Polizeipräsidium Südhessen

POL-SHDD: Innenminister Volker Bouffier: Trouble Line: Tel. 0800 - 110 2222 bei Gewalt in der Schule Polizei führt in Hessen eine gebührenfreie Beratungshotline für Schüler, Lehrer und Eltern ein

    Südhessen (ots) - Nachfolgend übermitteln wir Ihnen eine Presseinformation des Hessischen Ministerium des Innern und für Sport vom 09. September 2005:

    Innenminister Volker Bouffier:

    Trouble Line: Tel. 0800 - 110 2222 bei Gewalt in der Schule

    Polizei führt in Hessen eine gebührenfreie Beratungshotline für Schüler, Lehrer und Eltern ein

    Wiesbaden - Ab sofort bietet die Hessische Polizei eine landesweite und gebührenfreie Beratungshotline für Schüler, Lehrer und Eltern unter der Telefonnummer 0800 - 110 2222 an.  "Es handelt sich hierbei um ein zusätzliches polizeiliches Beratungsangebot für Schüler, Lehrkräfte und Eltern, das sowohl bei Fragen und Hinweisen zu Straftaten, als auch zu allgemeinen polizeirelevanten Fragen genutzt werden kann", sagte Innenminister Volker Bouffier. Bei der Trouble Line wird der Anrufer direkt zum Jugendsachbearbeiter des zuständigen Polizeireviers weitergeleitet.  Expertinnen und Experten der Hessischen Polizei beraten bei Fragen zu den Themen 'Gewalt an Schulen' und 'Straftaten an und unter Kindern und Jugendlichen'. Aus technischen Gründen wird die Trouble Line zunächst nur über das Festnetz anwählbar sein.

    Innenminister Bouffier erläuterte, dass die Polizeipräsidien Osthessen und Mittelhessen bereits seit längerem sehr gute Erfahrungen mit solchen Beratungshotlines gemacht haben. "Aufbauend darauf werden nun alle sieben hessischen Polizeipräsidien gemeinsam die Telefonnummer 0800 - 110 2222 ab sofort als landesweit einheitliche Beratungsnummer einführen ", sagte Bouffier. Die landesweite Einführung der "Trouble Line" werde zudem durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit begleitet. So würden im Laufe des Monats September alle 2.022 hessischen Schulen von ihrer zuständigen Polizeibehörde Plakate zur Bewerbung der Trouble Line erhalten. Zudem erhielten alle Schülerinnen und Schüler eine Visitenkarte mit der gebührenfreien Nummer ausgehändigt, damit diese im Bedarfsfall sofort griffbereit sei. "Bei der Erarbeitung der Materialien wirkten Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen hessischen Regionen mit", berichtete der Minister.

    Innenminister Bouffier verwies darauf, dass die nunmehr landesweit genutzte Nummer 0800 - 110 2222 im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Osthessen im Rahmen des dortigen Projekts 'Schule machen ohne Gewalt' (SMOG) bereits seit mehreren Jahren als 'SMOGLine' geschaltet sei. "Das Angebot zur Beratung und Hilfestellung wird dort von der Zielgruppe gerne genutzt", berichtete Bouffier. Der Beratungsbedarf sei dabei sehr unterschiedlich und reiche von der Mitteilung von Mobbing-Fällen und Ausgrenzung in der Schule, bis hin zur Anzeige von konkreten Straftaten wie Drogendelikten, Körperverletzungen oder Erpressungen.

    Vergleichbare Erfahrungen haben auch die Arbeitsgruppen gegen Gewalt an Schulen (AGGAS) des Polizeipräsidiums Mittelhessen gemacht. Bereits 1996 wurde dort eine regionale 'Trouble Line' geschaltet. "Mit zunehmender Dauer steigerten sich kontinuierlich sowohl die Zahl der Anrufe als auch die daraus resultierenden Hinweise auf konkrete Straftaten. Die dortige 'Trouble Line' wird neben Schülern sehr rege von Lehrkräften und auch Eltern genutzt. Hieraus haben sich zunehmend sehr positive Kooperationen zwischen Polizei und Schule entwickelt", so Innenminister Bouffier. Neben einer Aufhellung des Dunkelfeldes im Hinblick auf Straftaten an und unter Kindern und Jugendlichen zeigen Aufklärungsquoten von über 80 Prozent sehr deutlich den Mehrwert dieses Beratungsangebots. Auch im Zuständigkeitsbereich der Polizeistation Weilburg werde mit Unterstützung der Stadt seit mehreren Jahren eine polizeiliche 'Trouble Line' angeboten. Dortige Erfahrungen sind ebenfalls sehr positiv.

    Innenminister Bouffier dankte zugleich verschiedenen Organisationen, die die landesweite Ausweitung der Beratungs-Hotline insbesondere durch die Finanzierung von Informationsmaterialien unterstützt haben: SMOG e. V. Fulda, SMOG e. V. Hochtaunus, Verein Bürger und Polizei e. V. Heppenheim, Verein Pro Polizei Wetzlar, Lions Club Darmstadt Justus von Liebig. "Das war ein wichtiger und hilfreicher Beitrag, der letztlich allen zugute kommen wird.", sagte Bouffier.

    Abschließend wies Innenminister Bouffier darauf hin, dass es sich bei dieser gebührenfreien Servicenummer 0800 - 110 2222 ausschließlich um ein Angebot zur Beratung für Schüler, Eltern und Lehrer handelt. "Das ist keine Notrufnummer. Wichtige Notrufe müssen weiterhin unter der bekannten 110 getätigt werden", betonte Innenminister Volker Bouffier.

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