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01.07.2015 – 10:32

Polizei Bremen

POL-HB: Nr.: 0401 --Lokalschließung führt zu Auseinandersetzungen --

Bremen (ots)

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Ort: 	Bremen-Neustadt, Langemarckstraße
Zeit: 	30.06.15, 20 Uhr 

Nach der Schließung einer Gaststätte in der Bremer Neustadt attackierten Mittwochabend aufgebrachte Besucher und Sympathisanten die Einsatzkräfte. Die Polizei nahm mehrere Personen vorläufig fest und leitete diverse Strafverfahren ein.

Am 3. Juni schloss das Stadtamt eine so genannte Teestube in der Langemarckstraße. Gestern Abend stellten zivile Ermittler wieder einen regen Betrieb in dem Lokal fest. Bei der anschließenden Kontrolle konnten die Verantwortlichen keine erneuerte Betriebserlaubnis vorlegen. Die anwesenden Personen wurden überprüft und die Gaststätte anschließend von der Polizei wieder geschlossen. Damit waren die Anwesenden nicht einverstanden. Es sammelten sich immer mehr Personen auf der Straße und fingen an, die Einsatzkräfte teilweise derbe zu beleidigen und sprachen massive Drohungen gegen die Polizisten aus. Bei der Personalienfeststellung eines 26 Jahre alten Mannes leistete dieser Widerstand, spuckte dem Polizisten ins Gesicht und musste gebändigt werden. Ein 15-Jähriger sprang dazu und versuchte ihn zu befreien. Die Umstehenden, mittlerweile auf 30 Personen angewachsen, solidarisierten sich mit den beiden Festgenommenen und schubsten und bedrängten die Einsatzkräfte. Mehrere zogen ihre Gürtel aus der Hose und schwenkten die Schnallen in Richtung der Polizisten. Weitere Streifenwagenbesatzungen aus dem gesamten Stadtgebiet wurden hinzugezogen und brachten die Situation schnell unter Kontrolle. Während der Auseinandersetzungen schlug ein 29 Jahre alter Mann die Heckscheibe eines Streifenwagens ein, ein 57-Jähriger ging mit einem Ast auf die Polizisten los. Schwerer verletzt wurde niemand.

Die polizeiliche Bilanz des Abends liest sich wie ein Ausflug durch das Strafgesetzbuch: Landfriedensbruch im besonders schwerem Fall, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Gefangenenbefreiung, Zerstörung wichtiger Einsatzmittel.

Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Rückfragen bitte an:
Pressestelle Polizei Bremen
Pressestelle
Nils Matthiesen
Telefon: 0421 361-12114
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