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15.01.2013 – 15:32

Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Weiterstadt: Angeblicher Enkel braucht dringend 21.000,- Euro
Polizei warnt erneut vor Enkeltrick

Weiterstadt (ots)

Nach wie vor versuchen dreiste Kriminelle mit dem sogenannten Enkeltrick, an das ersparte Geld von älteren Menschen zu gelangen. So gab sich auch am Montagnachmittag (14.01.2013) ein Anrufer als Enkel eines 88-jährigen Mannes in Weiterstadt aus. Der angebliche Enkel brauchte dringend 21.000,- Euro und bat "seinen" Opa um Hilfe. Der 88-Jährige wurde sofort misstrauisch. Er machte dem Anrufer klar, dass er soviel Geld nicht habe. Daraufhin wurde das Telefonat von dem angeblichen Enkel sofort beendet. Die Kriminalpolizei in Darmstadt ermittelt jetzt wegen versuchten Betruges.

Die Polizei warnt erneut vor diesem miesen Trick, von dem meist ältere Menschen betroffen sind. Zur Verdeutlichung: Durch geschicktes Fragen ("Rate mal, wer hier ist?") nehmen die Anrufer die Rolle eines Verwandten an. Schnell kommt der Betrüger dann zum eigentlichen Grund seines Anrufs. Angeblich wird eine größere Summe Bargeld benötigt, mal für einen Immobilienkauf, mal für ein Auto. Der Phantasie sind hier keinerlei Grenzen gesetzt. Lässt sich der Angerufene auf diese Geschichte ein, wird durch den immer wieder anrufenden Betrüger ein Abholer des Bargelds losgeschickt. Angeblich kann der "Verwandte" nämlich nicht selbst kommen, um das Bargeld von Angesicht zu Angesicht in Empfang zu nehmen. Würde dies nämlich erfolgen, wäre der ganze Schwindel auch schnell aufgeflogen. Manchmal haben die Anrufer sogar noch die Dreistigkeit, die älteren Menschen zum Geldabheben zur Bank zu schicken. Selbst ein Taxi für gehbehinderte Menschen wird schon einmal "großzügig" für die Fahrt zum Geldinstitut organisiert. Das müssen die Opfer dann auch noch selbst bezahlen. Ist das Bargeld erst einmal in den Händen der Betrüger, ist es meist für immer verloren.

Deshalb: Lassen Sie sich niemals auf Geldforderungen am Telefon ein. Informieren Sie zunächst eine Vertrauensperson, um die Anfrage mit dieser zu besprechen. Suchen Sie die Telefonnummer heraus, unter der Sie den Verwandten üblicherweise anrufen. Oder erkundigen Sie sich bei anderen Angehörigen. Oder rufen Sie einfach die Polizei an. Die Beamten sind rund um die Uhr für Sie da und können zusammen mit Ihnen beratschlagen, was sich hinter dem Anruf verbergen könnte. Händigen Sie niemals wildfremden Personen Bargeld aus. Seien Sie grundsätzlich immer misstrauisch und wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihre Polizei.

ots Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen
Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4969 

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Südhessen
Klappacher Straße 145
64285 Darmstadt
Andrea Löb
Telefon: 06151/969-2418 o. Mobil: 0173/659 7598
Fax: 06151/969-2405
E-Mail: andrea.loeb (at) polizei.hessen.de

Original-Content von: Polizeipräsidium Südhessen, übermittelt durch news aktuell

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