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17.02.2014 – 11:43

Polizeipräsidium Recklinghausen

POL-RE: Kreis Recklinghausen
Bottrop: Verkehrsunfallbericht 2013

Ein Dokument

Recklinghausen (ots)

Mit dem Verkehrsunfallbericht für das Jahr 2013 gewähren Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen und der Leiter der Direktion Verkehr, Polizeidirektor Rolf Engler, einen Einblick in die Entwicklung der Verkehrsunfälle für den Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Recklinghausen. In dem Jahresbericht stellen sie neben statistischen Daten und deren Analyse auch Kampagnen, Projekte und Konzepte zur Verkehrsunfallbekämpfung vor.

Die Entwicklungen:

In Zahlen zeigt sich die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2013 noch positiver als im Vorjahr. In fast allen Bereichen sind die Unfallzahlen gesunken. Dies wird bereits beim Blitz-Check deutlich: die Gesamtzahl der Unfälle sank um fast sechs Prozent. Im Jahr 2013 kamen 14 Menschen bei Verkehrsunfällen auf den Straßen im Vest ums Leben. Im Vorjahr waren es 20. Die Zahl der Unfälle mit Fußgängern sank um 67. Lediglich im Bereich der Unfälle mit Senioren ist ein leichter Anstieg von 0,7 Prozent zu verzeichnen, das sind sechs Unfälle mehr.

Die Verunglücktenzahl beschreibt die Zahl der Personen (auch Mitfahrer), die bei Verkehrsunfällen getötet oder verletzt wurden. Hier ist im letzten Jahr ein Rückgang von fast sechs Prozent, in den letzten fünf Jahren sogar ein Rückgang von über 25 Prozent zu verzeichnen. Vergleicht man die Zahl der Verunglückten auf den Straßen des Kreises Recklinghausen und der Stadt Bottrop aus dem Jahr 2013 mit der aus dem Jahr 1967 zeigt sich die Dimension des stetigen Rückgangs. Im Jahr 1967 lag die Zahl der Verunglückten noch bei über 6000 Menschen. Im letzten Jahr betrug sie 1964.

Weniger Verkehrstote - ¾ davon sind ungeschützte Verkehrsteilnehmer

Das Risiko, im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Recklinghausen als Fußgänger oder Radfahrer zu verunglücken, ist im Vergleich zum Landesdurchschnitt deutlich geringer. Die Verunglücktenhäufigkeit bei Fußgängern liegt im Kreis Recklinghausen und Bottrop bei 25,4 (Verunglückte pro 100 000 Einwohner) gegenüber 43,3 im Land NRW. Bei Radfahrern ist das Verhältnis 67,4 (PP RE) zu 82,2 im Land.

Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen macht deutlich: "Auch wenn die Zahl der Todesopfer mit 14 wie im Jahr 2011 auf dem tiefsten Stand seit Beginn unserer Aufzeichnungen ist, bekümmert uns der Anteil der ungeschützten Unfallopfer - im letzten Jahr starben acht Fußgänger und zwei Radfahrer. Deshalb werden wir unsere Kampagnen konsequent weiterführen. Wir werden nicht müde, unsere Konzepte zu optimieren und Aktionen durchzuführen!"

Ein Konzept ist das Projekt "Fußgängersicherheit auf Risikostrecken in Bottrop und Recklinghausen". Es verknüpft die maßgeblichen Probleme, die immer wieder zu schweren Unfällen mit Fußgängern führen, das sind Geschwindigkeit, Überqueren von Fahrbahnen und "Sehen und Gesehen werden". Rolf Engler erklärt: "Ein unbedachtes Falschparken im Bereich von Fußgängerüberwegen kann schon dazu führen, dass ein Fußgänger übersehen wird und in einen Unfall verwickelt wird und schwerwiegende Folgen erleidet."

Das Jahr 2013 war erst wenige Minuten alt, als der Polizei und den Rettungskräften zwei tragische Unfälle gemeldet wurden. Zwei junge Frauen starben in Recklinghausen und zwei weitere junge Frauen verletzten sich in Herten so schwer, dass sie noch heute mit den erheblichen Folgen zu kämpfen haben.

Vier junge Frauen, die auf der Straße von Autos erfasst wurden. Vier Familien, in denen von einer auf die andere Minute nichts mehr war wie früher. Vier Schicksale, die mit richtigem und angepasstem Verhalten im Straßenverkehr vermeidbar gewesen wären. Dazu Friederike Zurhausen: "Helfen Sie uns, Schicksale wie die der ersten halben Stunde im Jahr 2013 zu vermeiden. Passen Sie Ihr Verhalten im Straßenverkehr an und nehmen Sie Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer - dann kommen alle sicher an!"

