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22.03.2016 – 11:15

Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Rüsselsheim
Landkreis Groß-Gerau: Unfallbilanz 2015
Geringste Zahl an Verkehrstoten die jemals registriert wurde
Rückgang bei Unfällen mit Schwerverletzten

Ein Dokument

Rüsselsheim / Landkreis Groß-Gerau (ots)

Im Jahr 2015 wurden durch die Polizei im Kreisgebiet insgesamt 3.576 
Verkehrsunfälle aufgenommen (Vorjahr 3.236). Dies bedeutet einen 
Anstieg der Gesamtunfälle um 10,51% (340) gegenüber dem Vorjahr. 
Somit konnte der positive Trend des Jahres 2014 nicht fortgesetzt 
werden. Die Anzahl der getöteten Personen sank im Jahr 2015 auf zwei 
und die der schwerverletzten Menschen auf 142, diese Entwicklung ist 
vor dem Hintergrund der insgesamt gestiegenen Unfallzahlen 
erfreulich.   
Landkreis Groß-Gerau     2015 2014 Diff. %
Verkehrsunfälle (VU)     3576 3236 340   10,51
VU mit Personenschaden   713  685  28    4,09
VU mit Toten             2    5    -3    -60,00
VU mit Schwerverletzten  121  127  -6    -4,72
VU mit Leichtverletzten  590  553  37    6,69
Tote                     2    5    -3    -60,00
Schwerverletzte          142  148  -6    -4,05
Leichtverletzte          794  735  59    8,03
VU mit Fußgängern        61   68   -7    -10,29
VU mit Radfahrern        234  196  38    19,39
VU mit Krad/Mofa         133  114  19    16,67
VU unter Alkoholeinfluss 109  93   16    17,20
VU unter Drogeneinfluss  8    6    2        33,33
Fluchtunfälle            1402 1318 84    6,37
Wildunfälle              350  254  96    37,80 

Im Einzelnen sieht die Bilanz wie folgt aus:


Verkehrsunfälle mit Personenschaden
Bei 713 Verkehrsunfällen im Kreisgebiet wurden 142 Personen schwer 
verletzt,  794 leicht verletzt und 2 Menschen getötet.


Verkehrsunfälle mit Toten
Bei fünf Verkehrsunfällen wurden 2015 zwei Personen getötet, das sind
drei Verkehrstote weniger als 2014. Dies ist die geringste Anzahl von
Verkehrstoten im Kreis Groß-Gerau, welche jemals registriert wurde. 
Bei den Unfallopfern handelte es sich um einen Pkw-Fahrer und einen 
Fußgänger.


Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten
Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten betrug 121 
(Vorjahr 127). Dies bedeutet einen Rückgang von  4,72%. 
142 Personen (Vorjahr 148)  erlitten dabei schwere Verletzungen, die 
eine stationäre Aufnahme zur Folge hatten. 


Verkehrsunfälle mit Leichtverletzten
Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Leichtverletzten steigerte sich um
6,69% auf 590 (Vorjahr 553). Blieb jedoch unter der Höchstständen von
2011 (611 Unfälle) und 2012 (603 Unfälle). Die Anzahl der 
Leichtverletzten stieg um 8,03% auf 794 (Vorjahr 735).


Verkehrsunfälle mit Fußgängern
Die Gesamtunfälle mit Fußgängern sanken 2015 auf 61 (Vorjahr 68) um 
über 10,29%, dieser Umstand ist aufgrund der gestiegenen Unfallzahlen
als positiv zu bewerten.


Verkehrsunfälle mit Radfahrern
Die Anzahl der Unfälle mit Radfahrern nahm 2015 um 19,39 % auf 234 
(Vorjahr 196) zu. Der Radverkehr und die entsprechende Infrastruktur 
befinden sich seit Jahren im Focus der polizeilichen 
Sicherheitsarbeit, um die Verkehrssicherheit für die Radfahrer zu 
erhöhen. 

