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10.04.2015 – 09:58

Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle Gießen

POL-GI: Dritter bundesweiter Blitz-Marathon
mittelhessische Polizei und Kommunen im Einsatz gegen Raser

POL-GI: Dritter bundesweiter Blitz-Marathon / mittelhessische Polizei und Kommunen im Einsatz gegen Raser
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Gießen (ots)

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Über 20 europäische Länder beteiligen sich an den Geschwindigkeitsmessungen am 16. April

Auf der Internetseite der hessischen Polizei - www.polizei.hessen.de - können Sie sich über Blitzstellen in Hessen informieren.

Mittelhessen: Am 16. April 2015 beteiligen sich Polizisten und kommunale Mitarbeiter aus Mittelhessen an dem mittlerweile dritten bundesweiten Blitz-Marathon. Erstmals nehmen auch europäische Länder an den Geschwindigkeitskontrollen teil. Gemeinsam gehen die Verkehrsüberwacher gegen zu hohes Tempo auf den Straßen vor und wollen das Geschwindigkeitsniveau nachhaltig senken.

Am 16. April 2015, ab 06.00 Uhr, müssen sich Verkehrsteilnehmer im gesamten Bundesgebiet auf Geschwindigkeitsmessungen einstellen. Auch in den Landkreisen Gießen, Wetterau und Marburg-Biedenkopf sowie im Lahn-Dill-Kreis werden mehr als 140 Polizisten und Mitarbeiter der Kommunen an über 70 Messstellen bis um 24.00 Uhr Raser ins Visier nehmen. Sämtliche Blitzstellen werden über die Medien bekannt gegeben.

Hessische Blitzstellen unter www.polizei.hessen.de/Verkehr/.

In ganz Hessen führen am dritten bundesweiten Blitzmarathon mehr als 900 Bedienstete der Polizei sowie der teilnehmenden Kommunen an über 400 Kontrollstellen Geschwindigkeitsmessungen durch.

Ursprünglich sollte der Blitzmarathon wie schon in den beiden Vorjahren 24 Stunden dauern. Aufgrund der Trauerfeier für die Opfer des Germanwings-Flugzeugabsturzes am 17. April 2015 im Kölner Dom wird die Aktion jedoch auf den 16. April beschränkt.

Raser sind das größte Risiko im Straßenverkehr

Überhöhte Geschwindigkeit ist nach wie vor das größte Risiko im Straßenverkehr: in Hessen verursachten Raser im Jahr 2014 die meisten schweren Verkehrsunfälle. Bei einem Drittel der insgesamt 223 Todesopfer im Straßenverkehr war überhöhte Geschwindigkeit die Ursache. Insbesondere auf Landstraßen ist die Gefahr schwerste Verletzungen durch einen Unfall davonzutragen sehr hoch. Zwar machten die Karambolagen auf ländlichen Straßen lediglich 23 Prozent der Gesamtunfälle in 2014 aus, allerdings ereigneten sich 60 % der tödlichen Unfälle eben auf dieser Straßenklasse. Auf gut ausgebauten Straßen neigen viele Fahrzeugführer dazu die eigene Geschwindigkeit über das Erlaubte hinaus zu erhöhen. Mit diesem Tempo passieren sie Kurven, Einmündungen und Kreuzungen.

Auch innerorts sind durch zu schnelles Fahren viele Menschen ums Leben gekommen. Hier sterben die Menschen nicht im, sondern außerhalb des Fahrzeuges. Aus diesem Grund müssen insbesondere schwächere Verkehrsteilnehmer, wie Fußgänger oder Radfahrer, geschützt werden. Wissenschaftliche Studien beweisen, dass die Senkung des Geschwindigkeitsniveaus um 2 km/h innerorts zu einem Rückgang der Verunglückten um bis zu 15 % führt. Zudem belegen Untersuchungen, dass bei 65 km/h acht von zehn zu Fuß Gehenden bei einem Zusammenstoß mit einem Pkw sterben, während bei 50 km/h acht von zehn zu Fuß Gehenden überleben.

Der Bekämpfung zu schnellen Fahrens kommt somit eine große Bedeutung zu.

Tempolimits sind keine Empfehlungen

Geschwindigkeitsbegrenzungen sind keine Handlungsempfehlungen - es ist wichtig sich an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten zu halten! Tempoüberschreitungen werden überwiegend bewusst und kalkuliert begangen. Der Polizei und den Kommunen kommt es nicht auf die Anzahl der Verstöße oder Anzeigen an. Ziel ist es nachhaltig das Geschwindigkeitsniveau zu senken, um damit weitere Tote und Schwerverletze zu verhindern. Im Mittelpunkt aller polizeilichen Maßnahmen stehen die Sicherheit im Straßenverkehr und damit die Erhöhung der Lebensqualität.

Moderne Messtechnik erhöht das Entdeckungsrisiko

Die Polizei setzt bei der Geschwindigkeitsüberwachung modernste Technik ein. Messanlagen fertigen neben dem bekannten Frontfoto auch Aufnahmen vom Heck des zu schnell fahrenden Fahrzeugs, so dass zum Beispiel Motorradfahrer nach einem festgestellten Geschwindigkeitsverstoß ebenfalls ermittelt werden.

Erstmals europaweite Geschwindigkeitskontrollen

Im Rahmen der Sonderkontrollaktion "Tispol / Speed-Control" haben über 20 europäische Länder ihre Teilnahme am 24-Stunden-Blitz-Marathon zugesagt. "Grenzen überschreiten, um Leben zu retten!" lautet der Slogan von TISPOL, dem europaweiten Polizei-Netzwerk, das die Zahl der Verkehrsunfallopfer senken will. TISPOL steht für "Traffic Information System Police". Dabei handelt es sich um eine Nicht-Regierungsorganisation, hervorgegangen aus einem Zusammenschluss von Verkehrspolizeien der Mitgliedsländer der Europäischen Union mit Hauptsitz in London. Dieses europäische Verkehrspolizei-Netzwerk hat die Aufgabe, europaweit nationale Aktionen zur Durchsetzung der Vorschriften im Verkehrssektor zu koordinieren. Das Hauptziel ist die Reduzierung der auf Europas Straßen Getöteten und Schwerverletzten. TISPOL geht davon aus, dass die Verkehrsüberwachung und -ausbildung, wo immer zweckdienlich, einen bedeutenden Beitrag zur Verminderung der Zahl von Verkehrsunfallopfern leisten kann.

Guido Rehr, Pressesprecher

ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelhessen

Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=43559 

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Ferniestraße 8
35394 Gießen
Telefon: 0641-7006 2040
Fax: 0641-7006 2048

E-Mail: poea-gi.ppmh@polizei.hessen.de oder
http://www.polizei.hessen.de/ppmh

Original-Content von: Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle Gießen, übermittelt durch news aktuell

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