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25.04.2014 – 15:22

Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle Gießen

POL-GI: Nach morgendlichen Raubüberfällen auf Frauen wurde ein Tatverdächtiger in Haft genommen. Polizei und Staatsanwaltschaft bitten weitere Betroffene, sich zu melden und Zeugen um Mithilfe.

POL-GI: Nach morgendlichen Raubüberfällen auf Frauen wurde ein Tatverdächtiger in Haft genommen. Polizei und Staatsanwaltschaft bitten weitere Betroffene, sich zu melden und Zeugen um Mithilfe.
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Gießen (ots)

Gemeinsame Pressemitteilung der Polizei und Staatsanwaltschaft in Gießen:

Nach morgendlichen Raubüberfällen auf Frauen wurde ein Tatverdächtiger in Haft genommen. Polizei und Staatsanwaltschaft bitten weitere Betroffene, sich zu melden und Zeugen um Mithilfe.

Gießen: Nach einer Serie von morgendlichen Raubüberfällen in Gießen, bei denen Frauen auf brutale Art die Handtaschen geraubt wurden, hat die Polizei am Sonntagmorgen, 13.04.2014, einen Tatverdächtigen festgenommen. Gegen den 20-Jährigen wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl erlassen. Im Rahmen der noch andauernden Ermittlungen bittet die Polizei Zeugen und weitere Betroffene, sich zu melden sowie die Bevölkerung um Mithilfe. An den Wochenenden im März und April waren in den frühen Morgenstunden, zwischen 05 Uhr und nach Umstellung der Uhr 07.30 Uhr, in den Bereichen Wilhelmstraße, Ludwigstraße, Alicenstraße und Frankfurter Straße sowie in einem Fall auch in der Johannesstraße Frauen, insbesondere in Kranken- und Pflegeeinrichtungen beschäftigte, auf dem Weg zur Arbeit von einem bis dahin unbekannten jungen Mann niedergezerrt und teilweise brutal niedergeschlagen worden. Den Frauen wurden die Handtaschen geraubt, samt ihrer Ausweise, Handys und Geldbörse mit teilweise nur minimalen Geldbeträgen. Meist riefen die Frauen lautstark um Hilfe. So auch eine 26-Jährige, die am Sonntagmorgen, 13.04.2014, in der Frankfurter Straße überfallen wurde. Sie war auf dem Weg zum Frühdienst und deshalb um 05.25 Uhr an der Haltestelle Frankfurter Straße aus dem Bus ausgestiegen. Die junge Krankenpflegerin befand sich auf dem Gehweg auf der linken Seite Richtung Friedrichstraße bereits hinter dem Bahnübergang Liebigstraße in Nähe eines Sanitätshauses, als sie urplötzlich einen Schlag oder Tritt gegen den Hinterkopf verspürte. Sie stürzte zu Boden, der Mann kniete auf ihr Gesicht und nahm sie in den Schwitzkasten. Die Frau wehrte sich und schrie lautstark um Hilfe, da auf der Straße auch bereits Fahrzeuge fuhren und auf dem gegenüberliegenden Gehweg Menschen unterwegs waren. Der Täter trat massiv auf die Frau ein. Es gelang ihr, aufzustehen und in Richtung Friedrichstraße zu flüchten. An der Bushaltestelle Friedrichstraße standen drei junge Männer, die sich dann um sie kümmerten und auch einen Rettungswagen verständigten. Mit erheblichen Kopfverletzungen wurde die 26-Jährige stationär in ein Krankenhaus aufgenommen. Nur wenige Minuten nach diesem Überfall wurde eine Frau in der Liebigstraße beraubt und niedergeschlagen. Die Frau war ebenfalls auf dem Weg zur Arbeit und hatte ihr Fahrzeug im Riegelpfad abgestellt. In der Liebigstraße habe jemand plötzlich von hinten kommend versucht ihr die Handtasche weg zu reißen und ihr einen Schlag gegen den Kopf gegeben. Die Frau stürzte zu Boden. Der Räuber entriss ihr die Handtasche und entfernte sich. Die Frau musste später ebenfalls in einem Krankenhaus stationär aufgenommen werden. Ihre Hilfeschreie waren von Patienten des nahegelegenen Krankenhauses gehört worden. Sie verständigten die Polizei und auch ein Pfleger konnte sich um die Frau kümmern. Den bereits wegen der Überfälle eingesetzten Fahndern gelang es wenige Minuten später den Tatverdächtigen noch im Nahbereich festzunehmen.

