Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Mit DNA-Spuren Straftaten geklärt

    Darmstadt (ots) - Darmstadt. Der Erkennungsdienst des Polizeipräsidiums Südhessen konnte jetzt erneut über "genetische Fingerabdrücke" mehrere zurückliegende Straftaten klären. An verschiedenen Tatorten waren in vergangener Zeit Spuren gesichert worden und hinsichtlich von DNA- Material ausgewertet worden. Schon seit einiger Zeit werden hier rückwirkend die DNA-Daten von bestimmten Straftätern erhoben, die z.B. als Gewalttäter, Räuber oder Einbrecher aufgetreten sind und in einer zentralen Datei beim Bundeskriminalamt (BKA) erfasst. Die gesetzlichen Voraussetzung waren durch die Änderung der §§ 81 a, 81 e und 81 f Strafprozessordnung 1997 geschaffen worden. Voraussetzung für eine DNA-Untersuchung von Körperzellen bzw. Spurenmaterial ist eine richterliche Anordnung. Dadurch konnte auch - wie berichtet - der Mord an dem 13-jährigen Schüler Sebastian Musial aus Darmstadt- Eberstadt noch nach Jahren geklärt werden. Die DNA-Datei, seit 1998 beim BKA eingerichtet, wird seit dieser Zeit ständig auch retrograd "gefüttert" und mit alten und neuen Tatortspuren abgeglichen.

    Daraus ergaben sich in letzter Zeit u.a. folgende Treffer:

    · Am 8. Juli 2002 wurde hier ein 32-jähriger Mann erkennungsdienstlich behandelt nach dem er in Darmstadt seine Lebensgefährtin mit dem Messer angegriffen hatte. Über die DNA- Analyse wurde er jetzt als Täter einer Vergewaltigung in einer Parkanlage am 24. Juli 1997 in Frankfurt ermittelt. Er sitzt in Untersuchungshaft.

    · Ein anderer Spurenleger war ein 34-jähriger Darmstädter, der zur Zeit wegen Eigentumsdelikten zur Strafverbüßung in einer Justizvollzugsanstalt einsitzt. Dem erheblich vorbestraften Mann, der bereits in 59 Fällen polizeibekannt war, konnte nun eine Serie mit insgesamt acht Firmeneinbrüchen im Darmstädter Industriegebiet West vom Mai 2002 nachgewiesen werden. Er äußert sich nicht zu den Vorwürfen, muss mit einem neuen Strafverfahren und Verlängerung seiner Haftzeit rechnen.

    · Am 3. Februar 2002 wurde in der Nähe des Darmstädter Hauptbahnhofes, im Eifelring, eine 48-jährige Prostituierte von einem Freier brutal vergewaltigt. Wir haben darüber berichtet. Die gesicherten Spuren konnten einem 32-jährigen Mann aus Moldawien zugeordnet werden, der jetzt ebenfalls wegen dieser Tat in Untersuchungshaft sitzt. Er steht außerdem im Verdacht, eine weitere gleichartige Tat im Mai vergangenen Jahres, ebenfalls an einer Prostituierten, begangen zu haben. Entsprechende Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

    · Am 3. Dezember 2002 wurde in Darmstadt ein 26-jähriger Mann wegen Verdacht des Raubes festgenommen. Der mehrfach vorbestrafte Mann war bereits in 96 Fällen polizeilich in Erscheinung getreten. Nach Überprüfung seiner DNA-Daten konnte ihm jetzt ein Einbruchsdiebstahl in Kassel nachgewiesen werden. Auch er sitzt zur Zeit erneut in der JVA.

    Durch das automatische Fingerabdruck-Identifizierungssystem (AFIS) und die DNA-Analyse-Datei nimmt auch die Trefferhäufigkeit zu. Personen und auch an Tatorten gesicherte Spuren können mit Hilfe neuester leistungsstarker Rechner wesentlich besser und schneller identifiziert werden.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt

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