Polizei Mettmann

POL-ME: Vorsicht vor jugendlichen Trickdieben mit Klemmbrett - Kreis Mettmann
Velbert - 1402050

POL-ME: Vorsicht vor jugendlichen Trickdieben mit Klemmbrett - Kreis Mettmann / Velbert - 1402050
Symbolbild: Polizei warnt kreisweit vor dieser Masche

Mettmann (ots) - Mit einer inzwischen schon mehrfach beobachteten Masche des Trickbetrugs fielen am Dienstagmorgen des 11.02.2014 zwei jugendliche Täterinnen in der Fußgängerzone und am S-Bahnhof im Velberter Ortsteil Neviges auf. Ähnliche Vorfälle gab es in den vergangenen Wochen auch schon in anderen Stadtteilen von Velbert. Polizeilich ist bekannt, dass aus dem Ruhrgebiet anreisende Täterinnen und Täter in vielen Städten ihre Opfer suchen. Deshalb warnt die Kreispolizeibehörde Mettmann an dieser Stelle kreisweit vor den "Trickdiebischen Spendensammlern mit Klemmbrett":

Als gehörlos getarnt, bitten meist jugendliche Täter und Täterinnen vorwiegend ältere Passanten auf öffentlichen Straßen und Plätzen um Geldspenden. Ein mitgeführtes Klemmbrett spielt dann oft eine mehrfach wichtige Rolle. Mit einem selbst erstellten Formular auf dem Klemmbrett bitten die Straftäter um Spenden für Gehörlose. Auf dem nur schwer lesbaren Formular sind meist schon einige handgeschriebene Namen mit 10- und 20-Euro-Spenden vermerkt. Insbesondere ältere Menschen neigen dann oft aus Mitleid dazu, dem vermeintlich guten Beispiel zu folgen und ebenfalls einige Euros zu spenden. Die Polizei hat große Zweifel, dass diese Spenden jemals dem vorgegebenen Zweck zugeführt werden. Doch nicht nur eine gezahlte Spende verschwindet in den Taschen der betrügerischen Jugendlichen. Häufig nutzen die jungen Täter die Gelegenheit, wenn Spender ihre Portemonnaies zücken, um im Schutze des Klemmbretts unbemerkt weiteren Profit zu machen. Beute kann dann das Bargeld aus dem Scheinfach der geöffneten Geldbörse sein, aber auch die komplette Geldbörse selbst, das Handy oder andere schnell greifbaren Wertgegenstände aus Hand- oder Jackentaschen der Opfer. Denn mit dem Klemmbrett werden die Opfer gleich in zweierlei Hinsicht abgelenkt: Beim Lesen kleingedruckter Texte darauf und durch die eingeschränkte Sicht mit dem Klemmbrett vor den Augen ! Nicht selten geschieht der Diebstahl aber auch erst dann, wenn sich die jungen Spendensammler vermeintlich überschwänglich für Spenden oder auch nur für die gezeigte Aufmerksamkeit bedanken und den Angesprochenen deshalb umarmen.

Ein 60-jähriger Nevigeser erkannte am Dienstagmorgen die Gefahr gegen 11.20 Uhr gerade noch rechtzeitig, als er auf dem Parkplatz Auf der Beek, vor dem Nevigeser S-Bahnhof von zwei 15- bis 18-jährigen Mädchen angesprochen wurde. Als die südosteuropäisch wirkenden Täterinnen in die schon geöffnete Geldbörse des Mannes griffen, machte dieser einen schnellen Schritt zurück und konnte damit einen Diebstahl gerade noch rechtzeitig verhindern. Während der erboste Mann dann seine bereits gespendeten zwei Euro zurückverlangte, flüchteten die beiden Straftäterinnen zum Bahnsteig des nahen Bahnhofes. Weil der 60-jährige Nevigeser dann von mehreren, namentlich leider unbekannten Zeugen erfuhr, dass die zwei Mädchen zuvor schon einer Frau mit Rollator, in der Nevigeser Fußgängerzone Geld entwendet haben sollen, wurde mit zeitlicher Verzögerung die örtliche Polizei benachrichtigt. Deren intensive Fahndung nach den zwei flüchtigen jungen Frauen verlief leider ohne einen schnellen Erfolg.

Die flüchtigen Jugendlichen wurden wie folgt beschrieben:

   -	südosteuropäisch wirkende Mädchen, 
   -	zwischen 15 und 18 Jahre jung, 
   -	ca. 160 cm groß, 
   -	eine hatte lange schwarze Haare am Hinterkopf zum Dutt gesteckt 
und war bekleidet mit blauer Jeanshose und einer schwarz-gelben 
Jacke, 
   -	andere trug ihre schulterlangen, dunkelbraunen Haare offen und 
war mit einer schwarzen Leggingshose und einem anthrazitfarbenen 
Anorak bekleidet. 

Bisher liegen der Velberter Polizei noch keine konkreten Hinweise zu Herkunft, Identität und Verbleib der zwei Mädchen vor. Sachdienliche Hinweise dazu nimmt die Polizei in Velbert, Telefon 02051 / 946-6110, jederzeit entgegen.

Aus gegebenem Anlass warnt die Polizei an dieser Stelle kreisweit vor der beschriebenen Masche. Sie empfiehlt:

   -	Werden Sie in der beschriebenen Art und Weise bedrängt, sollten 
Sie erst nach hinten oder zur Seite ausweichen, um eine Distanz zu 
dem mutmaßlichen Täter zu schaffen. 
   -	Diese Distanz kann noch unterstützt werden, indem man den Tätern
einen ausgestreckten Arm entgegen hält und laut ruft, dass man seine 
Ruhe haben will. 
   -	Außerdem ist es oft sehr hilfreich, andere Passanten auf die 
Situation aufmerksam zu machen und um Unterstützung zu bitten. 
   -	Wenn Sie verdächtige Personen sehen, die mit Klemmbrettern 
Spenden sammeln, scheuen Sie sich nicht, sofort ihre örtliche Polizei
über "110" zu verständigen - am schnellsten und dennoch kostenfrei 
geht das mit dem Handy ! 

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Mettmann
- Polizeipressestelle -
Adalbert-Bach-Platz 1
40822 Mettmann

Telefon: 02104 / 982-1010
Fax: 02104 / 982-1028

E-Mail: pressestelle.mettmann@polizei.nrw.de
http://www.polizei.nrw.de/mettmann

Original-Content von: Polizei Mettmann, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Polizei Mettmann

Das könnte Sie auch interessieren: