Polizeidirektion Itzehoe

POL-IZ: 140718.11-Itzehoe/Breitenburger Fähre: Polizei beendet illegale Autofahrten

Kreis Steinburg (ots) - Im Nachhinein wird sich ein Mittfünfziger aus dem Großraum Glückstadt sicherlich sagen, dass die Sache für ihn wohl doch dummgelaufen ist. Andererseits konnte er aber auch nicht davon ausgehen, dass sein Treiben unentdeckt bleibt. Und irgendwie schien er auf das logische Ende auch vorbereitet gewesen zu sein, denn einen zweiten fahrbaren Untersatz hatte er schon vor der fälligen Polizeikontrolle ganz in seiner Nähe.

Was hatte sich zu getragen? So richtig begann der Ärger für den Elbanlieger mit einer Vorladung, die ihm das Polizei-Bezirksrevier Itzehoe nach Hause geschickt hatte. Termin war heute Vormittag im Behördenhochhaus. Also setzte er sich in der Frühe in sein Auto und fuhr in die Kreisstadt. Abgestellt hatte er seinen Wagen aber nicht auf dem Besucherparkplatz in der Großen Paaschburg am Polizeihochhaus, sondern am nahen Waldrand. Nicht etwa wegen des Schattens und der damit verbundenen geringeren Temperaturen, die verhindern sollten, dass sich sein Wagen aufheizt, während er bei der Polizei zu tun hat. Nein, er machte es aus einem anderen Grund, aber mit Bedacht.

Nachdem die Vernehmung zu Ende war und der Sachbearbeiter alles protokolliert hatte, verabschiedete sich der Vorgeladene und trat vor die Tür. Was er nicht wusste: Der Vernehmungsbeamte, nach dem Vernehmungstermin in Zivil unterwegs, kam zufällig an dem unter den Bäumen stehenden Fahrzeug des Mittfünfzigers vorbei. Zunächst wusste er das aber nicht, und genauer hingeschaut hatte er nur deswegen, "weil mir der Wagen irgendwie verdächtig vorkam". Und richtig: Das Auto war nicht angemeldet und zugelassen und somit auch nicht versichert - und im Fahrzeuginneren zeigte sich ihm ein Schriftstück: Die Vorladung an den Elbanlieger.

Weil der Vernehmungsbeamte zu dem Zeitpunkt in Zivil war, der mutmaßliche Fahrzeugführer nicht zu sehen war und sein anderer Termin wartete, verständigte er per Handy die Dienststelle und machte sich auf den Weg in Richtung Breitenburger Fähre. Schiefgehen konnte in der Sache ja ohnehin nichts mehr, denn der Streifenwagen war schon in Fahrt gebracht worden.

Die Zündung seines Autos betätigt hatte danach auch der Mittfünfziger, der dann auch schon bald an seinem Vernehmungsbeamten vorbeifuhr. Doch nur bis an die Stör heran, denn dort wurde er von der Streifenwagenbesatzung gestoppt, die sich seinetwegen auf den Weg gemacht hatte.

Gegenüber der Polizei gab der Beschuldigte dann auch zu, dass er seinen Wagen illegal benutzte. Weiterfahren ging gar nicht mehr. Doch wie nun nach Hause kommen? Darüber sollten sich die Polizisten keine Gedanken machen. Er hätte in seinem Kofferraum ein Fahrrad liegen - in der Absicht, es zu benutzen, nachdem er in eine Polizeikontrolle geraten war. Wie gesagt, mit dem Ende hatte er sich gedanklich wohl doch schon beschäftigt.

Nachdem der Sachverhalt notiert worden war, stieg der neuerlich Beschuldigte aufs Rad und fuhr in Richtung Elbe davon.

Einstellen muss er sich nun auf weitere rechtliche Unannehmlichkeiten: Die Polizei ermittelt gegen ihn in strafrechtlicher Hinsicht - unter anderem wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.

Hermann Schwichtenberg

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