Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle Wetterau

POL-FB: Spannend und vielfältig - Der Polizeiberuf - Nur mit Ihnen erfolgreich

Symbolbild
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Friedberg (ots) - "So vielfältig wie das Leben - so vielfältig ist auch der Beruf einer Polizistin / eines Polizisten. Dabei lässt die Vielfalt unserer Aufgaben oft den Schluss zu, dass wir eigentlich noch viel mehr sind als Polizisten. Denn neben der klassischen Aufnahme und Ermittlung von Straftaten sind wir irgendwie auch Psychologen, Sozialarbeiter, Versicherungsvertreter, Tierpfleger, Erzieher, Straßenreiniger, Ärzte, Feuerwehrleute, Betreuer, Seelsorger und vieles mehr.

Eine Aufzählung dessen, was unser Arbeitsalltag so alles beinhaltet ist kaum möglich. Hier vielleicht mal ein kleiner Überblick: Randalierer beruhigen, Häusliche Gewalt schlichten, Alarmeingänge überprüfen, Beleidigungen aufnehmen, Parkrempler dokumentieren, entlaufene Tiere einfangen, Ruhestörungen beenden, Suizidversuche verhindern, Körperverletzungen veranzeigen, Einbrecher festnehmen, Gefahren für hilflose Personen abwenden, betrunkene Fahrzeugführer aus dem Verkehr ziehen, Fundsachen zuordnen, ausgebüchste Tiere einfangen, aufgefundene Betäubungsmitteln sicherstellen, Haftbefehle vollstrecken, Veranstaltungen bewachen, Verlustanzeigen aufnehmen, verdächtigen Wahrnehmungen nachgehen, Rauchentwicklungen ergründen, gefährdete Personen einweisen... und .... und ... und

Polizistinnen und Polizisten können jedoch ihre Arbeit nur so gut verrichten, weil es durch das Teamwork mit anderen Einsatz- und Rettungskräften und vor allem durch Sie, die Bürgerinnen und Bürger, möglich ist. Auf Ihre Hinweise, Mitteilungen und Zeugenaussagen sind wir bei unserer Arbeit angewiesen. Durch Sie werden wir auf Straftaten aufmerksam, können Täter festnehmen und Mitbürgerinnen und Mitbürger vor Gefahren schützen. Dafür ein großes DANKESCHÖN an dieser Stelle.

Auch am Wochenende war wieder einiges los, auf das wir durch Sie aufmerksam wurden oder zu dem wir noch Ihre Hilfe für die weitere Ermittlungsarbeit benötigen. Bleiben Sie weiterhin wachsam und teilen Sie uns Ihre Wahrnehmungen mit. Seien Sie sich gewissen: Selbst wenn wir dies durch Zeitdruck und Arbeitsfülle nicht immer direkt zum Ausdruck bringen können: Nur mit Ihnen gemeinsam ist unsere Arbeit erfolgreich."

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Freund und Helfer

Oft sind es die kleinen Dinge im polizeilichen Alltag, die den Beruf so schön machen. Hilfeleistungen beispielweise, die manchmal ungewöhnlich und kurios, vor allem aber mit vielen Emotionen verbunden sind.

Florstadt: Hilflos auf einem Feldweg zwischen Staden und Stammheim liegend fand ein Passant in der Nacht zum Samstag, gegen 02.10 Uhr, einen Mann vor und informierte die Polizei. Diese brachte den stark betrunkenen jungen Mann, der seinen Weg nicht mehr alleine fortzusetzen konnte, nach Hause und damit in Sicherheit.

Karben: Eine Frau auf der Fahrbahn der Bundesstraße bei Okarben meldeten mehrere Verkehrsteilnehmer am Samstagabend, gegen 19 Uhr, der Polizei. Beherzt versuchten Passanten die Seniorin festzuhalten, damit sie sich auf der Fahrbahn nicht selbst in Gefahr brachte. Die Dame sah dies jedoch nicht als Hilfeleistung, sondern eher als Freiheitsberaubung. Daher schrie sie laut und versuchte sich immer wieder loszureißen. Die hinzugezogenen Beamten der Polizeistation Bad Vilbel konnten schließlich die Situation beruhigen und aufklären. Die Seniorin wollte eine Erledigung tätigen und einen Brief einwerfen. Dabei nutzte sie von ihrer Wohnanschrift aus leider den kürzesten Weg und lief dabei mit ihrem Rollator quer über die Fahrbahn der Bundesstraße. Die Polizisten nahmen die Frau an Bord des Streifenwagens, warfen mit ihr gemeinsam den Brief an der gewünschten Adresse ein und brachten sie anschließend wohlbehalten nach Hause.

