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POL-KS: Landkreis Kassel - Fuldatal: Aufmerksame Post-Angestellte verhindert Betrug: Rechner eines Seniors von Virus befallen

Kassel (ots) - Ein 85-Jähriger, der in einer Senioreneinrichtung im Fuldataler Ortsteil Ihringshausen wohnt, ist am Wochenende Opfer eines Cybercrime-Angriffs geworden. Unbekannte bemächtigten sich seines Computers und gaben vor, gegen einen Geldbetrag, den von einem Virus befallenen Rechner zu befreien. Als der Senior in einer Postfiliale in einem Getränkemarkt in Ihringshausen knapp 500 Euro ins Ausland überweisen wollte, reagierte die dortige Angestellte goldrichtig. Ihre Vermutung, es könnte sich um eine Betrugsmasche handeln, rettete des Rentners Geld. Die gemeinsam verständigte Funkstreife des Polizeireviers Nord bestätigte schließlich den berechtigten Argwohn der Postbediensteten. Sie ließen sich für die weiteren Ermittlungen den PC des Seniors zeigen, fertigten Screenshots von der bereits installierten Schadsoftware und deinstallierten schließlich auf Bitten des Opfers die Programme.

Wie die mit den weiteren Ermittlungen betrauten Beamten des für Internetkriminalität zuständigen Zentralkommissariats 50 im Polizeipräsidiums Nordhessen berichten, ist noch unklar, wie sich die Schadsoftware auf dem Rechner des Seniors einnistete. Ein falscher Klick auf einen Link in einer Email, eine von Betrügern bereitgestellte Internet-Seite mit entsprechenden Falsch-Informationen, es gibt unterschiedliche Varianten der Täter. Wie der 85-Jährige später angab, erschien ein Hinweis auf seinem Bildschirm, der Rechner sei mit einem Virus infiziert und nur bedingt zu gebrauchen. Zudem erschien eine 0800-Servicenummer, die vermeintlich Abhilfe schaffen sollte. Der arglose Nutzer folgte vermutlich dem vermeintlichen Serviceangebot, wählte die Nummer und wurde dort angewiesen, der Installation des sogenannten Team-Viewers zuzustimmen. Nun hatten die Betrüger Zugriff auf den Rechner. Um ihn zu bereinigen, forderten die vorgeblichen Helfer eine Online-Banking-Überweisung. Nachdem diese offenbar fehlschlug, baten die Betrüger um eine Einmalzahlung in Höhe von 499 Euro per Überweisung. Da der 84-Jährige sich schnellstmöglich wieder virenfrei im Netz bewegen wollte, machte er sich auf den Weg zur Post, um das Geld auf das Konto einer britischen Firma zu überweisen. Der glücklichen Fügung, einer aufmerksamen Postangestellten gegenüber zu stehen, sei Dank, blieb der 84-Jährige vor einem finanziellen Schaden bewahrt.

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