Polizeipräsidium Südhessen

POL-SHDD: Odenwaldkreis: Kriminalstatistik 2005

    Darmstadt (ots) - Odenwaldkreis - Polizeiliche Kriminalstatistik 2005 Polizeidirektion Odenwald steigert Aufklärungsquote um 5,1 % auf 58,7 % und verringert Straftaten um 14,1 %

    Das Straftatenaufkommen konnte um 14,1 %  auf 3385 Fälle ( Vorjahr 3940 ) reduziert werden. Das sind 555 Straftaten weniger als 2004. Im Jahr 2005 konnten bei der Polizeidirektion Odenwald 1987 Tatverdächtige ermittelt werden. Damit wurden 187 Tatverdächtige mehr ermittelt als im Vorjahr. Dies bedeutet eine weitere Steigerung der Aufklärquote um 5,1 % auf 58,7 %.

    Trotz eines Rückgangs um 23,8 % macht der Diebstahl noch immer mehr als ein Drittel aller Straftaten aus.  1204 ( Vorjahr 1581) wurden 2005 erfasst, dies entspricht einem Rückgang um 23,8 % Die Aufklärungsquote in diesem Deliktsbereich liegt bei 31,9 % . Von den 337 ermittelten Tätern waren 252 männlich und 85 weiblich. Die Anzahl der Straftaten, die das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger am meisten beeinflussen, konnten ebenfalls gesenkt werden. Der Diebstahl in/aus Wohnungen wurde um 44,1 % auf 52 Fälle bei gleichzeitiger Verbesserung der AQ um 9,9 % auf 25,0 % reduziert. Um 39,0 % wurden die Delikte Diebstahl in/aus Kraftfahrzeug verringert und die AQ auf 9,0 % (Vorjahr 7,1 %) erhöht.

    Die Zahl der Taten im Bereich der Rohheitsdelikte ist zum Vorjahr mit 494 Fällen etwa gleich geblieben. Den Hauptanteil an der Gesamtzahl der Rohheitsdelikte bilden die Körperverletzungen mit insgesamt 358 Fällen, 11 weniger als 2004, jedoch immer noch um 10 Fälle höher als im Jahr 2003. Dabei stieg die Zahl der gefährlichen Körperverletzungen auf 98, also 13 Fälle mehr als 2004. Die Aufklärungsquote bei den Körperverletzungen liegt bei 93,3 %.

    Mit 19,3 % tragen die Sachbeschädigungen zu fast einem Fünftel an dem Straftatenaufkommen im Odenwald bei. In absoluten Zahlen heißt das, dass die Odenwälder Polizei 485 Sachbeschädigungen und 168 Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen registrierte. In diesem Deliktsbereich wurden 186 Täter ermittelt. Gegenüber 2004 sank die Zahl der Fälle um 184. Damit hat sich gezeigt, dass sich der positive Trend, der sich bereits zum Jahresende 2004 angedeutet hat, sich im Jahr 2005 deutlich fortgesetzt hat.

    Bei den Rauschgiftdelikten wurden 189 Straftaten gezählt, 10 mehr als 2004. Die hohe Aufklärungsquote von 98,9 % zeigt, dass es sich bei der Zunahme keineswegs um einen Trend handelt. Vielmehr ist die gestiegene Fallzahl in Verbindung mit der hohen Aufklärungsquote ein Hinweis darauf, dass die verstärkten operativen Maßnahmen der Polizei Wirkung zeigen. Wie im Vorjahr wurde bei vier verstorbenen Personen "Drogentod" als Todesursache festgestellt.

    Der Straftatenanteil unter  Alkoholeinfluss beträgt 9,4 %, das entspricht 186 Straftaten. Bei den Rohheits- /22,1%), Körperverletzungs- (27,8 %) und Sachbeschädigungsdelikten allgemein (23,1 %) und an Kraftfahrzeugen (25,7 %) beträgt der Anteil unter Alkoholeinfluss rund ein Viertel aller Straftaten.

    Der Gesamtanteil jugendlicher und heranwachsender Tatverdächtiger beträgt bei den registrierten Straftaten 29 %, das entspricht in Zahlen 479 Tatverdächtigen. Im Bereich der Sachbeschädigungen waren 104 Tatverdächtige von insgesamt 186 Tatverdächtigen jünger als 21 Jahre, das entspricht 55,91 %. Im Bereich der Körperverletzungen wurden insgesamt 374 Tatverdächtige ermittelt. Davon waren 39,04 % jünger als 21 Jahre. Wobei in diesem Deliktsfeld der Schwerpunkt mit 104 in der Altersstufe von 16 bis 21 Jahren zu verzeichnen ist.

    Ausblick und Ziele für 2006: Ein besonderes Augenmerk wird die Odenwälder Polizei auch in diesem Jahr auf den Deliktsbereich Körperverletzung, Sachbeschädigung und Rauschgiftkriminalität richten. Dies zeigt u.a. die Sicherstellung von 26 Kilo Rauschgift am letzten Wochenende. Besonders in dem Deliktfeld Drogen im Straßenverkehr wird die Polizei ihre präventiven und repressiven Maßnahmen weiterhin auf einem hohen Stand halten. Da im Bereich von Körperverletzung und Sachbeschädigung die Taten häufig zu Nachtzeiten und durch jugendliche Täter begangen werden, soll mit der Erhöhung der allgemeinen polizeilichen Präsenz diesen Taten in den beiden Deliktsbereichen vorgebeugt werden. Dazu gehören auch weiterhin vermehrte Jugendschutzkontrollen, die auch zukünftig in Zusammenarbeit mit den Ordnungsämtern der Kommunen durchgeführt werden sollen.


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