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23.08.2017 – 14:48

Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle Wetterau

POL-FB: Es gab einiges zu schimpfen - Gederner Grundschüler kontrollierten mit der Polizei im Rahmen der Aktion "Blitz für Kids"

POL-FB: Es gab einiges zu schimpfen - Gederner Grundschüler kontrollierten mit der Polizei im Rahmen der Aktion "Blitz für Kids"
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FriedbergFriedberg (ots)

"Schule beginnt" - unter diesem Motto stehen dieser Tage diverse Aktionen und Kontrollen, die die Polizei in Mittelhessen durchführt. Geschwindigkeits- und Fahrradkontrollen auf Schulwegen, Präventionsarbeit an Schulen und die bekannteste Aktion "Blitz für Kids" gehören dazu.

Am heutigen Mittwochmorgen konnten die Schülerinnen und Schüler der Erlenbachschule in Gedern einmal in die Rolle der Lehrer und Polizisten schlüpfen. Zum Thema richtiges Verhalten im Straßenverkehr hatten sie den "Großen", die eigentlich ihre Vorbilder sein sollten, nämlich einiges zu sagen.

Eine Menge Fahrzeugverkehr wälzt sich vor Schulbeginn und nach Schulende durch die Straßen entlang der Grundschule, die in unmittelbarer Nähe zu einer Gesamtschule und einem Kindergarten liegt. Dies sollte eigentlich Grund genug für die Autofahrer sein sich an die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h zu halten und damit einen Beitrag zur Sicherheit der Schulkinder zu leisten.

Doch die Kinder hatten heute einiges zu schimpfen. Die Mehrzahl der von den Beamten des Regionalen Verkehrsdienstes und der Polizeistation Büdingen gemessenen Autofahrern war zu schnell unterwegs. Vor Schulbeginn waren es in einer Dreiviertelstunde 67 Autofahrer, bei denen die gefahrene Geschwindigkeit gemessen wurde - 37 von ihnen waren zu schnell. Nach Schulende hatte sich die Aktion vielleicht schon herumgesprochen - und trotz allem hatten von 62 Fahrzeugführern noch 31 eine zu hohe Geschwindigkeit drauf.

Gravierende Geschwindigkeitsverstöße konnten hierbei nicht festgestellt werden. Doch der Spitzenreiter mit gemessenen 46 km/ h hätte bei einer abgezogenen Toleranz von 3 km/h bei einer richtigen Polizeikontrolle nicht nur 15 Euro Verwarnungsgeld zahlen müssen, sondern hätte im Ernstfall auch Schwierigkeiten bekommen vor einem plötzlich die Straße querenden Kind sein Auto zum Stehen zu bringen.

Elterntaxis, Lehrer einer benachbarten Schule, Anwohner und Lieferanten befanden sich unter den Kontrollierten. Nicht nur zu schnell waren einige, auch die Notwendigkeit des Gurtes schien manchem Fahrzeuginsassen nicht mehr allzu gut im Gedächtnis zu sein.

"Heute gab es keine Verwarnungsgelder für die Verstöße. Stattdessen wurden gelbe Karte an alle verteilt die noch nicht alles richtig gemacht haben. Mit grünen Karten haben die Kinder die Autofahrer gelobt, die sich an die Vorschriften hielten und sie damit ermutigt so weiterzumachen. Die Karte dient dabei als Gedankenstütze für die nächsten Fahrten. Die Ansprache der Kinder aber ist erfahrungsgemäß dass, was die Autofahrer emotional trifft - das wirkt nachhaltig", erklärte Jürgen Sill vom Verkehrsdienst Wetterau als Leiter der heutigen Aktion. "Wir hatten eine Autofahrerin dabei, die im letzten Jahr eine gelbe Karte erhalten hatte. Heute konnte sie - nicht ganz ohne Stolz - eine grüne Karte und ein Lob der Schüler entgegennehmen."

Nicht nur die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen, die heute gemeinsam mit den Polizisten die Karten übergeben durften begleiteten interessiert die Aktion, auch die anderen Schüler, Anwohner und Manfred Hirth vom ADAC zeigten sich begeistert von der Kontrolle.

Den Grundschülern hat der Rollenwechsel nicht nur eine Menge Spaß gemacht, sondern ihnen auch einiges an Wissen vermittelt, mit welchem sie sicher in den nächsten Tagen auch ihre Eltern an die Einhaltung der Verkehrsregeln erinnern werden. Für heute ist die Aktion in Gedern damit beendet - aber eine Fortsetzung nicht nur versprochen, sondern garantiert! Die Rektorin der Erlenbachschule, Frau Weber, unterstützt mit großem Engagement die Maßnahmen der Polizei und hat die Beamten bereits für weitere gemeinsame Kontrollen eingeladen.

"Halten Sie sich an die Verkehrsvorschriften und schützen Sie sich und alle anderen Verkehrsteilnehmer - vor allem die Jüngsten!" - Das ist die Botschaft aller an der Aktion beteiligten.

Sylvia Frech, Pressesprecherin

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