Polizei Mettmann

POL-ME: Taschendiebe besuchen gerne den Wochenmarkt ! - Velbert - 1407104

Symbolbild: Die Polizei warnt kreisweit vor dem Auftreten von Taschendieben
Symbolbild: Die Polizei warnt kreisweit vor dem Auftreten von Taschendieben

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Mettmann (ots) - Jeden Donnerstag findet im Velberter Ortsteil Neviges der wöchentliche Wochenmarkt im oberen Teil der Fußgängerzone Elberfelder Straße statt. Dabei ist der von reisenden Händlern aus der Region und von vielen Kunden aus Neviges und Umgebung gern besuchte Ort nicht nur Verkaufsplatz, sondern auch als sozialer Treffpunkt der Bevölkerung sehr beliebt. Beliebt aber offensichtlich auch bei solchen Menschen, die nichts freundliches und gutes im Sinn haben. Taschendiebe haben das wöchentliche Markttreiben als gute Gelegenheit erkannt, ihrem "fingerfertigen Geschäft" nachzugehen. So wurden der Polizei allein am heutigen Donnerstag wieder einmal gleich drei vollendete Delikte angezeigt, bei denen Geldbörsen mit Ausweisen, Papieren, Kreditkarten und Bargeld im Gesamtwert von mindestens 600,- Euro verschwanden. Bestohlen wurden in allen Fällen lebensältere Opfer im Alter von 64, 73 und 89 Jahren. Die zwei Damen aus Wuppertal und Wülfrath sowie ein Geschädigter aus Neviges bemerkten die Taten immer erst, wenn sie an einem Verkaufsstand bezahlen oder bei der örtlichen Sparkasse ihre Bankgeschäfte erledigen wollten. Der eigentliche Diebstahl wurde in keinem Fall sofort bemerkt und somit fehlen auch konkrete Hinweise auf den bzw. die Taschendiebe oder Tatverdächtige.

In allen Fällen wurden Anzeigen erstattet, Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zur Klärung der Straftaten und Ermittlung der Täter hoffen die Sachbearbeiter der zuständigen Kriminalpolizei auf sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung, welche die Polizei in Velbert, Telefon 02051 / 946-6110, jederzeit entgegen nimmt.

Gleichzeitig warnt die Polizei im Kreis Mettmann ausdrücklich vor Taschendieben, die leider auf nahezu allen Wochenmärkten und an vergleichbaren Orten ihr Unwesen treiben. Taschendiebe suchen, schaffen und finden dabei günstige Gelegenheiten. Sie arbeiten häufig arbeitsteilig zu zweit oder zu dritt. Der Erste lenkt ab, indem er das Opfer anrempelt oder nach dem Weg oder der Uhrzeit fragt. Der zweite Täter bestielt das Opfer unbemerkt und gibt die Beute an einen Dritten weiter, der sich rasch entfernt. Selbst wenn das Opfer den Diebstahl bemerkt, ist der dritte Täter mit der Beute meist längst über alle Berge.

Der Einfallsreichtum der Diebe kennt kaum Grenzen, wenn es darum geht, fremde Geldbörsen schnell und unbemerkt verschwinden zu lassen. Ein Klassiker ist beispielsweise das vermeintlich unbeabsichtigte Anrempeln im Gedränge. Flinke Finger der Straftäter finden dabei ihren Weg in Mantel-, Jacken- und Hosentaschen oder in mitgeführte Hand- und Einkaufstaschen. Geldbörsen in offenen Einkaufskörben sind dabei quasi eine Einladung für die Straftäter.

Eine andere einschlägig bekannte Masche: Man beschmutzt vorgeblich "versehentlich" die Kleidung seines Opfers mit Speisen oder Getränken, ist dann beim Reinigen sofort "behilflich" und staubt dabei gleichzeitig das Portemonnaie des Opfers ab.

Im Gedränge vor Verkaufsständen und Kassen ist vor allem das Drängeln eine gängige Methode. Der Dieb drängelt sich so lange an Taschen- oder Rucksackbesitzer heran, bis diese sich abwenden und beim Wegdrehen Tasche oder Rucksack zum Zugriff "anbieten".

