard Graumann. Fahrradfahrer gehören grundsätzlich auf die Fahrbahn, sagt die Neufassung der Straßenverkehrsordnung vom April 2013. Eine Radwegebenutzungspflicht darf nur noch dort angeordnet werden, wo es die Verkehrssicherheit oder der Verkehrsablauf erfordert. Graumann: "Radfahrer werden auf der Straße von anderen Verkehrsteilnehmern besser wahrgenommen und somit weniger in Unfälle verwickelt. Sie nehmen selbst mehr am Verkehrsgeschehen teil und sehen mehr, als auf einem abgesetzten Radweg."

Graumann gibt zu bedenken, dass diese neuen Vorschriften erst dann einen Sicherheitsgewinn bringen, wenn sie von allen gleichermaßen beachtet werden. Der Polizeihauptkommissar erläutert: "In der Vergangenheit haben an Verkehrsunfällen beteiligte Radfahrer mehr als die Hälfte dieser Unfälle selbst verursacht. Eine der häufigsten Unfallursachen war dabei das verbotswidrige Fahren auf Gehwegen und die Benutzung von Radwegen in die falsche Richtung. Und genau das ist jetzt an der Boker Straße zu beobachten. Wer die B64 stadteinwärts links überquert und auf dem linken Geh- oder Radweg weiterfährt ist als Geisterfahrer unterwegs." Im weiteren Verlauf sind verpflichtend die Fahrrad-Schutzstreifen in Fahrtrichtung zu nutzen. Graumann: "Auf Gehwegen werden Radler vielfach übersehen, wenn Autofahrer aus Grundstückszufahrten kommen oder aus einer Straße einbiegen wollen."

Die Polizisten Schlüter und Graumann haben schon einige Stunden an der B64-Kreuzung verbracht und Radfahrerinnen und Radfahrer auf die veränderte Verkehrsführung hingewiesen. Schlüter: "Schülerinnen und Schüler zeigen sich als erste einsichtig und fahren jetzt richtig. Erwachsene, die eigentlich mit gutem Beispiel voran fahren sollten, sind schwieriger zu erreichen. Wenn wir Polizeibeamte dort stehen halten sie sich dran - sind wir weg, wird wieder gefahren wie früher." Eine Ampelphase mehr müssen die stadteinwärts fahrenden Radler jetzt in Kauf nehmen. "Das sind rund 75 Sekunden für deutlich mehr Sicherheit", appelliert Reinhard Graumann.

Der Leiter der Delbrücker Polizeiwache, Polizeihauptkommissar Michael Lohl, kündigt an: "Wir wollen die Sicherheit für Radfahrer erhöhen. Nicht nur an der Boker Straße. Uns liegt hier Aufklärung und Einsicht am Herzen. Aber in Zukunft werden wir unbelehrbare Radler mit Verwarnungsgeldern belegen." Für den weiteren Verlauf der Umbaumaßnahmen bittet Brigitte Wecker-Brökelmann noch um Verständnis und Geduld: "Die Fahrrad-Schutzstreifen laufen demnächst durch bis zum Parkplatz Wiemenkamp. Bis dahin bitten wir um ein rücksichtsvolles Miteinander in den Baustellenbereichen."

Weitere Tipps zum sicheren Radeln gibt's auf www.radfahrsicherheit-paderborn.de .

Fotos:

Bild 1: Polizei und Stadtverwaltung klären auf: v.l. PHK Michael Lohl, PHK Hans-Günther Schlüter, Brigitte Wecker-Brökelmann vom Fachbereich Bürgerdienste der Stadt Delbrück und PHK Reinhard Graumann

Bild 2: Die neue Radverkehrsführung an der Boker Straße wird nicht von allen Radlern beachtet.

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