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04.09.2014 – 11:27

Polizeidirektion Itzehoe

POL-IZ: 140904.1 Heide: Warnung vor Online-Trojaner

Heide (ots)

Seit Anfang Juli 2014 beschäftigen die Heider Kripo mehrere Fällen von Computerbetrug. Mit Hilfe von Trojanern haben die Täter sich Zugang zu den Online-Banking-Systemen ihrer Opfer verschafft und diese unter Vortäuschung falscher Tatsachen veranlasst, Überweisungen zu Gunsten der Betrüger zu tätigen. Das Phänomen, das nicht nur regional registriert wird, hat in den genannten Fällen zu Schädigungen der Betroffenen im insgesamt fünfstelligen Bereich geführt. Die Tataufklärung ist jeweils nahezu unmöglich, da die Beschuldigten zumeist aus dem Ausland agieren.

In Fällen, die unter anderem aus Heide und Büsum gemeldet wurden, öffnete sich bei den Geschädigten während des Online-Bankings eine Warnmeldung. Gemäß dieser sollte angeblich eine Sicherheitskontrolle seitens der Bank erfolgen oder eine Fehlbuchung zugunsten des Bankkunden stattgefunden haben. Für die Sicherheitskontrolle nach einem angeblichen Software-Update verlangte die Bank eine sogenannte Testüberweisung unter Eingabe der sogenannten TAN, die für den Betroffenen sichtbar im Hintergrund tatsächlich ausgeführt wurde. Auf eine erfolgte "Fehlbuchung" mit der Bitte um Rücküberweisung wurde seitens des Zolls, der AOK oder einer Steuergesellschaft hingewiesen. Auf der Kontoübersicht im Onlinebanking war die Gutschrift/Fehlbuchung auch erkennbar. Das Online-Banking war solange nicht verfügbar. In Wirklichkeit wurde aber keine Gutschrift beziehungsweise Fehlbuchung ausgeführt, der User aber trotzdem zur Zurückbuchung veranlasst. Erst bei der Durchsicht der Umsätze auf dem Kontoauszug oder bei der persönlichen Nachfrage bei der Bank fiel der Betrug mittels des eingeschleusten Trojaners auf. Die ergaunerten Gelder gehen überwiegend ins europäische Ausland, so dass es den Banken zumeist nicht möglich war, diese zurück zu holen.

In den beschriebenen Fällen war das Online-Banking der Sparkasse Westholstein, der Postbank und der Dithmarscher Volks- und Raiffeisenbank betroffen. Gleiches Vorgehen kann aber auch Kunden anderer Banken treffen.

Nach hiesigen Erkenntnissen gelangte der Banken-Trojaner über eine E-Mail auf den Computer. Die Geschädigten erhielten wenige Tage vor den Taten E-Mails unter anderem von (angeblich) eBay und Vodafone, in denen auf eine Rechnung, Bestellung oder Mahnung im Anhang hingewiesen wurde. In der Anlage befand sich dann eine ZIP-Datei, die dem Trojaner Zugang zum PC verschaffte.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang dringend vor dem Öffnen von E-Mails, deren Herkunft und Inhalt unklar sind. Bei Unsicherheiten kann es hilfreich sein, den angeblichen Absender telefonisch zu kontaktieren. Ebenso ist die Rücksprache mit dem jeweiligen Geldinstitut unbedingt zu raten, wenn es um fragwürdige Überweisungen geht. Seine TAN oder PIN sollte ein Bank-Kunde beim Online-Banking niemals eingeben oder preisgeben, wenn diese über die gewohnten Bankgeschäfte hinaus gefordert wird.

Kathrin Schlüter / Merle Neufeld

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