Die Augen offen halten sollte auch, wer von scheinbar besonders hilflosen Passanten und Kunden nach dem Standort bestimmter Stände und Geschäfte gefragt oder besonders interessiert zu besonderen Warenangeboten befragt und dabei bedrängt wird ! Während das Opfer bereitwillig Auskunft gibt, angelt ein Langfinger die Geldbörse aus der Einkaufstasche oder dem Einkaufskorb. Gerade ältere Frauen werden hier gerne Opfer ihrer gut gemeinten Auskunfts- und Hilfsbereitschaft.

Taschendiebe sind in der Regel nur schwer zu erkennen. Häufig sind es sogar Kinder, oft auch ältere Frauen, die zusammen mit jungen Mädchen im Team, diesem kriminellen Gewerbe nachgehen.

Die Vorbeugungsexperten der Kriminalpolizei geben nachfolgende Hinweise und Tipps gegen den Taschendiebstahl, denn durch richtiges Verhalten kann jedermann das Risiko deutlich verringern, Opfer solcher gemeinen Gauner zu werden:

   -	Führen Sie an Bargeld, EC- und Kreditkarten nur das Notwendigste
mit sich. Tragen sie solche Dinge möglichst dicht am Körper und 
verteilt - beispielsweise in Gürteltaschen, Brustbeuteln oder 
verschlossenen Innentaschen der Kleidung. 
   -	So genannte Bankomatkarten (EC- oder Kreditkarten) immer 
getrennt vom Code / PIN aufbewahren. 
   -	Brieftaschen und Geldbörsen beim Einkauf niemals in 
Einkaufstaschen, -körben oder -wagen ablegen. 
   -	Halten Sie Handtaschen stets geschlossen und lassen Sie diese 
nie unbeaufsichtigt. 
   -	Rucksäcke, die auf dem Rücken getragen werden, sollten kein Geld
oder Wertgegenstände enthalten, denn dort sind sie eine leichte 
Beute. 
   -	Lassen sie wertvolle Sachen und unwiederbringliche 
Erinnerungsstücke, beispielsweise ältere Fotos oder Schmuckstücke, 
lieber gleich zu Hause. 
   -	Besonders dichte Menschenmengen sollten Sie nach Möglichkeit 
meiden. Achten Sie bei Gedränge und in unübersichtlichen Situationen 
ganz bewusst und noch stärker auf Ihre Wertsachen. 
   -	Hantieren Sie in der Öffentlichkeit nicht mit größeren 
Geldmengen. 
   -	Werden Sie bestohlen, dann bringen Sie sich bitte nicht mit 
massiver Gegenwehr in weitere Gefahren - suchen sie bei anderen 
Passanten Unterstützung, Schutz und Hilfe, indem Sie diese ansprechen
oder laut um Hilfe rufen. 
   -	Alarmieren Sie sofort die nächste Polizei. Erstatten Sie 
Anzeige, bei der Sie den oder die Täter, Fluchtrichtung und -mittel 
(Fahrzeuge / Kennzeichen) möglichst genau beschreiben. 
   -	Sperren sie unverzüglich entwendete EC- und Kreditkarten 
(zentraler Sperrnotruf: 116 116) bei ihrem Geldinstitut. 

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie beim: Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz Telefon 02104 / 982-7500

Hinweise an die Medien: Polizeiliches Bildmaterial und weiteres Informationsmaterial zu dieser Mitteilung befindet sich in der Digitalen Pressemappe der KPB Mettmann, unter nachfolgend genannter Internetanschrift (Link), zum Download bereit und zur Veröffentlichung frei.

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Mettmann
- Polizeipressestelle -
Adalbert-Bach-Platz 1
40822 Mettmann

Telefon: 02104 / 982-1010
Fax: 02104 / 982-1028

E-Mail: pressestelle.mettmann@polizei.nrw.de
http://www.polizei.nrw.de/mettmann

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