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16.01.2019 – 15:44

Polizei Mettmann

POL-ME: Ermittlungen gegen den Ku-Klux-Klan ? - Kreis Mettmann - 1901070

POL-ME: Ermittlungen gegen den Ku-Klux-Klan ? - Kreis Mettmann - 1901070
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Mettmann (ots)

Wegen des benannten lokalen Bezugs in den Kreis Mettmann geben wir hiermit eine Pressemitteilung des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg (Original als PDF in Anlage) an unsere Medien im Kreis Mettmann weiter. Weitere Auskünfte dazu erteilen ausschließlich die in der Mitteilung aufgeführten Ansprechpartner:

"LKA-BW: Bundesweite Durchsuchungen bei mutmaßlichen Mitgliedern der Gruppierung "National Socialist Knights of the Ku-Klux-Klan Deutschland"

Gemeinsame Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft Stuttgart und Landeskriminalamt Baden-Württemberg:

   Heute Morgen durchsuchten unter der Leitung des Landeskriminalamts
Baden-Württemberg Einsatzkräfte zeitgleich zwölf Wohnobjekte in 
Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, 
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
   Die Durchsuchungen erfolgten im Auftrag der Staatsanwaltschaft 
Stuttgart - Abteilung Staatsschutz - und richten sich gegen 17 
Beschuldigte im Alter von 17 bis 59 Jahren. Diese stehen im Verdacht,
eine kriminelle Vereinigung mit dem Namen "National Socialist Knights
of the Ku-Klux-Klan Deutschland" gebildet zu haben. Die Mitglieder 
eint ihre rechte Gesinnung, die sich unter anderem in einer 
Glorifizierung des Nationalsozialismus äußert. Teile der Gruppierung 
zeigen zumindest verbale Gewaltbereitschaft, planen sich zu bewaffnen
und hegen Gewaltfantasien. Auf die Spur der mutmaßlichen Mitglieder 
der Vereinigung kamen die LKA-Ermittler durch die Auswertung von 
Chatprotokollen eines beschlagnahmten Mobiltelefons in einem 
vorangegangenen Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von 
Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. 

Die Ermittlungen des LKA Baden-Württemberg richten sich mittlerweile gegen rund 40 Beschuldigte aus dem gesamten Bundesgebiet. Nach der bisherigen Einschätzung konnten keine Hinweise auf Verbindungen zu anderen Ku-Klux-Klan-Gruppierungen erlangt werden, jedoch sympathisieren die mutmaßlichen Gruppenmitglieder mit nationalsozialistischem Gedankengut. Die Rekrutierung der Mitglieder erfolgt unter anderem über das Internet. Die Kommunikation fand hauptsächlich über Soziale Medien statt. Zur Finanzierung der Gruppierung werden monatliche Mitgliedsbeiträge erhoben.

Ziel der Durchsuchungsmaßnahmen war die Sicherstellung von Beweismitteln, wie Waffen, Munition und Unterlagen, die Hinweise auf die Struktur der Gruppierung geben können.

Am Einsatz waren bundesweit rund 200 Polizeibeamte der Polizeien der vorstehend genannten Bundesländer, darunter auch Spezialeinheiten und die Staatsanwaltschaft Stuttgart beteiligt.

Bei der Aktion stellten die Ermittler insgesamt über 100 Waffen sicher. Darunter in großer Menge verbotene Waffen. Sichergestellt wurden mehrere Schreckschusswaffen mit Munition, Luftdruckwaffen, eine Vielzahl von Schwertern und Macheten, Faust- und Butterflymessern, Wurfsterne und Teleskopschlagstöcke. Außerdem wurden Urkunden, Mitglieder- und Beitragslisten, T-Shirts und Symbole der Gruppierung "National Socialist Knights of the Ku-Klux-Klan Deutschland", elektronische Speichermedien, Computer sowie Mobiltelefone, vorgefunden. Die sichergestellten Unterlagen müssen nun ausgewertet werden.

Zusatz für die Redaktionen: Die Durchsuchungsobjekte befanden sich in folgenden Bundesländern, Stadt und Landkreisen:

Baden-Württemberg

   -	Landkreis Rastatt (zwei Objekte) 
   -	Rems-Murr-Kreis (ein Objekt) 

Bremen (ein Objekt)

Hamburg (ein Objekt)

Niedersachsen (ein Objekt)

   -	Landkreis Holzminden 

Nordrhein-Westfalen

   -	Kreis Mettmann (ein Objekt) 
   -	Oberbergischer Kreis (ein Objekt) 

Rheinland-Pfalz (ein Objekt)

   -	Landkreis Mayen-Koblenz 

Sachsen-Anhalt

   -	Salzlandkreis (zwei Objekte) 

Thüringen (ein Objekt)

   -	Landkreis Weimarer Land 

Presseauskünfte:

   -- Staatsanwaltschaft Stuttgart -- 

Herr Römhild

Tel. 0711 921 4400

   -- Landeskriminalamt Baden-Württemberg -- 

Pressestelle, Herr Heffner

Tel. 0711 5401 3212

Anlage: Exemplarisches Bild der sichergestellten Gegenstände"

Rückfragen von Medienvertretern/Journalisten bitte an:

Presseauskünfte:

-- Staatsanwaltschaft Stuttgart --
Herr Römhild
Tel. 0711 921 4400


-- Landeskriminalamt Baden-Württemberg --
Pressestelle, Herr Heffner
Tel. 0711 5401 3212

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