Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle Wetterau

POL-FB: Übers Ohr gehauen - Betrüger mit überteuerten Lederjacken

Friedberg (ots) - Wölfersheim: Schon für 20 Euro lassen sich die Jacken im Internet erwerben, für die ein Wölfersheimer am Dienstag 100 Euro hergab. Die Kriminalpolizei in Friedberg ermittelt nun wegen Warenbetrug und bittet um Hinweise, Tel. 06031-601-0.

"Ich fühle mich getäuscht, weil es kein Leder ist, sondern nur ganz billiger Plunder", berichtet der Wölfersheimer später gegenüber der Polizei. Am Dienstagmittag, gegen 12 Uhr, wurden er und seine Begleiterin in der Hauptstraße angesprochen. Ein unbekannter Mann gab sich als ehemaliger Arbeitskollege des Seniors aus und verwickelte ihn in ein Gespräch. Er erzählte, dass er nun "auf Leder mache" und wollte seinem ehemaligen Kollegen eine Lederjacke schenken, damit er immer an ihn denke. 1000 Euro sei das gute Stück wert, vermittelte der Fremde dem Wölfersheimer und bot ihm zwei weitere Jacken zum Kauf an. Anfänglich für einen "Schnäppchenpreis" unter Freunden von 400 Euro, nach einigem Handeln dann für 100 Euro pro Jacke.

Der angebliche ehemalige Arbeitskollege erzählte von seiner gerade verstorbenen Mutter und den schlecht gehenden Geschäften und erregte so neben einer alten Verbundenheit auch ein gewisses Mitleid. Der Senior willigte schließlich ein. Er bekam eine Jacke geschenkt und zahlte 200 Euro für zwei weitere Jacken, bei denen er im festen Glauben war, dass sie aus echtem Leder seien.

Erst etwas später kommt dem Wölfersheimer die ganze Geschichte seltsam vor und es ergeben sich einige Ungereimtheiten für ihn. Er setzt sich mit der Polizei in Verbindung, die diese Masche bereits kennt. Schnell ist klar, der Senior wurde übers Ohr gehauen. Man verkaufte ihm Billigware als Markenqualität.

Nun sucht die Polizei Zeugen, die weitere Hinweise auf die Betrüger geben können. Etwa 40 bis 50 Jahre alt und zwischen 1.60 und 1.70m groß soll der Haupttäter sein. Er gab sich als Italiener aus und sprach mit einem entsprechenden (möglicherweise vorgespielten) Dialekt. In seinem PKW, einem lilafarbenen Kleinwagen mit Dortmunder Kennzeichen, wartete noch ein weiterer Mann, zu dem keine nähere Beschreibung vorliegt.

Die Polizei rät: Gehen sie nicht auf Verkäufe ein, die sie eigentlich gar nicht tätigen wollten. Informieren sie sich immer erst über die Qualität der Ware und deren eigentlichen Handelspreis. Stark vergünstigte Preise sollten immer ihr Misstrauen wecken. Trauen sie keinen Versprechungen, die ihnen gegenüber zu dem Produkt gemacht werden. Hegen sie den Verdacht gerade Opfer eines Betruges zu werden, dann informieren sie sofort die Polizei.

Sylvia Frech, Pressesprecherin

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