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14.03.2016 – 14:20

Polizei Dortmund

POL-DO: Weniger Straftaten in Dortmund und Lünen - Aufklärungsquote leicht verbessert

Dortmund (ots)

Lfd. Nr.:

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange und der Leiter der Direktion "Kriminalität" Jürgen Kleis konnten heute für Dortmund und Lünen einen in weiten Teilen erfreulichen Rückgang der Kriminalität vermelden.

Die der Polizei bekannt gewordene Gesamtkriminalität ist um 3,6% von 93855 auf 90491 zurückgegangen. (Dortmund 86549 auf 83586, -3,42%, Lünen 7306 auf 6905 -5,5%). Wie auch in den Vorjahren konnte mehr als jede zweite Straftat aufgeklärt werden, die Aufklärungsquote stieg leicht auf 50,61%. (Dortmund 50,84, Lünen 47,86%).

Rückläufige Zahlen verzeichnete die Dortmunder Polizei insbesondere im Bereich der Gewalt- und Straßenkriminalität, so sanken die Zahlen der Straßenraube um 11,8 % von 731 auf 645 (Dortmund 701 auf 619, -11,7%, Lünen 30 auf 26, -13,3%). Die Sexualdelikte im Zuständigkeitsbereich des PP Dortmund gingen deutlich von 573 auf 429 um 25,1% zurück (Dortmund 538 auf 405, -24,7%, Lünen 35 auf 24, -31,4%).

Die Anzahl der Diebstahlsdelikte sank ebenfalls, rückläufige Zahlen registrierte die Polizei insbesondere im Bereich des Taschendiebstahls von 4795 auf 4642. Die Anzahl ging um 3,2 % zurück (Dortmund -4,3%, Lünen +31,7%). Trotz der deutlichen Steigerung für Lünen ergibt sich für die Dortmunder Polizei in der Gesamtbilanz ein Rückgang, was durch die Betrachtung der absoluten Zahlen deutlich wird: Wurden in der Stadt Dortmund 4455 Taschendiebstähle angezeigt (im Jahr 2014: 4653), schlugen Taschendiebe in der Stadt Lünen 187 mal zu (im Jahr 2014: 142).

Die Aufklärungsquote im Bereich des Taschendiebstahls konnte von 7,1% im Jahr 2014 auf 10,7% gesteigert werden, eine bei diesem sehr schwer aufzuklärenden Delikt auch im Quervergleich beachtliche Entwicklung. Eine Entwicklung, die nicht zuletzt auch auf die Arbeit der beiden Ermittlungskommissionen (EK) des PP Dortmund, die sich mit diesem Delikt befassen, zurückzuführen ist. Neben der EK "Tasche" beschäftigt sich seit September 2015 die EK "Maghreb" mit nordafrikanischen Taschendieben, die häufig als sog. "Antänzer" agieren. Allein die EK "Maghreb" konnte seit ihrer Gründung 35 Tatverdächtige ermitteln und 10 Haftbefehle gegen Taschendiebe erwirken.

Ein Problemfeld der Dortmunder Polizei bleibt dagegen der Wohnungseinbruch. Die Anzahl der angezeigten Wohnungseinbrüche stieg im Jahr 2015 um 16,6% von 3185 auf 3712 Straftaten an (Dortmund 2762 auf 3357, +21,6%), in Lünen sank die Zahl hingegen von 423 auf 355, (-16,1%). Im Verlauf des Vorjahres hatte sich zunächst sogar ein Anstieg um rund 25% für den Zuständigkeitsbereich des PP Dortmund angedeutet. Daraufhin hat die Dortmunder Polizei ihre Anstrengungen im Kampf gegen Wohnungseinbrecher noch einmal deutlich erhöht und den Anstieg der Fallzahlen im Jahresmittel noch etwas bremsen können.

Mit 16,6% liegt der Anstieg im Bereich des Wohnungseinbruchs letztlich noch etwas unterhalb des landesweiten Trends mit 18,1%.

Mitte des Jahres wurde ein neues Präsenzkonzept im Kampf gegen Wohnungseinbrecher eingeführt. Die in diesem Deliktsbereich tätige EK "Schmelze" ist seit Oktober 2015 personell aufgestockt worden. Inzwischen ist seit Februar 2016 eine zweite EK gegen international agierende Wohnungseinbrecherbanden gegründet worden. Für die Bearbeitung dieser Einbrüche wurde im Vorjahr ein eigenes Fachkommissariat eingerichtet, welches sich ausschließlich um diesen Fachbereich kümmert. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass 2015 letztlich mehr Wohnungseinbrüche als im Vorjahr aufgeklärt werden konnten.

