Wiesbaden - Polizeipräsidium Westhessen

POL-WI: Pressemitteilung der Wiesbadener Polizei: Einbrecher steckte in der Lüftung

Wiesbaden (ots) - Mainz-Kostheim, Hochheimer Straße, 22.06.2015, gg. 01.00 Uhr

(ho)Ein wirklich außergewöhnlicher Einsatz von Feuerwehr und Polizei endete in der vergangenen Nacht mit den Festnahmen einer 34-jährigen Frau und eines 37-jährigen Mannes. Die Geschichte begann mit der Mitteilung eines Zeugen, der in einem Ärztezentrum verdächtige Geräusche wahrgenommen und daher die Polizei verständigt hatte. Von außen war schnell zu erkennen, dass sich in dem Gebäude offensichtlich Einbrecher befanden. Daher wurde Unterstützung angefordert und schließlich das Gebäude betreten. Auf den ersten Blick erfolglos. Als die Polizisten jedoch auf eine Leiter vor einem Lüftungsrohr aufmerksam wurden, unter der auch noch eine Kappe und herausgerissene Dämmwolle lag, war klar: Der Täter steckt in der Lüftung. Es drängte sich die Frage auf, wie man die Person aus Rohrsystem bekommen sollte. Den Polizeihund schicken? - Lieber nicht! Schnell war ein Entschluss gefasst und die Feuerwehr verständigt. Die schaute sich die Angelegenheit zunächst mit der Drehleiter von oben an. Während der Suche drangen plötzlich Geräusche und Taschenlampenschein durch die Ritzen der Lüftungsanlage. Der Täter war lokalisiert - kam aber von selbst nicht aus dem Rohr hinaus. Die Feuerwehr stellte daher Leitern vor mehrere Revisionsklappen und öffnete diese mit einem Vierkantschlüssel. Mit viel gutem Zureden krabbelte schließlich der 37-jährige Einbrecher total verstaubt und schweißgebadet aus dem Rohr. Er wurde festgenommen und zum Revier gebracht, wo eine Blutentnahme durchgeführt wurde.

Doch der Bericht ist an dieser Stelle noch nicht zu Ende. Denn vor dem Gebäude hatte sich eine Bekannte des 37-jährigen bereitgestellt, mutmaßlich, um mögliches Diebesgut schnell abtransportieren zu können. Als die Beamten die 34-jährige in dem Wagen kontrollierten, gab sie an, auf eine Freundin zu warten. Dumm nur, dass sich im Kofferraum des Renault ein Werkzeugkoffer befand, auf dem der Name des 37-jährigen Einbrechers aufgedruckt war. Alle weiteren Angaben erübrigten sich damit und die Frau wurde ebenfalls festgenommen. Zumal an dem Renault auch noch gestohlene Kennzeichen festgeschraubt waren. Alles in allem eine ganze Latte von Straftaten wegen der sich das Duo nun verantworten muss - von dem angerichteten Sachschaden in Höhe von rund 3.000 Euro mal abgesehen.

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