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14.12.2009 – 15:00

Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Landespolizeipräsident Norbert Nedela: Polizeipräsidium Südhessen erhält erneut "Goldene Lupe" / Auszeichnung für hervorragende Spurensicherung geht auch in diesem Jahr nach Darmstadt

POL-DA: Landespolizeipräsident Norbert Nedela:
Polizeipräsidium Südhessen erhält erneut "Goldene Lupe" /
Auszeichnung für hervorragende Spurensicherung geht auch in diesem Jahr nach Darmstadt
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    Darmstadt/Südhessen (ots)

Das Polizeipräsidium Südhessen wird wieder für die hervorragende Tatortarbeit und der Durchführung erkennungsdienstlicher Arbeiten mit der "Goldene Lupe" geehrt. Landespolizeipräsident Norbert Nedela und der Vizepräsident des Hessischen Landeskriminalamtes (HLKA) Roland Desch verleihen den Preis am 14. Dezember in Darmstadt. Die Tatortarbeit steht im Mittelpunkt der Ehrung mit der "Goldenen Lupe" und einer vom HLKA initiierten erkennungsdienstlichen Qualitätsoffensive. Sie fordert die Dienststellen dazu auf, erkennungsdienstliche Maßnahmen am Tatort zu intensivieren, denn eine qualifizierte daktyloskopische Spurensuche und -sicherung ist die Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Identifizierung eines Tatverdächtigen und damit zur Aufklärung einer Straftat. Die Vergabe resultiert aus Vergleichen und Bewertung mehrerer kriminaltechnischer Bereiche sowie den erkennungsdienstlichen Arbeiten hessischer Polizeidienststellen. "Die professionelle Spurensuche ist Voraussetzung für den forensischen Erfolg. In Anerkennung der besonderen Leistungen auf dem Gebiet der erkennungs-dienstlichen Arbeiten wird Ihnen die Goldene Lupe ein weiteres Mal überreicht, die nun wieder für ein Jahr im Polizeipräsidium Südhessen verbleibt", sagte Landespolizeipräsident Norbert Nedela heute bei der Übergabe des Preises, den Polizeipräsident Gosbert Dölger stellvertretend für alle Kolleginnen und Kollegen seines Präsidiums entgegen nahm.

    Nicht nur die Arbeit der Erkennungsdienstkommissariate des PP Südhessen wurde dabei gewürdigt, sondern auch und insbesondere die Tatortarbeit der Beamtinnen und Beamte der Polizeireviere, in den Polizeistationen und Kommissariaten, die täglich bei der Aufnahme von Strafanzeigen am Tatort Spurensuche und -sicherung betreiben.

      "Es geht nicht nur darum, uns selbst zu bestätigen und mit guten
Aufklärungs-ergebnissen aufzuwarten, sondern darum, Straftaten
aufzuklären, die Straftäter einer Verurteilung zuzuführen und zu
verhindern, dass diese weitere Straftaten begehen. So leisten wir
einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit für die Bürgerinnen und
Bürger nicht nur in Hessen", sagte der Landespolizeipräsident.

    Mehr als 24 Millionen EURO wurden in den Neubau der Kriminalwissenschaftlichen und -technischen Untersuchungsstelle im HLKA investiert und damit ein weiterer Schritt zur Qualitätssteigerung im Bereich der Spurensuche und Auswertung für hessische Polizei getan. Mit der Einstellung weitere Wissenschaftler und der Fertigstellung der DNA-Straße kann die hessische Polizei optimistisch in die kriminaltechnische Zukunft schauen. "Die Kriminalwissenschaftliche und - technische Untersuchungsstelle im HLKA zählt zu den modernsten Polizeilaboren Europas", sagte Norbert Nedela.

    Spuren überführen Serieneinbrecher - ein Beispiel für die erfolgreiche Arbeit des PP Südhessen Er war schon seit 1995 in vierundachtzig Fällen polizeilich in Erscheinung getreten, man musste annehmen, dass es sich um einen "alten erfahrenen Hasen" handelte. Und doch konnte dem jetzt 27-jährigen "Karl" durch umfassende Spurensicherungen an Tatorten eine Einbruchsserie mit achtzehn Einzeltaten zugeordnet werden. Bei sieben Einbruchdiebstählen aus Schulen, Kindergärten und sozialen Einrichtungen hatte Karl trotz größter Vorsicht seine Fingerspuren hinterlassen, die durch akribische Arbeit von Revierbeamten sowie Mitarbeitern der Ermittlungsgruppe Darmstadt City (EDC) und des ZK 41 (Erkennungsdienst) gesichert und ausgewertet wurden.

    Karl wurde im Jahre 2005 "gespeichelt", im Fachjargon der Polizei versteht man darunter den Mundhöhlenabstrich zur Erstellung eines DNA-Profils, der nach einer richterlichen Anordnung genommen werden kann. Anhand des von Karl erhobenen und in der DNA-Analysedatei (DAD) gespeicherten DNA-Profils konnten ihm zwei weitere Einbruchdiebstähle in öffentliche Einrichtungen der Stadt Darmstadt im April 2009 nachgewiesen werden.

    Diese Vielzahl von Möglichkeiten zeigt auf, dass selbst versierte Täter nicht "spurlos" arbeiten können und durch die fleißige Arbeit vieler Hände der Polizei zu überführen sind - wie Karl.

    An diesem Beispiel zeigt sich das vernetzte und erfolgreiche Zusammenwirken der Tatorte aufnehmenden hessischen Dienststellen, der Ermittlungseinheiten und der Erkennungsdienste.


ots Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen
Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4969

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Südhessen
Klappacher Straße 145
64285 Darmstadt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: (06151) 969 2400
Fax: (06151) 969 2405

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