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Die Suche nach Vermissten

Zum Alltag der polizeilichen Tätigkeit gehört auch die Suche nach vermissten Personen. Ob aus jugendlicher Abenteuerlust heraus, bedingt durch eine Krankheit, mit Suizidgedanken, aufgrund eines Unglücksfalls oder infolge eines Verbrechens - Wird eine Gefahr für den Vermissten angenommen oder handelt es sich um eine minderjährige Person, so laufen bei der Polizei umfangreiche Maßnahmen an, um die vermisst gemeldete Person aufzufinden. Dabei kommen neben den Polizeikräften oft auch Rettungshunde oder Hubschrauber bei den Suchmaßnahmen zum Einsatz. In den allermeisten Fällen führt die Suche schnell zum Erfolg und der Vermisste kann wohlbehalten an seine Angehörigen übergeben werden. Es gibt jedoch auch Fälle in denen Personen erst nach vielen Monaten aufgefunden werden können. Belastende Situationen für Angehörige und Einsatzkräfte.

Bad Vilbel: Am Sonntagabend erschien eine besorgte Ehefrau bei der Polizeistation Bad Vilbel und meldete ihren Mann als vermisst, der unter Gedächtnisstörungen leidet und auf Medikamente angewiesen ist. Neben umfangreichen Ermittlungs- und Abklärungsarbeiten durch die Polizei waren bereits weitere Polizeikräfte und auch ein Mantrailer angefordert, als eine Streife etwa zwei Stunden nach der Vermisstenanzeige Entwarnung gab. Bei der Absuche einer möglichen Kontaktadresse konnte der Senior wohlbehalten angetroffen und anschließend zurück zu seiner Wohnanschrift verbracht werden.

Nidda: Lebensgefahr nahmen die Ärzte aus einer Klinik in Bad Salzhausen für eine Patientin an, die Sonntagmittag als vermisste gemeldet wurde, nachdem sie in der Klinik nicht mehr aufgefunden werden konnte. Glücklicherweise meldete sich bereits kurz nach Beginn der Suchmaßnahmen eine Frau bei der Polizei, die in Geiß-Nidda eine hilflos wirkende Frau aufgegriffen hatte. Es handelte sich um die gesuchte Patientin, die dank der aufmerksamen Passantin schnell und unversehrt zurück in die Klinik gebracht werden konnte.

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Diebstähle und Einbrüche

Manche haben es auf die große Beute abgesehen, andere suchen das schnelle Geld und nehmen mit, was sie gerade bekommen können. Einbrecher und Diebe sind selbst genauso unterschiedlich wie die Beute die sie machen. Manche agieren alleine, andere als Team. Ihnen auf die Schliche zu kommen ist schwierig und gelingt nur selten. Da die Täter die Polizei verständlicherweise meiden, sind die Ermittler in diesem Deliktsfeld besonders auf Zeugen angewiesen. Personen die bei Nacht und Nebel durchs Wohngebiet stromern, sich auf fremden Grundstücken herumtreiben oder jedes Auto genau inspizieren - Es sind Beobachtungen deren Mitteilung für die Polizei wichtig ist. Dabei geht es nicht nur darum Diebe zu erwischen, sondern auch potentielle Täter durch Kontrollen von einer Tat abzuschrecken. Gelungen ist dies in den folgenden Fällen vom Wochenende leider nicht:

Bad Nauheim: Irgendwann zwischen 18.40 Uhr am Samstag und 18.50 Uhr am Sonntag verschaffte sich ein Einbrecher Zutritt zu einer Gartenhütte, die auf einem Wiesenstück in der Gemarkung Voderste Weide in Nieder-Mörlen steht. Eine Tischkreissäge, ein Laubbläser, ein Seitenschneider und weitere Kleinwerkzeuge im Wert von rund 500 Euro entwendete der Dieb. Die Polizei in Friedberg, Tel. 06031-601-0, bittet um Hinweise.

