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14.12.2010 – 12:30

Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Mord an der A 5 Polizei nimmt 55-jährigen Tatverdächtigen fest

Böblingen/Darmstadt/Mörfelden-Walldorf (ots)

In Ergänzung u.a. gemeinsamer Presserklärung besteht die Möglichkeit für die Medienvertreter, sich am 14.12.2010, 16:00 Uhr, im Polizeipräsidium Südhessen, Klappacher Straße 145 in Darmstadt, nochmals regional über die Täterfestnahme zu informieren.

Treusch

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Stuttgart, der Polizeidirektionen Böblingen und Freudenstadt sowie des Polizeipräsidiums Südhessen.

Die Parkplatzmorde in Magstadt, Mörfelden-Walldorf und der Überfall auf einen Autofahrer in Freudenstadt sind geklärt

Magstadt /Mörfelden-Walldorf /Freudenstadt/ (vin) - Mit der Festnahme eines 55-jährigen Tatverdächtigen am vergangenen Wochenende ist die Polizei bei der Aufklärung der Verbrechen ein großes Stück vorangekommen. Der Mann aus Esslingen hat die DNA-Spuren, die im Zusammenhang mit dem Mord im Hölzer-tal bei Magstadt Anfang Mai gesichert wurden und die übereinstimmenden Spu-ren des Überfalls auf einen Autofahrer Anfang Juni in Freudenstadt gelegt. Der Tatverdächtige befindet sich seit Sonntag in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen verliefen am Wochenende Schlag auf Schlag. Mit kriminalisti-scher Feinarbeit sind Beamte der Kriminalpolizei dem verheirateten 55-Jährigen, der bei der Polizei ein unbeschriebenes Blatt ist, am Freitagabend auf die Schliche gekommen. Bereits in der vergangenen Woche hatten sich die Ermittler von Böblingen und Rüsselsheim mit den Kollegen der Kriminalpolizei Freudenstadt intensiv ausge-tauscht, Fallerkenntnisse besprochen, Datenbanken verknüpft und Strategien für die weitere Verfahrensweise bei den Ermittlungen festgelegt. Die intensive Zu-sammenarbeit hat sich als richtig herausgestellt. Denn im Zusammenhang mit dem Mordfall im Hölzertal sind von Zeugen Hinweise auf ein dunkles Fahrzeug abgegeben worden, das unmittelbar nach der Tat auf dem Ausweichparkplatz der L 1189 zwischen Magstadt und Stuttgart-Büsnau stand. Genau diese kristallisier-ten sich jetzt als äußerst wertvoll heraus. Nach dem Überfall am 6. Juni auf den 62-jährigen Geländewagenfahrer am Unteren Marktplatz in Freudenstadt hatten Beamte der Spurensicherung den Fluchtweg des Täters dokumentiert, indem sie unter anderem neben vielen geparkten Autos auch das Fahrzeug des Verdächti-gen fotografierten. Beim Abgleich der Fahrzeuge mit den Böblinger Zeugenaus-sagen und Fallerkenntnissen richtete sich das Augenmerk auf den schwarzen 7er BMW des Verdächtigen, der in einer Nebenstraße stand. Bei der Durchsuchung der Wohnung und des Fahrzeugs des Tatverdächtigen stie-ßen die Ermittler dabei auf wertvolle Beweismittel. Im Kofferraum des Autos fanden sie einen schwarzen Rucksack und eine Umhängetasche, in denen neben einer Sportschützenpistole auch die seit 14 Jahren nicht mehr hergestellte und deswegen relativ seltene Munition des Kalibers .32 Wadcutter mit der Hersteller-bezeichnung MRP aufbewahrt wurden. Der Verdächtige wurde daraufhin vorläufig festgenommen, erkennungsdienstlich behandelt und dabei eine DNA-Probe erhoben. Noch am Wochenende verglich das Landeskriminalamt die Probe mit den Spurentreffern von Freudenstadt und Magstadt. Dabei stellte die Untersuchungsstelle eine Übereinstimmung fest. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart beantragte daraufhin die Vorführung des Tatverdäch-tigen bei dem Haftrichter des Amtsgerichts Stuttgart. Dieser ordnete am Sonntag Untersuchungshaft an.

Für die Ermittler der Sonderkommissionen "Steingrund" bei der Kriminalpolizei in Rüsselsheim kann der DNA-Spurentreffer zwar nicht herangezogen werden, aber es besteht eine Übereinstimmung der verwendeten Munition. Sowohl beim Mord an dem 70-jährigen Hans Friedrich L. am 2. Juli auf dem Autobahnpark-platz an der A5 bei Mörfelden-Walldorf, als auch beim Mordfall an Heiko S. bei Magstadt war nach Auskunft eines Schusswaffensachverständigen dieselbe Schusswaffe verwendet worden. Am gestrigen Montag haben die hessischen Be-amten die in Esslingen sichergestellte Schweizer Pistole des Herstellers "Häm-merli" dem Schusswaffensachverständigen des Bundeskriminalamtes übergeben. Bei dem vorläufigen Untersuchungsergebnis wurde festgestellt, dass Überein-stimmungen in den Individualspuren der bei beiden Tatorten festgestellten Muni-tionsteilen vorliegen. Somit steht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich-keit fest, dass die sichergestellte Waffe auch die Tatwaffe ist. Ein endgültiges Behördengutachten steht allerdings noch aus.

Über den Verbleib der persönlichen Gegenstände des 70-Jährigen ist nach wie vor nichts bekannt. Bei der Durchsuchung der Wohnung und des Autos des Verdäch-tigen sind insbesondere die fehlenden Bekleidungsteile nicht aufgefunden wor-den.

Zum Motiv des Tatverdächtigen ist ebenfalls noch nichts bekannt. Der 55-Jährige schweigt zu den Tatvorwürfen. Insbesondere stellt sich für die Ermittler die Fra-ge, ob dieser einen Bezug zu homosexuellen Treffpunkten hat. Der Autobahn-parkplatz bei Mörfelden-Walldorf wie auch das Hölzertal sind als Treffpunkte für anonyme gleichgeschlechtliche Sexualkontakte bekannt.

Für die Kriminalpolizei der ermittelnden Dienststellen ist mit der Festnahme des Verdächtigen der Fall noch nicht abgeschlossen. Weitere aufgefundene Gegens-tände lassen den Schluss zu, dass der Mann möglicherweise noch für andere Straftaten in Frage kommt. Insbesondere werden von den Beamten eine sicherge-stellte Wollmaske, Handschuhe und ein Drohbrief als Indiz hierfür gewertet.

In einer Pressekonferenz am Dienstag stellten die Verantwortlichen der Polizei-dienststellen und der Staatsanwaltschaft Stuttgart den Ermittlungserfolg der Pres-se vor.

Frank Natterer (nat) - Uwe Vincon (vin) - Eckhard Salo (sal)

ots Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen
Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4969 

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Südhessen
Klappacher Straße 145
64285 Darmstadt
Karlheinz Treusch
Telefon: 06151 - 969 2010

Original-Content von: Polizeipräsidium Südhessen, übermittelt durch news aktuell

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