Wie die überfallene 26-Jährige angab, seien in der Frankfurter Straße bereits Fußgänger und auch Fahrzeuge in dem Bereich unterwegs gewesen. Deshalb bittet die Polizei eindringlich, Personen, die an dem Sonntagmorgen um die Zeit dort unterwegs waren oder den Vorfall mitbekommen haben, sich zu melden. Die Ermittler schließen nicht aus, dass zu den zur Zeit rund zehn Überfällen noch weitere Vorfälle bislang nicht angezeigt wurden. Sie bitten deshalb auch weitere Betroffene, die sich bislang nicht gemeldet haben, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. So auch eine weitere noch unbekannte Frau nach einem ähnlichen Vorfall in der Ludwigstraße am 05.04.2014. Eine Anruferin hatte an dem Morgen Hilfeschreie einer Frau gehört und mitgeteilt. Wie eine weitere Zeugin der Polizei darüber hinaus meldete, war sie an dem frühen Samstagmorgen, 05.04.2014, gegen 05.40 Uhr, mit ihrem Pkw auf dem Weg zur Arbeit gewesen. An der Ludwigstraße, wenige Meter hinter der Kreuzung Wilhelmstraße in Richtung Liebigstraße, fielen ihr dabei unter einer Straßenlaterne im starken Regen zwei junge Männer auf, die an einer auf dem Bürgersteig liegenden Frau zerrten und anscheinend auch auf sie eintraten. Sie schrie um Hilfe. Die Autofahrerin hielt an und schrie die Männer aus ihrem Fahrzeug heraus an, sie sollten aufhören. Daraufhin flüchtete der eine Täter. Der andere kam drohend auf die Autofahrerin zu, so dass sich diese mit ihrem Pkw rückwärts in Sicherheit brachte. Die am Boden liegende Frau flüchtete nun vermutlich in die Wilhelmstraße. Die Autofahrerin bat dann einen Taxifahrer um Hilfe für die junge Frau und dass dieser die Polizei verständigen solle. Eine Anzeige liegt der Polizei bislang nicht vor und die geschädigte Frau konnte auch noch nicht ermittelt werden. Deshalb bittet die Polizei, dass sie sich meldet. Laut Beschreibung trug sie ein weißes T-Shirt und vermutlich eine Jeans-Weste. Sie war dunkelblond und hatte vermutlich leicht gewellte Haare. Auch der angesprochene Taxifahrer und sein Fahrgast werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Außerdem haben die Ermittler verschiedene Gegenstände sichergestellt, die teilweise an die Opfer ausgehändigt werden konnten. Bei weiteren Sachen ist deren Herkunft noch unklar. Dabei handelt es sich um einen runden Schminkspiegel mit Blumenverzierung, ein silberfarbenes Gliederarmband und eine markante Brille mit schwarzem Gestell und weißen Bügeln. Auch die Herkunft der auf dem Foto abgebildeten drei Geldbörsen, eine davon mit dem Aufdruck der britischen Fahne, ist noch unklar.

Die Polizei veröffentlicht im Internet auch die Bilder der Gegenstände: www.polizei.hessen.de/mh.

Hinweise erbittet die Kriminalpolizei in Gießen, Tel.: 0641/7006-2555.

Ute Sehlbach-Schellenberg, Oberstaatsanwältin, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Gießen, Tel.: o641/9343211

Willi Schwarz, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen

ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelhessen

Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=43559 

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mittelhessen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ferniestraße 8
35394 Gießen
Telefon: 0641-7006 2040
Fax: 0641-7006 2048

E-Mail: poea-gi.ppmh@polizei.hessen.de oder
http://www.polizei.hessen.de/ppmh

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