Büdingen: Gelegenheit macht Diebe - Eine solche Gelegenheit nutzte ein Dieb am Sonntag in der Obergasse aus. Zwischen 16 und 16.30 Uhr griff er durch das geöffnete Seitenfenster eines dort geparkten blauen Ford Focus und ließ eine auf dem Beifahrersitz liegengelassene Geldbörse mitgehen. Die Polizei in Büdingen, Tel. 06042-9648-0, bittet Zeugen des Diebstahls sich zu melden.

Florstadt: Hebelspuren an einer Terrassentür eines Mehrfamilienhauses weisen darauf hin, dass Einbrecher versuchten sich Zutritt zum Haus in der Hofgasse zu verschaffen. Am Freitagnachmittag, gegen 17.10 Uhr, war die Tür noch unversehrt. Am Samstagmorgen, gegen 09 Uhr, konnten die Spuren entdeckt werden. Den Tätern gelang es nicht in das Haus zu gelangen, es blieb bei einem geringen Sachschaden. Um Mitteilung verdächtiger Beobachtungen in diesem Zusammenhang bittet die Polizei in Friedberg, Tel. 06031-601-0.

Friedberg: Ein silberfarbenes Kettler Herrenrad im Wert von 150 Euro entwendete ein Dieb am Freitag, zwischen 14.15 und 14.35 Uhr aus einer unverschlossenen Garage in der Gebrüder-Lang-Straße. Ebenfalls am Freitag, zwischen 10.30 und 11.30 Uhr, entwendete ein Dieb in der Dieffenbachstraße ein weiß-orangefarbenes Scott Mountainbike im Wert von 500 Euro, welches abgeschlossen im Hof eines Mehrfamilienhauses stand. Hinweise in beiden Fällen nimmt die Polizei in Friedberg, Tel. 06031-601-0, entgegen.

Karben: Ein Fenster hebelten Einbrecher zwischen 23.30 Uhr am Samstagabend und 11 Uhr am Sonntagmorgen auf, um in eine Pizzeria in der Christinenstraße in Groß-Karben zu gelangen. Die Täter durchsuchten die Räumlichkeiten und entwendeten eine kleine Menge Bargeld. Der von den Einbrechern angerichtete Sachschaden liegt mit etwa 1700 Euro deutlich höher. Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen in diesem Zusammenhang nimmt die Polizeistation Bad Vilbel, Tel. 06101-5460-0, entgegen.

Ranstadt: An einem Kaugummiautomaten Am Berg in Dauernheim machten sich Diebe zu schaffen, brachen das Gehäuse auf und entwendeten aus den Einsätzen das Münzgeld in unbekannter Höhe. Wann die Diebe am Werk waren ist unklar. Festgestellt wurde der Diebstahl am Freitagabend, gegen 20 Uhr. Hinweise erbittet die Polizei in Büdingen, Tel. 06042-9648-0.

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Wildunfälle

Kein Tag vergeht im Wetteraukreis, an dem die Polizei nicht zur Aufnahme von sogenannten Wildunfällen gerufen wird. Egal zu welcher Jahreszeit - die Wege von Wildtieren und Menschen kreuzen sich in der Wald- und Feldreichen Wetterau regelmäßig. Dabei bleiben Zusammenstöße nicht aus. Oft lassen Reh, Wildschwein und Co. dabei ihr Leben. Die Fahrzeugführer bleiben meist unverletzt, müssen jedoch in der Folge entsprechende Schäden an ihren Fahrzeugen reparieren lassen. Hier einige Beispiele von Wildunfällen vom vergangenen Wochenende:

Butzbach: Auf der Bundesstraße 3 zwischen Gießen und Butzbach stieß ein 45-jähriger Butzbacher in der Nacht zum Sonntag, gegen 02.20 Uhr, mit seinem Hyundai gegen ein Wildschwein, welches plötzlich vor ihm die Straße querte. Das Tier überlebte den Zusammenstoß nicht. Am Hyundai entstand mit etwa 5000 Euro erheblicher Sachschaden. Der PKW musste abgeschleppt werden.