Gesteigert hat die Dortmunder Polizei im letzten Jahr auch ihre Anstrengungen im Bereich der Kriminal- und Einbruchsprävention. So fanden, auch mit Unterstützung externer Partner und der Medien, so viele Beratungsgespräche zur Einbruchsprävention statt, wie nie zuvor. Wenn die Polizei dann registriert, dass die Versuchsquote im Bereich der Wohnungseinbrüche mit 44,8% auf einem Rekordhoch ist (im Vergleich 2010: 37,9%), ist dies ein Ansporn, die Bürgerinnen und Bürger bei der Sicherung der eigenen vier Wände weiterhin mit einzubeziehen. Denn in fast der Hälfte der statistisch erfassten Wohnungseinbrüche haben es die Täter erst gar nicht geschafft, in die Wohnung zu gelangen.

Polizeipräsident Gregor Lange: "Die Dortmunder Polizei hat mit einer Konzentration ihres Personals auf Problemfelder und einer intensivierten Zusammenarbeit mit ihren Sicherheitspartnern den Kontroll- und Ermittlungsdruck auf Straftäter deutlich verschärft."

Beispiele dafür sind:

   -	Die Bekämpfung der Straßenkriminalität durch Aufstockung der in 
zivil und damit verdeckt operierenden Einsatztrupps -	Die Einrichtung
neuer Ermittlungskommissionen zur Bekämpfung des Taschendiebstahls, 
darunter auch die sogenannte "Antanzmasche" -	 Die 
Kooperationsvereinbarung mit der Stadt zur gemeinsamen Präsenz von 
Ordnungsdienst und uniformierter Polizei -	Die verstärkte Vernetzung 
von Stadt, Staatsanwaltschaft und Polizei  im Kampf gegen die 
Jugendkriminalität im Haus des Jugendrechts -	Die Einrichtung neuer 
und die Aufstockung bestehender Ermittlungskommissionen zur zentralen
Bekämpfung des bandenmäßig begangenen Wohnungseinbruchs -	 
Schwerpunkt- und Präsenzeinsätze der Bereitschaftspolizei in der 
Nordstadt 

Polizeipräsident Gregor Lange dazu: "Wir werden nicht locker lassen und auch in Zukunft unsere Kräfte zur verstärkten Bekämpfung der Straßenkriminalität und des Wohnungseinbruchs bündeln."

"Wir wollen, dass sich die Menschen in Dortmund und Lünen auf öffentlichen Wegen und Plätzen auch weiterhin sicher fühlen können. Deshalb arbeiten wir zur Zeit an einem umfassenden und erweiterten Präsenzkonzept unter Einbeziehung der Bereitschaftspolizei, der Fahrradstaffel und auch punktueller Videoüberwachung." so Lange weiter.

Der Dortmunder Polizeipräsident unterstützt ausdrücklich die Pläne der Landesregierung, kurzfristig an Standorten mit besonderen Belastungen durch mehr Personal und den verstärkten Einsatz von Bereitschaftspolizei zusätzlichen Kontrolldruck zu ermöglichen.

"Mein Eindruck ist, dass sich unsere Polizeikräfte im Wachdienst und in den Kommissariaten trotz höchster Arbeitsbelastung mit großem Engagement, hoher Kompetenz und professionellem Handeln erfolgreich für die Sicherheit der Menschen in Dortmund und Lünen eingesetzt haben. Dafür bin ich meinen Mitarbeitern sehr dankbar!" so Polizeipräsident Gregor Lange abschließend.

Redaktioneller Hinweis: Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2015 ist auf der Internetseite der Polizei Dortmund unter www.polizei.nrw.de/dortmund, Link:

http://www.polizei.nrw.de/dortmund/artikel__514.html

eingestellt und für Sie nachlesbar.

Rückfragen bitte an:

Polizei Dortmund
Pressestelle
Oliver Peiler
Telefon: 0231-132 1020
Fax: 0231-132 9733
E-Mail: pressestelle.dortmund@polizei.nrw.de
http://www.polizei.nrw.de/dortmund/

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