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04.06.2014 – 16:10

Polizeidirektion Itzehoe

POL-IZ: 140604.1-Kreis Steinburg: Achtung! - Hinweise im Zusammenhang mit Asbest

Kreis Steinburg (ots)

Aus gegebenem Anlass informiert das Polizei-Bezirksrevier Itzehoe - Fachdienst Umweltschutz über den Umgang mit asbesthaltigen Materialien. Dabei weist die Dienststelle ausdrücklich darauf hin, dass Zuwiderhandlungen nach den Vorschriften der "Gefahrstoffverordnung" oder des Chemikaliengesetzes geahndet werden und auch Straftatbestände erfüllen können.

Asbest ist der Sammelbegriff für natürlich vorkommende, feinfaserige Mineralien, die sich durch hohe Beständigkeit gegen Hitze und Chemikalien sowie durch starke Zugfestigkeit auszeichnen. Deshalb wurde Asbest bis ins weite 20. Jahrhundert hinein gern zur Isolierung elektrischer Geräte, in Kupplungs- und Bremsbelegen, in Brandschutzdecken und -türen sowie in vielen Bereichen der Bauwirtschaft verwendet.

Warum ist Asbest so gefährlich? Freie Fasern, die so fein sind wie Staub, können beim Einatmen in die Lungenbläschen gelangen und Krebserkrankungen hervorrufen. Vom Einatmen bis zum Ausbruch der Krankheit können Jahre vergehen. Das gesundheitliche Risiko steigt sowohl mit der Dauer als auch mit der Intensität der Belastung. Lange Zeit wurde das gesundheitliche Risiko unterschätzt, aber seit gut 20 Jahren ist in Deutschland die Verwendung astbesthaltiger Materialien verboten. Aus früheren Jahren sind jedoch noch zahlreiche astbesthaltige Produkte in Gebrauch - insbesondere sichtbar in Form von Dacheindeckungen.

Verboten sind im Zusammenhang mit Arbeiten an Asbestzementprodukten: Sämtliche Arbeiten, bei denen Fasern freigesetzt werden können - zum Beispiel beim Abbürsten, Abfegen, Hoch- und Niederdruckreinigen, Anbohren, Flexen oder Schleifen;

das Reinigen und Neubeschichten von Astbestzementdächern sowie das Aufbringen einer neuen Dachhaut oder eine Begrünung auf ein vorhandenes Astbestzementdach, weil diese Arbeiten nur der Verbesserung der Optik dienen und unter das Umgangsverbot der geltenden Rechtsnormen fallen - die Entsorgung wird nur aufgeschoben;

das Aufbringen einer Photovoltaikanlage auf ein asbestzementhaltiges Dach, da dies als verbotene Überdeckung gilt. Das Aufbringen ist erst nach erfolgter, ordnungsgemäßer Entsorgung der Astbestplatten erlaubt;

das Weiterverschenken abgenommener Astbestzementplatten oder astbesthaltiger Nachtspeicheröfen an Dritte, statt der Entsorgung;

das Wiederverwenden abgenommener Astbestzementplatten oder astbesthaltiger Nachtspeicheröfen. Abgenommene, astbesthaltige Platten sind durch astbestfreie zu ersetzen, Öfen sind zu entsorgen;

die Durchführung von Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten durch Unternehmen, die nicht die erforderliche Sachkunde durch erfolgreiche Teilnahme an einem anerkannten Lehrgang mit einer schriftlichen Bescheinigung nachweisen können;

die Durchführung von Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten durch Unternehmen, deren Mitarbeiter nicht nachweislich unterwiesen und/oder arbeitsmedizinisch vorsorgeuntersucht oder nicht mit der notwendigen Schutzausrüstung (Staubfiltermaske P 2, Einmalanzüge) ausgerüstet sind.

Bei der Durchführung einer Sanierung von Astbestzementprodukten ist Folgendes zu beachten:

Zum Abnehmen von Astbestplatten dürfen nur Fachfirmen mit "Sachkundenachweis für Astbestarbeiten" beauftragt werden. Auskünfte kann die zuständige Arbeitsschutzbehörde erteilen;

Privatpersonen dürfen auf dem eigenen Grundstück Astbestplatten eigenständig abnehmen - unter der Voraussetzung, dass die Teile nicht beschädigt werden. Sollten sie sich privater Helfer bedienen, dann gelten für diese Personen dieselben Sicherheitsstandards, wie für Mitarbeiter von Firmen - das heißt, auch die privaten Helfer müssen entsprechende Schutzkleidung und Staubmasken tragen. Bei der Demontage ist der Stand der Technik zu beachten, und ausgebaute Astbestzementerzeugnisse müssen ordnungsgemäß entfernt und zu entsorgt werden.

Zur ordnungsgemäßen Ausführung zählen unter anderem:

Feuchthalten der astbesthaltigen Platten oder Einsprühen mit Restfaserbindemittel und Verpacken zum Beispiel in so genannten "Big Bags", einem reißfesten Foliensack;

Entsorgung der Astbestplatten auf einer dafür zugelassenen Deponie. Transportunternehmen brauchen dafür eine Transportgenehmigung. Privatpersonen dürfen die Entsorgung selbst durchführen;

die Entfernung eines Nachtspeicherofens soll ohne Demontage vor Ort durch eine Fachfirma mit Sachkundenachweis erfolgen, nach dem Abklemmen erfolgt dann die ordnungsgemäße Entsorgung durch die Fachfirma.

Hermann Schwichtenberg

Rückfragen bitte an:

Polizeidirektion Itzehoe
Stabsstelle/Öffentlichkeitsarbeit
Große Paaschburg 66, 25524 Itzehoe
Telefon: +49 (0) 4821 / 602 2010
Mobil: +49 (0) 171 337 53 56
E-Mail: pressestelle.itzehoe@polizei.landsh.de

Original-Content von: Polizeidirektion Itzehoe, übermittelt durch news aktuell

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