Florstadt: Mit einem Wildschwein kollidierte eine 34-jährige Münchnerin in der Nacht zum Sonntag, gegen 02.55 Uhr mit ihrem BMW auf der Bundesstraße 275 zwischen Nieder-Mockstadt und Staden. Dabei entstand am PKW ein Schaden von rund 2000 Euro. Das Tier lief nach dem Unfall davon.

Friedberg: Auf der Kreisstraße 171 zwischen Reichelsheim und Beienheim überlebte ein Reh den Zusammenstoß mit dem VW einer 22-jährigen Reichelsheimerin nicht. Gegen 22.05 Uhr am Sonntagabend kreuzte das Tier für die Fahrerin so überraschend die Fahrbahn, dass sie einen Unfall nicht mehr vermeiden konnte. Am VW entstand ein Schaden von mindestens 500 Euro.

Karben: Ein Reh querte in der Nacht zum Sonntag, gegen 01 Uhr, die Fahrbahn der Brunnenstraße zwischen Groß-Karben und Okarben. Eine 19-jährige Karbenerin konnte einen Zusammenstoß ihres BMW mit dem Tier nicht mehr verhindern. Das Reh lief nach dem Unfall davon. Am PKW entstand ein Schaden von rund 2500 Euro.

Ortenberg: Nach dem Unfall - vermutlich verletzt - weglaufen konnte ein Reh, mit dem 57-jähriger Hirzenhainer am frühen Montagmorgen, gegen 04.40 Uhr, auf der Bundesstraße 275 zwischen Lißberg und Eckartsborn kollidierte. Am VW des Hirzenhainers entstand mit etwa 200 Euro geringer Schaden. Der zuständige Jagdpächter wurde für die Absuche nach dem Tier verständigt.

Wöllstadt: Ein Schaden von rund 5000 Euro entstand am Freitagabend, gegen 23.10 Uhr, an einem Opel. Der 56-jährige Fahrer aus Echzell konnte auf der Bundesstraße 3 zwischen Okarben und Nieder-Wöllstadt den Zusammenstoß mit einem Wildschwein nicht mehr verhindern. Das Tier verstarb. Der PKW musste mit einem erheblichen Frontschaden abgeschleppt werden.

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Unfälle - mal mit Verletzten - mal nur Blechschäden

Nicht immer bleibt es bei Unfällen bei einem reinen Sachschaden. Viel zu oft verletzen sich Fahrzeugführer oder weitere Insassen. Manchmal kommen die Betroffenen mit leichten Schürfwunden davon. In anderen Fällen bieten sich nach Unfällen jedoch Bilder, die nicht nur den Betroffenen, sondern auch den Rettungs- und Einsatzkräften, sowie Zeugen und Ersthelfern lange nicht aus dem Kopf gehen.

Florstadt: Dazu zählt ein Unfall vom gestrigen Sonntag. Wie bereits berichtet befuhr ein 16-jähriger Friedberger gegen 07 Uhr die Landstraße 3188 von Altenstadt nach Stammheim. In Höhe des Sportplatzes kam er vermutlich aufgrund einer nicht angepassten Geschwindigkeit mit dem genutzten BMW nach links von der Fahrbahn ab. Der PKW kollidierte mit einem Baum und überschlug sich mehrfach. Der Fahrer und seine Mitfahrer im Alter zwischen 16 und 18 Jahren verletzten sich schwer und kamen mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser. Einer der Jugendlichen schwebt noch immer in Lebensgefahr.

Karben: Mit glücklicherweise nur leichten Verletzungen kam ein 24-jähriger Karbener in der vergangenen Nacht ins Krankenhaus. Gegen 01.50 Uhr geriet sein BMW von der Fahrbahn der Bundesstraße 3 bei Kloppenheim ab, die er von Frankfurt kommend in Richtung Karben befuhr. Rechts neben der Fahrbahn kollidierte der PKW zunächst mit einem Baum und überschlug sich im Anschluss daran. Am Fahrzeug entstand ein Schaden von etwa 15.000 Euro, es musste abgeschleppt werden.

