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POL-FB: Schwertransport gestoppt - Parkplatz vorübergehend gesperrt

Noch jede Menge Erdklumpen befanden sich auf dem Bagger.
Noch jede Menge Erdklumpen befanden sich auf dem Bagger.

Friedberg (ots) - Ranstadt: Von Gedern in die Ukraine sollte die Fahrt gehen, die ein polnisches Transportunternehmen geplant hatte. Von den über 1000 Kilometer kamen sie jedoch am späten Mittwochabend gerade einmal etwa 25 voran, bis die Polizei den ungenehmigten Transport entdeckte.

Dass die Dunkelheit keinen Schutz vor der Polizei bietet, mussten die Fahrer des Schwertransportes lernen. Einer Streife der Polizeistation Büdingen fiel der mit einem Bagger beladene Tieflader gegen 22.30 Uhr am Mittwoch auf der Bundesstraße 275 bei Ranstadt auf, da er ohne polizeiliche Begleitung unterwegs war. Sie stoppten den Transport und nahmen Maß. Eine Breite von 4.15 m und eine Länge von 23.50 m stellten sie bei dem Gespann fest. Zu viel, um ohne Begleitung der Polizei und überhaupt ohne jegliche vorhandene Genehmigung unterwegs zu sein.

Den polnischen Fahrern wurde daher die Weiterfahrt untersagt. Der Tieflader mit dem Bagger, der in die Ukraine verbracht werden sollte, musste auf einem Parkplatz bei Ranstadt stehen bleiben. Erst wenn die notwendigen Genehmigungen eingeholt sind, kann es theoretisch weiter gehen.

Theoretisch deshalb, weil ganz praktisch noch Einiges mehr für die Transporteure zu tun ist. Bei Tageslicht nahmen die Experten vom Verkehrsdienst den Transport noch einmal unter die Lupe. Sie fanden eine unverantwortliche wacklige Konstruktion vor, mit der der 60 bis 80 Tonnen schwere Bagger auf dem Tieflader befestigt war. Diese gilt es dringend nachzubessern und nicht zugelassene Zurrketten auszutauschen, bevor es weiter gehen kann. Eine zusätzliche Gefahr für die übrigen Verkehrsteilnehmer stellten diverse Erdreste auf dem Bagger da, die sich jederzeit hätten verselbständigen und Schaden anrichten können.

Auf die polnische Spedition kommt nun eine Strafe von fast 4000 Euro im Rahmen der sogenannten Gewinnabschöpfung zu, die dann durchgeführt werden kann, wenn die Transporteure sich durch die Nichteinhaltung von Vorschriften einen wirtschaftlichen Vorteil schaffen wollten.

Der Schwertransport machte noch eine weitere Maßnahme erforderlich. Der Parkplatz - auf dem er abgestellt wurde - musste gesperrt werden, da das Fahrzeug völlig unbeleuchtet ist und die Fahrer sich zurück in ihr Heimatland begaben, ohne eine Sicherung vorzunehmen.

Sylvia Frech, Pressesprecherin

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