Polizei Wetterau-Friedberg

POL-FB: Zwei Ermittlungserfolge für die Wetterauer Polizei - blaue Turnschuhe verraten Tankbetrüger in Nidda und Tatverdächtiger für Einbrüche in Bad Vilbel ermittelt

Friedberg (ots) - Blaue Turnschuhe verraten Tankbetrüger

Nidda/Büdingen/Alsfeld: Dass die Zusammenarbeit über die Grenzen des eigenen Dienstgebietes hinaus funktioniert, zeigten in diesen Tagen wieder einmal die Kollegen des Polizeiposten Nidda. In vier Fällen des Tankbetruges und drei Fälle des Kennzeichendiebstahls konnten sie einen Verdächtigen ermitteln. Auf die Spur des 23-jährigen Täters führten sie letztlich seine auffällig blauen Turnschuhe.

Am 25. Februar betankte ein zunächst Unbekannter einen Mercedes an einer Tankstelle in Harb mit Super-Kraftstoff. Die Überwachungskamera zeigte einen Mann, der auffällig blaue Turnschuhe trug. Er fuhr nach dem Tankvorgang einfach davon, ohne den Rechnungsbetrag von etwa 80 Euro zu begleichen. Die am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen wurden vermutlich extra für den Tankbetrug kurz vorher in Kohden entwendet.

Die Turnschuhe kamen den Ermittlern bekannt vor. Bereits bei der Auswertung der Videoüberwachung nach einem Tankbetrug an einer Tankstelle in Nidda am 12. Februar waren sie ihnen aufgefallen. Auch der PKW schien wieder derselbe zu sein.

Bei ihren Ermittlungen nach dem möglichen Tankbetrüger stießen die Beamten des Polizeiposten Nidda auf einen Fall des Tankbetruges vom 20. Februar in Alsfeld. Dabei fanden Kennzeichen Verwendung, die zuvor in Alsfeld entwendet wurden. Auto und Turnschuhe passten zu den Feststellungen nach den Straftaten in Nidda.

Als Anfang März eine Streife der Polizeistation Büdingen in Ober-Schmitten gegen 01.30 Uhr in der Nacht einen PKW in der Nähe einer Tankstelle kontrollieren wollte, schloss sich der Kreis. Mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit versuchte der Fahrer sich zunächst der Kontrolle zu entziehen. Als die Beamten den Fahrer schließlich doch kontrollieren konnten, hatten sie einen Mann vor sich, der bereits wegen Tankbetrugs und Kennzeichendiebstählen bekannt ist. Sie bemerkten zudem die Ähnlichkeit zum Tankbetrüger und dessen Fahrzeug in den aktuellen Fällen.

Über die Staatsanwaltschaft Gießen erlangten die Beamten des Polizeiposten Nidda mit diesen Erkenntnissen schließlich einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des 23-jährigen Fahrzeughalters aus Schotten.

Und tatsächlich fanden sie in der Wohnung auffällig blaue Turnschuhe. In seiner Vernehmung zeigte sich der Schottener geständig. Nicht nur die drei Fälle des Tankbetruges in Nidda und Alsfeld und die entsprechenden Kennzeichendiebstähle gab er zu, sondern auch noch einen weiteren Tankbetrug am 29. Februar und einen vorausgegangenen Kennzeichendiebstahl in Büdingen. Als Grund für sein Handeln nennt der Schottener vorübergehende finanzielle Schwierigkeiten.

Die gestohlenen Kennzeichen konnte die Polizei noch nicht sicherstellen. Irgendwo ins Feld geworfen haben will der Tatverdächtige sie nach seinen Taten. Seine blauen Turnschuhe bekam er im Anschluss an die Ermittlungen wieder ausgehändigt.

Drei Einbrüche in Kindereinrichtungen vor der Klärung

Bad Vilbel: Gleich zwei Spuren führten die Ermittler der Polizei dieser Tage in Bad Vilbel auf die Spur eines 38-Jährigen, der im Verdacht steht drei Einbrüche am Jahresanfang begangen zu haben.

Nach einem Einbruch in einen Kindergarten in der Lohstraße in der Nacht zum 04. Januar fanden die Beamten in den Räumlichkeiten eine Taschenlampe, die dort niemandem gehörte. Bei der Untersuchung auf DNA-Spuren gab es nun einen Treffer. Die DNA gehört zu einem 38-Jährigen, der bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten ist und der aufgrund anderer Vergehen aktuell in Haft ist. Er steht nun im Verdacht für den beim Einbruch verursachten Schaden von etwa 600 Euro verantwortlich zu sein. Beute konnte er in dem Kindergarten nicht machen. Lediglich an Essen und Trinken bediente er sich.

Die Polizei geht derzeit davon aus, dass er in der Nacht zum 05. Januar auch für den Einbruch in ein Spielhaus im Berkersheimer Weg verantwortlich ist. Mit brachialer Gewalt war der Täter dort vorgegangen und hatte einen Schaden von etwa 1500 Euro angerichtet, als er sich zu mehreren Räumlichkeiten Zutritt verschafft. Dabei richtete er deutlich mehr Schaden an, als ihm an Beute gegönnt war. Lediglich Gummibärchen zum direkten Verzehr konnte er in den Räumen finden.

Den Einbruch in das Spielhaus ordnen die Beamten dem Mann zu, da in der gleichen Nacht auch der Einbruch in einen benachbarten Kindergarten begangen wurde. Das gleichfalls Dreiste wie Kuriose an dieser Straftat: Die Putzfrau betrat gegen 05 Uhr am frühen Samstagmorgen den Kindergarten, um ihrer Arbeit nachzugehen. Dabei traf sie auf den Einbrecher, der jedoch gegenüber der Frau behauptete, dass er der neue Hausmeister sei. Weiterhin gab der dreiste Täter an, dass in die Räumlichkeiten eingebrochen worden sei und sie zunächst nach Hause gehen könnte, da die Polizei erst die Spuren sichern müsse. Die Putzfrau schenke den Ausführungen Glauben und berichtete erst später der Polizei von ihrer Beobachtung. Die Beschreibung des angeblichen Hausmeisters und Einbrechers weißt deutliche Ähnlichkeiten zum Aussehen des 38-Jährigen auf, dessen DNA-Spur an der Taschenlampe nach dem Einbruch in dem Kindergarten Lohstraße gefunden wurde.

Wegen aller drei Einbruchdiebstähle wird er sich daher nun verantworten müssen.

Sylvia Frech, Pressesprecherin

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