Polizeipräsidium Südhessen

POL-SHDD: Festnahme: 31-jähriger dringt in Schlafzimmer ein
Untauglicher Erklärungsversuch
Drogenabhängiger ist sehr polizeibekannt

    Darmstadt (ots) - Er wollte zur Toilette und habe sich in der Tür geirrt. Dies war bei seiner Vernehmung die mehr als fadenscheinige Erklärung eines 31- jährigen in Frankfurt wohnenden Türken, der am Montag von einem Darmstädter Gastwirt-Ehepaar in ihren Privaträumen erwischt worden war. Obendrein griff der Beschuldigte den 48-jährigen Gastwirt tätlich an. Bei der handfesten Auseinandersetzung erlitt der Geschädigte Prellungen und seine Hose Risse. Darüber hinaus verursachte der Beschuldigte in dem Schlafzimmer des Ehepaars einen Schaden von einigen hundert Euros.

    Gegen 13.40 Uhr bemerkte die 31 Jahre alte Ehefrau des Gastwirtes Geräusche aus ihrer Privatwohnung, die im 1. Stock über dem Lokal in der Kasinostraße liegt. Da sie wusste, dass eigentlich niemand in der Wohnung sein konnte, schaute sie nach und sah den Mann im Schlafzimmer. Der bis dahin Unbekannte ging sofort zum Angriff über, beugte seinen Kopf und rannte auf die Frau zu. Der gelang es, rechtzeitig aus dem Raum zu kommen und ihren Ehemann zu alarmieren. Der rannte sofort in sein Schlafzimmer und sah, wie der Beschuldigte aus dem Fenster fliehen wollte. Dem Gastwirt gelang es, den Beschuldigten daran zu hindern. Daraufhin kam es zu der handfesten Auseinandersetzung mit Prellungen und zerrissenen Hosen. Dabei ging im Schlafzimmer auch eine Leichtbauwand zu Bruch.

    Eine inzwischen alarmierte Streife des 2. Polizeireviers nahm den Beschuldigten vorläufig fest. Obwohl der 31-Jährige keine Ausweispapiere einstecken hatte, stellte es sich sehr schnell heraus, dass es um einen sehr polizeibekannten Mann handelte, der bereits in 77 Fällen, hauptsächlich wegen Eigentums- und Drogendelikten, mit dem Gesetz in Konflikt geraten war. Der Mann ist drogenabhängig und wird als gewalttätig eingeschätzt. Zuletzt verbüßte er bis März 2004 eine Freiheitsstrafe wegen Einbruchsdienstahls. Die Polizei schließt nicht aus, dass der Mann möglicherweise für weitere Einbrüche in Betracht kommt. Bei dem aktuellen Fall wird ihm zur Last gelegt, in die Wohnung eingedrungen zu sein, um dort zu stehlen. Insofern ist seine Geschichte mit der Toilette abwegig, zumal diese für Gäste des Lokals sicherlich nicht im Schlafzimmer der Privatwohnung liegt.

    Ungeachtet dessen ist der Mann inzwischen wieder entlassen. Klar ist der dingende Tatverdacht, jedoch gibt es keine ausreichende Gründe für eine Untersuchungshaft. Der Beschuldiget verfügt über einen festen Wohnsitz bei seiner Mutter in Frankfurt. Er wird sich allerdings in einem erneuten Strafverfahren zu verantworten haben.


ots-Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen

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