Polizeipräsidium Krefeld

POL-KR: Toter Säugling in Krefeld - Polizei bittet weiter um Hinweise

Etikett vom Handtuch, indem der Säugling eingewickelt war

Krefeld (ots) - Intensiv arbeiten die Ermittler an diesem Fall, der nicht ein "normaler Mordfall" im herkömmlichen Sinne ist. "Wir suchen ein Mädchen oder eine Frau, die sicher in einer sehr schwierigen Situation war. Wir kennen das von anderen Fällen und wissen, welche Probleme das bereitet. Wir möchten nicht nur die Herkunft des Babys klären, diese Frau bedarf auch sicher psychologischer Hilfe, vielleicht auch medizinischer Hilfe", teilte Gerd Hoppmann, der Leiter der Ermittlungen mit. Bekannt ist, dass Frauen in solchen Fällen sich an Vertrauenspersonen aus ihrem Umfeld, an Ärzte und Apotheken wenden, weil sie Abstillmittel benötigen oder gynäkologische Beschwerden haben. Wenn keine ärztliche Behandlung erfolgt, sind medizinische Probleme nicht auszuschließen.

Daher wird an die Frau selbst und an Vertrauenspersonen aus ihrem Umfeld appelliert sich bei der Polizei zu melden.

Nach Angaben der zuständigen Staatsanwältin Frau Anna Stelmaszczyk ist nunmehr sicher davon auszugehen, dass das Kind tatsächlich gelebt hat. Von der Rechtsmedizin wurde mitgeteilt, dass die feingeweblichen Untersuchungen dies bestätigen. Das Kind hat nach der Geburt eindeutig geatmet.

Das Handtuch, in welches der Säugling eingewickelt war, wird derzeit noch kriminalwissenschaftlich untersucht und kann daher noch nicht bildlich gezeigt werden. Es handelt sich um ein weißes oder beiges Frotteehandtusch in den Maßen 75 mal 44 cm. Abgebildet wird das Etikett. Die Herkunftsermittlung ergab, dass Handtücher dieser Art von einer Firma aus dem Münsterland auch an Geschäfte in Krefeld geliefert wurden, nämlich an die Firmen "Roller", "Poco" und "Betten Gebers". Allerdings wurden diese Handtücher auch über das Internet vertrieben. Das Herstellungsdatum liegt mindestens 6 Monate zurück. Das Handtuch befand sich also schon länger in einem Haushalt. Fotos vom Etikett des Handtuches sind im Downloadbereich verfügbar.

Heute erfolgten nochmals Suchmaßnahmen im Bereich des Südparkes, die aber keinen konkreten Anlass haben sondern zur akribischen Routine der Kriminalpolizei gehören.

Bekannt ist, dass Frauen, die nach vergleichbaren Taten ermittelt wurden, intensiv die Schwangerschaft vor ihrer Umwelt verborgen und verschleiert haben. Das ist in der kalten Jahreszeit in Bezug auf Bekleidung einfacher als im Sommer. Für die extreme Gewichtszunahme wurden in anderen Fällen die unterschiedlichsten Gründe und Ausreden erfunden. Frauen wollten bei der Körperhygiene unbeobachtet bleiben und ließen sich viele Ausreden einfallen, warum sie an bestimmten, insbesondere sportlichen Aktivitäten nicht mehr teilnehmen konnten. Andererseits waren viele der Frauen und Mädchen in der Lage bis zum Tag der Geburt zur Schule zu gehen, ihrem Beruf nachzugehen und am tätlichen Leben teilzunehmen.

"Wir haben erlebt, dass selbst Mütter, deren Töchter bis zur Geburt des Kindes im eigenen Haushalt lebten, zwar Veränderungen registrierten aber nicht geglaubt haben, dass die eigene Tochter schwanger ist", teilte Gerd Hoppmann mit.

Wir bitten daher nochmals dringend um Hinweise aus der Bevölkerung, die auf Wunsch auch vertraulich behandelt werden.

Hinweise bitte an die Polizei Krefeld unter Tel.: 02151 6340.

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