Nidda: Die Bundesstraße 455 von Eichelsdorf nach Rainrod befuhr ein 68-jähriger aus Schotten am Freitagnachmittag mit seinem VW. Gegen 15.45 Uhr musste er wegen eines technischen Defektes an seinem Fahrzeug auf der Fahrbahn anhalten. Ein Fordfahrer hinter ihm bemerkte dies rechtzeitig und hielt hinter dem VW an. Ein 22-jähriger PKW-Fahrer aus Schotten jedoch bemerkte die stehenden Fahrzeug zu spät. Er versuchte noch auszuweichen, stieß jedoch gegen den Ford, die Leiplanke und schließlich gegen den VW. Der Schottener verletzte sich dabei leicht und kam zur Untersuchung ins Krankenhaus. An den drei Fahrzeugen entstand ein Schaden von rund 32.000 Euro.

Nidda: Vermutlich aufgrund einer nicht angepassten Geschwindigkeit auf regennasser Fahrbahn kam ein 21-jähriger Echzeller am Freitagabend, gegen 20.50 Uhr, von der Fahrbahn der Landstraße 3138 zwischen Ulfa und Nidda ab. Der PKW kam in den Graben und überschlug sich. Der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt. An seinem Seat entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden, er musste abgeschleppt werden.

Nidda: Gleich drei geparkte Fahrzeuge streifte ein betagter Senior aus Ranstadt am Samstagnachmittag, gegen 15.30 Uhr, in der Ludwigstraße in Nidda. Vermutlich altersbedingt schätzte er den Abstand zu den Fahrzeugen falsch ein und verursachte einen Schaden von rund 3500 Euro. Die Polizei informierte die Fahrerlaubnisbehörde über den Umstand. Zudem konnte der Fahrer davon überzeugt werden, in Zukunft selbst lieber auf das Führen eines Kraftfahrzeuges zu verzichten.

Rosbach: Auf der Bundesstraße 455 von Friedrichsdorf kommend wollte ein 71-jähriger Usinger am Sonntagabend, gegen 18.50 Uhr, mit seinem Opel auf einen Parkplatz in der Nähe der Autobahn fahren. Da sich rund um die Anschlussstelle der Autobahn 5 bei Rosbach derzeit eine Baustelle befindet und damit einhergehend die Verkehrsführung geändert ist, verwechselte der Usinger jedoch die Zufahrten. Er bog nicht auf den Parkplatz ein, sondern fuhr zunächst 100 Meter auf der Bundesstraße entgegen der Fahrtrichtung in einen gesperrten Bereich hinein und bog dann in die Ausfahrt der Autobahn ein. Dort kam es Zusammenstoß mit dem VW eines 45-jährigen Bad Homburgers, der dem entgegenkommenden Opel nicht mehr ausweichen konnte. Die Fahrer blieben bei dem Unfall unverletzt. Ihre Fahrzeuge mussten mit einem Schaden von etwa 10.000 Euro abgeschleppt werden.

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Unfallfluchten

Ärgerlich für die Geschädigten ist es allemal, wenn Unfallverursacher nicht zu ihren Fehlern und dem angerichteten Schaden stehen, sondern sich nach einem Unfall einfach aus dem Staub machen. Doch neben der moralischen Komponente ist es zudem auch noch strafbar nach einem Unfall einfach davon zu fahren. Neben einer Geldstrafe kann das Unerlaubte Entfernen vom Unfallort mit Punkten im Fahreignungsregister in Flensburg und einem Entzug der Fahrerlaubnis geahndet werden. In Zeiten in denen fast jeder auf eine Fahrerlaubnis angewiesen ist, sollte jeder der mit dem Gedanken spielt einen Unfallort einfach zu verlassen, sich dessen bewusst sein. Denn dank Zeugen und umfassender Ermittlungsarbeit können etliche Unfallfluchten aufgeklärt und der Unfallverursacher seiner Strafe zugeführt werden.

Bad Nauheim: Den Verursacher eines Schaden an einem blauen Opel Mokka sucht die Polizei in Friedberg, Tel. 06031-601-0. Im Gelben Weg stieß der Unbekannte irgendwann in der vergangenen Woche, zwischen 07 und 14. Juli, gegen den geparkten Opel und verursachte einen Schaden von etwa 600 Euro an der linken Front.

Echzell: In der Untergasse stieß ein Unbekannter am Freitag, zwischen 15.30 und 18.45 Uhr, gegen einen am Fahrbahnrand geparkten weiß-sandfarbenen Chevrolet Captiva, an dessen Heck dadurch ein Schaden von etwa 1000 Euro entstand. Da der Unfallverursache sich nicht um eine Schadensregulierung bemühte, bittet nun die Polizei in Friedberg, Tel. 06031-601-0, um Hinweise auf ihn.