Zu hohe Geschwindigkeit gefährdet Leben

Bei fast einem Drittel der tödlichen Verkehrsunfälle hat zu hohe Geschwindigkeit eine Rolle gespielt. Wo der Bremsweg bei einer Ausgangsgeschwindigkeit von 50 km/h endet, ist ein Fahrzeug bei einer Ausgangsgeschwindigkeit von 60 km/h noch etwa 40 km/h schnell. Schon bei geringen Geschwindigkeitsüberschreitungen können die Folgen fatal sein, durch Raserei wird überhöhte Geschwindigkeit besonders gefährlich. Insbesondere für ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger oder Radfahrer kann das tödlich enden. Die Polizei Recklinghausen wird deshalb auch weiterhin neben angekündigten die nicht angekündigten Geschwindigkeitskontrollen durchführen. Rolf Engler dazu: "Unser Ziel ist es, aus Rasern "Eintagsflieger" zu machen und so die Sicherheit auf unseren Straßen zu erhöhen!" Er fügt hinzu: "Der Blitzmarathon ist mittlerweile etabliert und akzeptiert. In vielen Köpfen ist durch den Blitzmarathon bereits angekommen, dass zu schnelles Fahren kostet: Nerven, mehr Benzin, den Führerschein und im schlimmsten Fall auch Menschenleben."

Junge Fahrer sind bei den Alkoholunfällen überrepräsentiert und verunglücken häufiger

Gemessen am Anteil der Bevölkerung fallen junge Fahrer häufiger mit Alkohol am Steuer bei Unfällen auf als die anderen Altersgruppen. Die Anzahl der Unfälle unter Alkoholeinwirkung haben zwar in der Masse abgenommen (-4,8 Prozent), allerdings werden die schwerwiegenden Folgen häufiger. Bei zwei Unfällen mit Todesfolge hatte der Fahrer Alkohol getrunken. Die Unfälle mit Schwerverletzten und alkoholisierten Fahrern stiegen um fast 40 Prozent. Zurhausen dazu: "Wer als Fahrer in solche Unfälle verwickelt ist, riskiert nicht nur Leben und Gesundheit von sich selbst und anderen, sondern kann damit auch Lebenspläne zerstören. Neben der emotionalen Last, durch Alkohol einen Unfall verursacht zu haben, drohen nicht selten Spätfolgen wie der Verlust des Arbeitsplatzes, wenn die Fahrerlaubnis entzogen wird."

Auch bei Unfällen, bei denen Alkohol keine Rolle spielt, sind Jugendliche und junge Erwachsene häufiger verunglückt. Das Risiko in diesen Altersklassen war ungefähr 90 Prozent höher als der Durchschnitt.

Um insbesondere Fahranfänger mit den Risiken von Alkohol, überhöhter Geschwindigkeit und Selbstüberschätzung zu konfrontieren, führen Polizisten, Feuerwehrleute, Notfallseelsorger und Notärzte die Veranstaltung "Crash Kurs NRW" auch im Zuständigkeitsbereich des PP Recklinghausen weiter fort. Mit emotionalen Bildern, realen Erlebnissen und eindringlicher Musik haben die Akteure mittlerweile schon über 10.000 Schülerinnen und Schüler erreicht.

Das Resümee der Polizeipräsidentin zum Verkehrsbericht 2013: "Die sinkenden Zahlen der Verkehrsunfälle sind natürlich erfreulich und ein Zeichen, dass wir mit unseren Konzepten auf dem richtigen Weg sind. Doch auch wenn die Zahlen sich positiv entwickelt haben, verbergen sich dahinter Schicksale. Und weil jedes Unfallopfer eines zu viel ist, fordern und fördern wir weiterhin Rücksicht im Straßenverkehr und ahnden jedes Fehlverhalten konsequent."

Fragen zum Verkehrsunfallbericht können an die Pressestelle des Polizeipräsidiums Recklinghausen unter der Telefonnummer 02361 / 55- 1032 gerichtet werden. Der Verkehrsunfallbericht ist auf der Internetseite des Polizeipräsidiums Recklinghausen unter www.polizei.nrw.de/recklinghausen eingestellt.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Recklinghausen
Ramona Hörst
Telefon: 02361/55-1032
E-Mail: pressestelle.recklinghausen@polizei.nrw.de

Original-Content von: Polizeipräsidium Recklinghausen, übermittelt durch news aktuell

 
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