Polizeidirektion Lübeck

POL-HL: HL-St. Gertrud / Durch Widerstand drei Polizeibeamte verletzt

Lübeck (ots) - Am Donnerstag, 09. Januar 2014, beschäftigte ein offenbar gewalttätiger Lübecker die Polizei am Vormittag. Wegen Körperverletzung, Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Widerstand gegen Polizeibeamte muss er sich nun verantworten.

Gegen 07.15 Uhr kletterte der Mann offenbar auf einen Tannenbaum, der sich vor einem Mietshaus in der Lübecker Kottwitzstraße befindet, um auf den Balkon im 1. Obergeschoss zu gelangen. Der Balkon gehört zu der Wohnung, die derzeit seine Ex-Freundin bewohnt. Dort angekommen, trat der 23-Jährige gegen die Verglasung der Balkontür. Die Doppelverglasung ging dadurch komplett zu Bruch und der Mann fand somit Zugang zu dieser Wohnung. Darin traf er seine 25-jährige Ex-Freundin und schlug ihr nach ersten Erkenntnissen ohne Vorwarnung mehrmals mit der flachen Hand ins Gesicht, wodurch ihre Brille zu Bruch ging und sie dadurch leichte blutige Gesichtsverletzungen erlitt. Eine ärztliche Behandlung war wohl nicht erforderlich. Mit in der Wohnung befand sich ein Bekannter der Mieterin. Diesem schlug der Eindringling ersten Informationen zufolge mit einer Flasche auf den Kopf, woraufhin der Bekannte sofort aus der Wohnung floh (Verletzungen unbekannt). Bevor der Tatverdächtige die Wohnung wieder verließ, soll er noch zwei Handys aus dem Schlafzimmer im Wert von etwa 160,- Euro gestohlen haben. Danach floh er über den Balkon und die Tanne auf die Straße.

Die Polizei war verständigt und fahndete nach der männlichen Person. Noch in der Kottwitzstraße wurde der Tatverdächtige von einer Streifenwagenbesatzung ausgemacht. Als er die Polizei sah, floh er über einen Hinterhof und sprang dort über einen Maschendrahtzaun. Am Zaun wurde er von einem Polizeibeamten eingeholt und an der Jacke festgehalten. In einem kurzen Gespräch mit der Polizei gab der 23-Jährige kurz an, wer er ist und gab auch zu, dass er seine Ex-Freundin verletzt und die Balkontür beschädigt hatte. Dann plötzlich riss er sich los und entwischte aus den Jackenärmeln, um seine Flucht fortzusetzen. Außerdem drückte er dem 24-jährigen Polizisten den zwischen ihnen befindlichen scharfkantigen Maschendrahtzaun in dessen Gesicht. Danach lief er weg und tauchte plötzlich wieder nahe dem Tatort in der Kottwitzstraße auf. Polizeibeamte vor Ort befragten gerade Zeugen, als sie ihn wahrnahmen. Als sie auf ihn zugingen, floh der Mann erneut. Er rannte durch die Loignystraße und im Anschluss über die zu der Zeit stark frequentierte Fahrbahn der Marlistraße. Hier zeigten sich Autofahrer erschrocken und erbost zugleich, was durch Bremsen und Hupen zu erkennen war. Schließlich war es auch eine sehr gefährliche Situation, die zum Glück glimpflich abgelaufen ist. Auch die Polizeibeamten folgten ihm auf dieser Strecke. Im Drägerpark stellten sie den Tatverdächtigen dann, nachdem dieser auf dem rutschigen Boden hingefallen war. Hier widersetzte sich der Mann massiv, indem er beiden Polizeibeamten mit seinem Knie in die Seite trat. Außerdem versuchte er Kopfstöße in Richtung der Beamten und schlug mehrfach auf sie ein. Die Polizisten hatten Mühe den Mann zur Ruhe zu bekommen. Auch eingesetztes Pfefferspray half nicht. Letztlich konnten dem Tatverdächtigen Handfesseln angelegt werden und der Widerstand war gebrochen.

Der Mann wurde in das Polizeigewahrsam gebracht, wo ihm Blutproben entnommen wurden, da er alkoholisiert war (vorläufiger Atemalkoholwert: 1,6 Promille) und auch nicht auszuschließen war, dass er Drogen konsumiert hatte.

Drei Polizisten wurden bei den Widerständen verletzt, blieben aber dienstfähig.

Auf seiner Flucht hatte der Lübecker noch einige Sachen beschädigt. Sachschadenshöhen sind derzeit nicht bekannt.

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