Polizei Marburg-Biedenkopf

POL-MR: Fahrrad oder Pedelec - Termine zur Codierung Polizei setzt sich Sicherheit für Fahrer und Fahrzeug ein;

Polizeibeamter codiert Fahrrad

Marburg-Biedenkopf (ots) - Fahrrad oder Pedelec - Termine zur Codierung Polizei setzt sich Sicherheit für Fahrer und Fahrzeug ein

Landkreis - Fahrrad- oder Pedelecfahrer gehören schon wegen der fehlenden Knautschzone von jeher zu der Gruppe der "schwächeren" Verkehrsteilnehmer. Neben dieser fehlenden passiven Sicherheit des Zweirades verzichten viele Radfahrer zudem auch freiwillig auf die gesetzlich nicht vorgeschriebene Schutzkleidung, insbesondere auf den einen Schutz bietenden Fahrradhelm. Für ungeschützte Radler besteht bei Verkehrsunfällen in der Regel eine deutlich höhere Gefahr, schwere Verletzungen davon zu tragen. Untersuchungen belegen, dass die beteiligten Radfahrer in den Jahren 2013 und 2014 in Mittelhessen 46 Prozent "ihrer" Unfälle selbst verursachten. Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Radfahrern steigt an, die Ursachen sind vielfältig, aber leider in vielen Fällen auch auf eine mangelnde Regelakzeptanz zurückzuführen. Nach einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen zum Unfallrisiko und zur Regelakzeptanz von Fahrradfahrern ist für rund 60% der Radfahrer

   - das Befahren des Radweges in Gegenrichtung,
   - das Befahren eines Gehweges und
   - das Befahren einer nicht freigegebenen Einbahnstraße in 
     Gegenrichtung 

eine "übliche" Verhaltensweise. Nachdenklich stimmt, dass rund 45% der befragten Fahrradfahrer angaben, "mal" das Rotlicht missachtet zu haben! In Mittelhessen gab es 2013 insgesamt 481, ein Jahr später bereits 545 Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Fahrrädern bzw. Pedelecs. 2014 starb ein Radfahrer, 102 erlitten schwere und 372 leichte Verletzungen. Es gilt also, die Sicherheit der Radfahrer zu erhöhen, die Unfälle unter Beteiligung von Radfahrern zu reduzieren, die schweren Folgen für die Radfahrer zu minimieren und damit insgesamt die Verkehrssicherheit zu steigern.

Nicht nur die Sicherheit des Fahrers ist ein Anliegen der Polizei, sondern auch die Sicherheit des Fahrzeugs zum Schutz des Eigentums. Fahrräder und Pedelecs gehören immer wieder zu den Objekten begehrlicher Diebe. Kaum beginnt die Saison, schlagen die Dieb auch schon zu. Im Polizeipräsidium Mittelhessen gab es im Jahr 2014 1461 angezeigte Fahrraddiebstähle. Das waren 110 mehr als im Jahr zuvor. Auch bundesweit stiegen die Zahlen von 12.013 auf 12896. "Wer sein abgestelltes Fahrrad vor Dieben schützen will, sollte es immer abschließen und zwar mit einem guten Schloss. Am besten eignen sich massive Stahlketten, Bügel-, oder Panzerkabelschlösser", erklärt Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes erst kürzlich. (siehe Presseinfo der ProPk und des HLKA vom 05. Mai). Wichtig sei es auch, das Fahrrad an einem festen Gegenstand anzuschließen, zum Beispiel einem Fahrradständer. Eine individuelle Kennzeichnung lässt eine zweifelsfreie Zuordnung eines Rades zu und schreckt deswegen potentielle Diebe ab. Weiterführende Informationen zum Schutz vor Fahrraddieben stehen im Internet unter http://www.polizei.hessen.de oder http://www.facebook.com/PolizeiHessen .

Die Polizei Mittelhessen wird während der gesamten Fahrradsaison von April bis Oktober u.a. wiederkehrende Verkehrskontrollen mit präventivem und repressivem Charakter durchführen, kontinuierlich uniformierte und zivile Fahrradstreifen einsetzen, und öffentlichkeitswirksame Präventionsveranstaltungen anbieten.

Im April fielen bei ersten Fahrradkontrollen fast 25 Prozent auf, wenn auch "nur" mit nicht gravierenden Verstößen. Zudem gab es im April eine schon lange im Vorfeld ausgebuchte Codieraktion bei der Polizeistation Marburg. Von 09 bis 16 Uhr nutzten Radler im Viertelstundentakt die Chance, ihr Vehikel codieren zu lassen und es damit sicherer zu machen. Die Polizei schaute sich dabei natürlich auch die Verkehrssicherheit der Räder und die Güteklasse vorhandener Schlösser an.

Für die nächsten Codieraktionen am 21. Mai und 25. Juni sind noch Plätze frei. Die dringend notwendige Anmeldung erfolgt unter der Rufnummer 06421/406-221. Für die Codierung selbst, sind die Vorlage eines gültigen Personalausweises oder eines anderen gültigen Ausweisdokumentes, sowie ein Eigentumsnachweis für das Fahrrad notwendig.

Martin Ahlich

ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelhessen

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