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POL-IZ: 140717.7-Oesterwurth: Pkw lag im Graben - Verantwortlicher mochte eigene Schuld zunächst nicht eingestehen

Kreis Dithmarschen (ots) - Am Montagmorgen wurde an der Kreisstraße 60 in einem Graben im Bereich Hödienwisch ein Pkw gefunden. Offensichtlich war er im Zuge eines Verkehrsunfalls dort hineingeraten. Doch wer war der verantwortliche Fahrer? Das stand zunächst nicht fest.

Am Mittwoch, also mehrere Tage nach dem Unfall, meldete sich ein 25-Jähriger aus einer Gemeinde auf der Halbinsel Eiderstedt (Nordfriesland) bei der Polizei. Ihm sei das Auto in der Nacht von Sonntag auf Montag in Stelle-Wittenwurth gestohlen worden.

Möglich gewesen sei das, so gab er zu Protokoll, weil er den Schlüssel in einer Fahrzeugtür habe stecken lassen. Den Diebstahl hätte er aber erst Montagmittag registriert. Zunächst habe er gedacht, da wolle sich vielleicht jemand einen Spaß mit ihm erlauben, und er rechnete damit, dass sein Auto wieder zu ihm zurückgebracht wird. Doch das sei nicht geschehen.

Doch so ganz glaubte die Polizei dem jungen Mann wegen mancher Ungereimtheit in seinem Verhalten und in seinen Schilderungen nicht und wies ihn darauf hin, dass das Vortäuschen einer Straftat strafrechtlich verfolgt wird. Doch er blieb gestern dabei: Sein Auto sei ihm gestohlen worden.

Heute wurde dem 25-Jährigen von der Kripo Heide unmissverständlich klar gemacht, dass es Hinweise darauf gibt, dass er den im Graben aufgefundenen Wagen gelenkt hatte und dass er der verantwortliche Fahrer ist.

Nach einer Stunde, in der der 25-Jährige offenbar in sich gegangen war und sich eines Besseren besonnen hatte, teilte er der Kripo dann den wohl wahren Sachverhalt mit. Daraus ergibt sich, dass er auf regennasser Fahrbahn die Gewalt über sein Auto verloren hatte. Der Wagen sei ins Schleudern geraten und danach nach hinten ausgebrochen. Er habe sich am Hinterkopf verletzt, und er kann nicht ausschließen, bewusstlos gewesen zu sein. "Aber ich weiß es nicht."

Er verließ die kriminalpolizeiliche Vernehmung in der Hoffnung, "dass ich meinen Führerschein nicht verlier." Um die Kosten für das Abschleppen und die Unterbringung des Fahrzeuges hat der 25-Jährige aufzukommen. Der Schaden an seinem Auto ist mit 1.000 Euro beziffert.

Die Ermittlungen dauern an.

Hermann Schwichtenberg

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