Polizei Wetterau-Friedberg

POL-FB: Pressemitteilung vom 11.12.2014:

Friedberg (ots) - Bad Vilbel: Betrüger geben sich als Staatsanwältin, Versicherungsvertreter und Bankmitarbeiter aus

Eine 56 - Jährige ist am Montag und Dienstag offenbar Opfer von Betrügern geworden. Die Frau verlor dabei vermutlich 10.500 Euro.

Sie hatte am Montag zunächst einen Anruf der "Frankfurter Staatsanwaltschaft" erhalten. Dabei wurde ihr am Telefon mitgeteilt, dass gegen sie wegen Verdacht des Gewinnspielbetruges ermittelt werde. Die 56 - Jährige habe vor drei Jahren an einem Gewinnspiel teilgenommen.

Die Anruferin teilte der Bad Vilbelerin mit, dass man das Problem mit dem Strafverfahren gerichtlich oder außergerichtlich lösen könne. Da die Kosten für eine außergerichtliche Einigung um Einiges niedriger waren, entschloss sich die ahnungslose 56 - Jährige dazu, diesen Vorschlag der "Staatsanwaltschaft" anzunehmen. Zum Abschluss fragte die falsche Staatsanwältin noch nach der Rechtsschutzversicherung und gab an, dass sie das direkt mit der Versicherung ebenfalls klären wolle.

Da auf dem Display eine Telefonnummer mit einer Frankfurter Vorwahl angezeigt wurde, schöpfte sie zunächst auch keinen Verdacht. Auch hatte sie tatsächlich vor einigen Jahren an einem Gewinnspiel teilgenommen.

Später bekam die Bad Vilbelerin dann tatsächlich einen weiteren Anruf in der Angelegenheit. Dabei gab sich ein Mann als Vertreter ihrer Rechtsschutzversicherung aus. Er sagte, dass er alles von der Staatsanwaltschaft zugefaxt bekommen habe. Daraus habe sich ergeben, dass sie einen Betrag von etwa 46.000 Euro gewonnen hat. Das Gewinnspielunternehmen wolle den Betrag jedoch nicht auszahlen. Um den Gewinn zu erhalten, so der angebliche Versicherungsvertreter, müsse sie per Western Union 5.000 Euro in die Türkei transferieren. Das Geld müsse in die Türkei gehen, da dort der Firmensitz des Gewinnspielunternehmens sei.

Die 56 - Jährige überwies dann das Geld plus der notwendigen Gebühren.

Tags darauf erhielt sie einen weiteren Anruf der Betrüger. Diesmal meldete sich ein Mitarbeiter der Bundeszentralbank. Er teilte der Frau mit, dass sie nochmals 5.000 Euro überweisen müsse, um den Gewinn auch zu erhalten. Auch diesen Betrag überwies sie in die Türkei. Nach einigen Tagen, als der Gewinn nicht überwiesen wurde, erstattete die Bad Vilbelerin Anzeige bei der Polizei.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Betrüger von einem im Ausland tätigen Callcenter agieren und über eine extra eingerichtete Telefonnummern den Anschein erwecken, dass der Anruf aus dem Inland kommt.

Insgesamt verlor die Frau etwas über 10.000 Euro an die Betrüger.

Jörg Reinemer Pressesprecher

ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelhessen

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