Die nunmehr wieder gestiegene Unfallzahl mit Fahrrädern verdeutlicht,
dass auch weiterhin auf diesen Bereich ein verstärktes Augenmerk 
gelegt werden muss. Die Unfallursachen liegen hauptsächlich in der 
der falschen Benutzung der Fahrbahn (Fahren entgegen Fahrtrichtung / 
Fahren auf Gehweg), der Nichtbeachtung der Vorfahrt und bei Fehlern 
beim Abbiegen. Insbesondere spielt die fehlende Verkehrstüchtigkeit 
der Radfahrerinnen und Radfahrer nach dem Konsum von Alkohol eine 
große Rolle. Dabei werden bereits bei einem Wert von 0,3 Promille 
Entfernung und Geschwindigkeit falsch eingeschätzt, ab 0,5 Promille 
vermindert sich die Sehleistung und Reaktionszeit deutlich. Ab 0,8 
Promille verlängert sich die Reaktionszeit um 50%, dies kann im 
Einzelfall zu erheblichen Eigengefährdungen des Radfahrers oder 
schweren Verkehrsunfällen mit Kraftfahrzeugen führen.


Verkehrsunfälle mit Krad/Mofa
Bei den Verkehrsunfällen mit Motorrädern und Mofas war ein Anstieg um
16,67%  auf 133 Unfälle festzustellen  (Vorjahr 114).  Dies 
resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Unfälle mit Mofas auf 
nunmehr 53 Unfälle (Vorjahr 40).


Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss
Die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss stiegen  2015 
gegenüber 2014  um 17,20%. Wurden 2014 nur 93 Unfälle unter 
Alkoholeinfluss aufgenommen, waren es 2015 dagegen wieder 109 
Unfälle. Im Vergleich zu den Jahren 2011 - 2013 liegt die Anzahl der 
Unfälle allerdings noch unter dem langjährigen Trend.
Auch bei den Verkehrsunfällen unter Drogeneinfluss musste 2015 eine 
Steigerung  festgestellt werden. Wurden 2014 noch 6 Unfälle unter 
Drogeneinfluss festgestellt, waren es 2015 8 Unfälle.


Fluchtunfälle
Verkehrsunfallfluchten stiegen 2015 um 6,37% auf 1402 (Vorjahr 1318).
Die Aufklärungsquote bei den Fluchtunfällen  konnte 2015 gegenüber 
dem Vorjahr von 36 auf 37% gesteigert werden. Vor dem Hintergrund der
gestiegenen Unfallfluchten ist die Steigerung der Aufklärungsquote in
diesem Bereich zumindest als Teilerfolg zu werten.


Verkehrsunfälle mit Wild
Insgesamt kam es im Kreisgebiet zu 350 Verkehrsunfällen mit Wild 
(Vorjahr 254),  dies bedeutet eine Steigerung um 37,80%. Die 
betroffenen Unfallstrecken werden im Rahmen der Unfallkommission und 
von Verkehrsschauen mit den zuständigen Straßenverkehrsbehörden und 
Hessen Mobil erörtert werden. Ebenso wird mit dem zuständigen 
Kreisjägerverein aufgenommen, um eine Reduzierung der Wildunfälle zu 
erreichen. 
 

Für Rückfragen zu der Verkehrsunfallentwicklung steht 
Polizeihauptkommissar Rolf Leinz (Verkehrssachbearbeiter der 
Polizeidirektion Groß-Gerau) unter der Rufnummer 06142/696-130 zur 
Verfügung.
 

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Südhessen
Klappacher Straße 145
64285 Darmstadt
Sebastian Trapmann
Telefon: 06151/969 2411
Mobil: 0173/659 6516
E-Mail: pressestelle.ppsh@polizei.hessen.de

Original-Content von: Polizeipräsidium Südhessen, übermittelt durch news aktuell

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