Friedberg: Eine Zeugin beobachtete am Freitagnachmittag, gegen 16.20 Uhr, wie die Fahrerin eines Kia in der Kaiserstraße gegen einen geparkten PKW stieß. Anschließend stieg der Beifahrer aus dem Kia aus und begutachtete den geschädigten PKW, bevor die Unfallverursacherin ohne weiteres davon fuhr. Aufgrund der Zeugenaussage konnte die mutmaßliche Unfallverursacherin, eine 50-jährige Florstädterin, ermittelt werden. Sie muss sich nun wegen des Unerlaubten Entfernens vom Unfallort verantworten. Am Kia entstand ein Schaden von rund 800 Euro.

Nidda: Auf dem Parkplatz der Neurologischen Klinik in Bad Salzhausen verursachte ein noch unbekannter Verkehrsteilnehmer am vergangenen Mittwoch, zwischen 06 und 13.45 Uhr, einen Schaden von rund 2500 Euro an einem dort geparkten schwarzen Opel Astra. Vermutlich beim Ein- oder Ausparken stieß der Unfallverursacher gegen die linke Front des Opel und fuhr anschließend davon. Hinweise auf den flüchtigen Unfallverursacher erbittet die Polizei in Nidda, Tel. 06043-984-707.

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Kein Tag ohne Betrüger

Sie geben nicht auf - weil sie leider regelmäßig Erfolge verzeichnen können: Betrüger. Vor allem auf lebensältere Menschen haben sie es abgesehen. Sie wollen deren Hilsbereitschaft ausnutzen, verunsichern sie mit einer geschickten Gesprächsführung, setzen sie unter Druck und täuschen ihnen frei erfundene Sachverhalte vor. So unterschiedlich wie die Geschichten und geschilderten Sachverhalte, so gleich sind Präventionstipps. Zum Schutz vor Betrügern hilft: Gut informiert sein, skeptisch bleiben und niemals Geld, Wertsachen oder persönliche Daten an unbekannte Personen weitergeben. Da Betrüger die Kontaktdaten (Telefonnummer + Name) zunächst meist aus öffentlichen Verzeichnissen erlangen, hilft es in keinem Telefonbuch eingetragen zu sein.

Butzbach: "Hallo Opa." So begann eine junge Anruferin am Freitagmittag das Telefon mit einem Senior aus Butzbach. Sie versuchte dem Senior glaubhaft zu machen, dass sie seine Enkeltochter sei und berichtete von Geldproblemen. Ganz dringend benötige sie 25.000 Euro. So viel Geld konnte der Senior nicht aufbringen, so dass sich Anruferin und Angerufener auf einen geringeren Bargeldbetrag einigten. Der Senior und seine Ehefrau baten schließlich an das vereinbarte Geld zu überweisen. Erst als die vermeintliche Enkelin auf eine Geldübergabe bestand, witterten sie den Betrug und informierten die Polizei.

Nidda: Nach Geld und Wertgegenständen fragen Betrüger am Sonntagabend eine Frau aus Nidda aus. Gegen 18.35 Uhr klingelte bei ihr das Telefon. Der Anrufer gab sich als Kriminalpolizist aus und berichtete von festgenommenen Einbrechern in direkter Nähe zur Wohnanschrift der Angerufenen. Die Einbrecher hätten einen Zettel mit der Anschrift der Angerufenen dabei gehabt, so dass nun Gefahr für sie bestehe, erklärte der Anrufer. Glücklicherweise durchschaute die Seniorin den Betrugsversuch, gab an keinerlei Wertsachen im Haus zu haben und beendete das Telefonat. Anschließend verständigte sie die Polizei.

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Haben Sie nun selbst Lust auf den abwechslungsreichen Beruf bekommen? Dann informieren Sie sich doch noch etwas weiter darüber. https://www.polizei.hessen.de/Karriere/ - Hier gibt es alles zu den Einstellungsvoraussetzungen und zur Bewerbung. Auch Termine zu Informationsveranstaltungen finden sich auf der Internetseite.

Sylvia Frech, Pressesprecherin

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