Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Polizei erfolgreicher in der Bekämpfung des PKW-Aufbruchs - Zusammenfassung der Kräfte und zentrale Führung als Modell -

    Darmstadt (ots) - Darmstadt. Am vergangenen Donnerstag, 5. August 2004, konnte die Polizei in Darmstadt erneut eine Serie von schweren Diebstählen aus PKW aufklären und in Zusammenarbeit mit der Polizei in Wiesbaden eine mehrköpfige Bande festnehmen, deren Mitglieder auch in Darmstadt tätig waren (wir haben darüber berichtet). Die zum Teil aus dem Wiesbadener Raum stammenden Straftäter hatten es unter anderem auch auf Scheckkarten abgesehen, die zumeist kurz nach der Tat zum Ankauf von Unterhaltungselektronik und anderen Wertgegenständen unterhalb der Schwelle eingesetzt wurden, ab der eine Geheimzahl verlangt wird. Davor wurden bereits am 30. Juli 20004 fünf Fahrzeugdiebe und –aufbrecher festgenommen.

    Diese und zuvor bereits erzielte Ermittlungserfolge sind der ab März dieses Jahres im Präsidium eingerichteten Arbeitsgruppe zuzurechnen, die sich ausschließlich den Deliktsbereich PKW-Aufbruch bearbeitet, der ansonsten dezentral bearbeitet wird und eher weniger im Blickfeld steht. Dabei wird hier nicht nur erheblicher volkswirtschaftlicher Schaden angerichtet. Die von einer solchen Tat Betroffenen haben neben dem eigentlichen Diebstahlsschaden und der Beschädigungen am PKW die damit verbundene Wiederbeschaffung verschwundener Dokumente, die versicherungsrechtliche Regelung der Straftat und weitere Belastungen persönlicher Art hinzunehmen, die sich letztlich das Sicherheitsgefühls negativ beeinflussen.

    Das Täterklientel ist dabei relativ übersichtlich. Das Kommissariat K21/22 der Regionalen Kriminalinspektion (RKI) Darmstadt, in dem die Arbeitsgruppe angesiedelt ist, bezeichnet vor allem drei mutmaßliche Tätertypen : · Zunächst örtliche oder aus dem Umfeld stammende Einzeltäter oder Kleingruppen, die sich entweder auf diese Deliktsart spezialisiert haben oder sie „nach Gelegenheit“ ausüben, · sodann Täter aus dem Drogenmilieu, die über diese Taten ihre Sucht finanzieren · und schließlich zumeist überörtlich agierende Banden oft osteuropäischer Herkunft.

    „Sicherheit in der Stadt“ ist eine ganzheitliche Aufgabe, die, wie sich auch am Beispiel der Bekämpfung von Drogenkriminalität zeigt, am besten durch Zusammenfassung von Kräften und deren gezieltem Einsatz anpacken lässt.

    So agiert nun eine aus Beamten der Schutzpolizei und der Kriminalpolizei gebildete, zehnköpfige Arbeitsgruppe, die auf der Basis einer ständigen Lageanalyse Verdachtskriterien entwirft, Warnmeldungen herausgibt, die Sachbearbeitung aller gemeldeten Fälle übernimmt und gezielte Überwachungsaufträge an eine operative Einheit herausgibt, die ausgestattet mit den neuesten Erkenntnissen, gezielt fahndet.

    Seit Bestehen der AG im März 2004 wurden ca. 1.100 neue Fälle gemeldet, wobei die monatliche Anzahl gegenüber dem Vorjahr deutlich rückläufig ist, also auch ein Verdrängungseffekt zu wirken beginnt. Geklärt wurden bislang davon ca. 240 Taten, also annähernd 25%. Beeindruckend sind auch die Festnahmezahlen in diesem eigentlich anonymen Deliktsfeld, dessen Aufklärungsquote daher bundesweit „traditionell“ bei unter 10% liegt. Der AG gelang es durch eigene Ermittlungen oder durch gezielten Einsatz der operativen Kräfte bisher 70 tatverdächtige Personen festzunehmen. Bei 33 davon konnten Haftbefehle erwirkt und vollstreckt werden.

    Die Arbeitsgruppe wird diese Tätigkeit fortsetzen. Ihre Erfolge waren möglich durch gezielten, zentralen Kräfteeinsatz an Brennpunkten auf der Basis von speziellen Kriminalitätsanalysen, denn die flächendeckende Polizeipräsenz war bisher wenig erfolgreich. Denn: „Wer alles schützen will, schützt nichts“. Die „neue Taktik“ im Polizeipräsidium Südhessen soll nach einem halben Jahr Laufzeit auch für die Polizeidirektionen in den Landkreisen angewendet werden.


ots-Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt

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