Polizeipräsidium Mittelhessen - Gießen

POL-GI: Viele Wildunfälle im Kreisgebiet Gießen - Fahren Sie vorsichtig!

Symbolbild_Wild

Gießen (ots) - Innerhalb weniger Stunden ließen viele Tiere im Kreisgebiet Gießen bei Wildunfällen ihr Leben. Zu jeder Jahreszeit sollten Verkehrsteilnehmer besonders in den frühen Morgen- und Abendstunden mit den Wildtieren auf der Fahrbahn rechnen und entsprechend achtsam fahren.

Allendorf: Ein Reh überlebte heute Morgen, gegen 06 Uhr, den Zusammenstoß mit dem VW eines 33-jährigen Rabenauers nicht. Auf der Landstraße 3089 zwischen Alertshausen und Beuern kam es zum Zusammenstoß. Mit etwa 250 Euro blieb der Schaden am PKW eher gering.

Biebertal: Gegen 22 Uhr am Montagabend kollidierte auf der Landstraße 3474 zwischen Biebertal und Königsberg ein Reh mit dem Audi einer 50-Jährigen aus Hohenar, die den Zusammenstoß mit dem Tier nicht mehr vermeiden konnte. 500 Euro werden die Reparaturkosten am PKW nach dem Unfall kosten.

Biebertal: Ein Reh überlebte auch am Montagmorgen, gegen 05.30 Uhr, den Zusammenstoß mit dem Opel eines 49-Jährigen aus Lohra nicht. Zwischen Kirchvers und Krumbach kreuzten sich die Wege von Tier und Mensch. Während das Tier mit dem Leben bezahlte, entstand an dem PKW ein Schaden von etwa 1500 Euro.

Grünberg: In eine Rotte Wildschweine geriet heute Morgen, gegen 02.30 Uhr, ein 49-Jähriger aus Ulrichstein. Dabei stieß sein Opel auf der Landstraße 3127 zwischen Geilshausen und Beltershain mit mehreren Tieren zusammen. Die Tiere liefen nach dem Unfall alle weiter. An dem PKW entstanden Reparaturkosten in Höhe von etwa 1000 Euro.

Grünberg: Zwischen Lehnheim und Atzenhain auf der Landstraße 3072 entstand an einem Skoda ein Schaden von etwa 1500 Euro. Am Montagmorgen, gegen 06 Uhr, kollidierte der 47-jährige Fahrer aus Mücke mit einem Reh, welches plötzlich auf die Fahrbahn lief. Das Tier überlebte den Zusammenstoß nicht.

Grünberg: Um 21.45 Uhr lief am Montagabend ein Reh ins angrenzende Feld davon, nachdem es mit dem BMW eines 76-jährigen Grünberges zusammengestoßen war. Auf der Kreisstraße 159 zwischen Ettingshausen und Queckborn entstand dabei am PKW ein Schaden von etwa 500 Euro. Hungen: Ein Dachs überlebte den Zusammenstoß mit dem VW eines 61-Jährigen aus Hungen am frühen Montagmorgen, gegen 02.15 Uhr nicht. Auf der Landstraße 3188 zwischen Steinheim und Rodheim lief das Tier unter den PKW. Der Schaden am Fahrzeug beläuft sich auf rund 3000 Euro.

Langgöns: Auf der Kreisstraße 365 zwischen Oberkleen und Cleeberg erwischte ein 28-jähriger Wetzlarer am heutigen frühen Morgen mit seinem Mercedes ein Reh. Gegen 02.10 Uhr ereignete sich der Unfall, den das Tier nicht überlebte. Am PKW entstand ein Schaden von etwa 500 Euro.

Lich: Mit 5000 Euro ein verhältnismäßig hoher Schaden entstand am Montagmorgen, gegen 06.20 Uhr, an einem Tiguan. Der 39-jährige Fahrer aus Reiskirchen war mit seinem PKW auf der Landstraße 3481 zwischen Nieder-Bessingen und Lich mit einem Reh zusammengestoßen. Das Tier wurde tödlich verletzt.

Die Gefahr in unserer Region einem Tier zu begegnen ist hoch. Die mentale Einstellung darauf, wie man sich verhalten will, wenn plötzlich ein Tier die Fahrbahn quert ist daher besonders wichtig. Dazu gilt es sich im Vorhinein mit möglichen Handlungsoptionen zu befassen:

   - Taucht ein Tier im Scheinwerferlicht auf, gilt es sofort 
     abzublenden. Gleichzeitig sollte ein zügiger, aber 
     kontrollierter Bremsvorgang eingeleitet werden. Auch wenn es 
     egoistisch erscheinen mag: Versuchen Sie nicht dem Tier 
     auszuweichen. Zum einen können Sie seine Bewegung nicht 
     vorhersehen, zum anderen besteht die Gefahr in den Gegenverkehr 
     zu geraten oder die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren und
     von der Fahrbahn abzukommen. 
   - Wenn möglich versuchen Sie durch Hupen das Tier zu verscheuchen. 
   - Ein Tier kommt selten allein. Rechnen Sie immer damit, dass noch
     weitere Tiere folgen. 

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