Polizei Wetterau-Friedberg

POL-FB: Wenn Hilfe ankommt

POL-FB: Wenn Hilfe ankommt
Symbolbild

Friedberg (ots) - Wetteraukreis: Unter dem Stichwort "Hilope" führt die Polizei Einsätze, die tagtäglich zur Arbeit des Streifendiensts gehören und bei denen es um Hilfe in jeglichen Situationen geht. Für "Hilflose Person" steht die Abkürzung, hinter der sich so Einiges verbergen kann.

Die Reiseunterlagen von Galizien fanden Beamte der Polizeistation Bad Vilbel vor einiger Zeit in der Wohnung einer Seniorin. Die Nachbarn hatten sich Sorgen um die alleinlebende Frau gemacht. Schon zwei Wochen hatten sie die Frau nicht gesehen, die Stellung der Rollläden blieb unverändert, der Briefkasten quoll über und das Licht in der Küche brannte dauerhaft. Der Verdacht, der Frau könnte etwas zugestoßen sein, lag nah. Möglicherweise läge sie verletzt und hilflos in ihrer Wohnung. Die Polizei verständigte daraufhin den Schlüsseldienst und kontrollierte die Wohnung. Auf dem Küchentisch fanden sie die Reiseunterlagen und konnten damit Entwarnung geben. In einer Notsituation war die Seniorin nicht, sie hatte lediglich vergessen die Nachbarn über ihren Urlaub zu informieren.

Einen Mann fanden Anwohner letzte Woche in Friedberg weinend in einer Hauseinfahrt auf. Da es bereits kurz nach Mitternacht war und sie sich selbst in der Dunkelheit in keine Gefahr begeben wollten, informierten sie die Polizei in Friedberg über den Mann. Eine Streife suchte das Gespräch mit ihm und stellte fest, dass er sich verletzt hatte. Ein Krankenwagen brachte ihn in ein nahegelegenes Krankenhaus.

In der Justizvollzugsanstalt endete die Hilfeleistung bei einer Frau in Dortelweil. Mit heruntergelassener Hose und volltrunken auf einem Feldweg liegend wurde sie durch einen Spaziergänger aufgefunden. Die Überprüfung der Polizei ergab, dass sie in ihrem Zustand nicht nur eine ärztliche Überprüfung brauchte. Da ein Haftbefehl gegen die Frau vorlag erhielt sie sogar noch einen Fahrservice ins Gefängnis nach Preungesheim.

Hilfe benötigte auch eine Butzbacherin. Die Enkelin verständigte die Polizei, da sie sich Sorgen um die Großmutter machte. Sie selbst wohnte zu weit weg um schnell bei der Butzbacherin vorbeizuschauen. Am Vortag hatte sie noch mit der Oma telefoniert, nun ging sie trotz mehrfacher Versuche nicht mehr ans Telefon. Die Sorge stellte sich als berechtigt heraus. Schon durch ein Wohnungsfenster konnte die Streife der Polizeistation Butzbach die Frau hilflos in der Wohnung liegen sehen. Die Feuerwehr zur schnellen Türöffnung und ein Rettungswagen zur Erstversorgung wurden hinzugezogen. Mit Kreislaufproblemen kam die Frau zur Überprüfung ins Krankenhaus.

Nicht immer gehen die Einsätze der Polizei so glimpflich aus. Immer wieder kommt es vor, dass gerade ältere Personen nur noch tot in ihren Wohnungen aufgefunden werden können. So auch am gestrigen Donnerstag in Bad Nauheim. Seit einer Woche hatten die Nachbarn die Frau nicht mehr gesehen. Die Polizei konnte die Frau nur noch leblos auf ihrer Couch vorfinden, als die Wohnung geöffnet wurde. Der Notarzt kam für die Frau zu spät.

Ob diese Menschen einen schnellen Tod fanden oder noch eine Zeitlang Hilfe möglich gewesen wäre, kann dabei oft nicht mehr festgestellt werden. Diese Fälle sollten jedoch ein Augenmerk darauf legen, wie wichtig rechtzeitige Hilfe sein kann. Sich um seine Mitmenschen zu kümmern, kostet nichts, bringt aber große Zufriedenheit. Im Zweifel die Polizei zu verständigen kann nie verkehrt sein.

Sylvia Frech, Pressesprecherin

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