Polizei Hagen

POL-HA: Verkehrsunfallbilanz 2013 Polizeioberrat Michael Hoffmann, Leiter der Direktion Verkehr des PP Hagen stellt die Verkehrsunfallstatistik vor

Hagen (ots) - 1. Projekt Kinderunfälle wirkt weiterhin: Nochmaliger Rückgang der Verletztenzahlen

2. Weniger Menschen bei Unfällen verletzt als im Vorjahr

3. Junge Menschen weiter im Mittelpunkt der Verkehrssicherheitsarbeit

Projekt Kinderunfälle führte erneut zur niedrigsten Verletztenzahl seit Bestehen der Statistik

Seit Jahren werden in Hagen immer weniger Kinder im Straßenverkehr verletzt. "Mit 37 Verunglückten in 2013 (39 im Vorjahr) wurde wieder ein neuer Tiefststand erzielt und die Zahl seit dem Jahr 2006 (73) nahezu halbiert", stellte Polizeioberrat Michael Hoffmann heute (17.02.2014) erleichtert den Verkehrsunfallzahlen des letzten Jahres voran.

21 Kinder verunglückten aktiv als Fußgänger und vier als Radfahrer.

7 Kinder wurden als Insassen in Fahrzeugen verletzt. Sie blieben in diesen Fällen von schweren Verletzungen verschont, weil sie die vorgeschriebenen Sicherheitsgurte angelegt hatten.

Weniger Verletzte als im Vorjahr zu beklagen

Die Anzahl der Verletzten verringerte sich um 3,9 % von 592 auf 569 Personen. Mit 96 Schwerverletzten wurde 2013 derselbe Stand wie 2012 erreicht. Die Zahl der Leichtverletzten nahm mit 473 (496 im Vorjahr) ebenfalls ab.

"Dennoch ist jedes Unfallopfer eines zuviel und wir setzen auch im laufenden Jahr alles daran, die Zahlen so niedrig wie möglich zu halten", versichert Michael Hoffmann, unter anderem mit Blick auf die Unfalltoten, obwohl die von drei auf zwei Menschen gesunken sind. "Wir nehmen mit der Hauptunfallursache Geschwindigkeit den "Killer Nr. 1" im Straßenverkehr auch 2014 verstärkt ins Visier. Der mehrfache Blitzmarathon hat bereits im letzten Jahr einige Verkehrsteilnehmer wach gerüttelt und die Polizei Hagen bleibt damit am Ball."

2013 wurden in Hagen 7.437 (7.250) Verkehrsunfälle polizeilich aufgenommen. Die Zahl der Unglücksfälle nahm damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 % leicht zu.

Hohes Engagement der Hagener Polizei bei der Verkehrssicherheitsarbeit

Über 45.000 repressive Maßnahmen mussten im vergangenen Jahr ergriffen werden. Intensive Aufklärungs- und Verkehrserziehungsmaßnahmen führten die Verkehrssicherheitsberater insbesondere wieder an Schulen, Kindergärten, und bei jungen Erwachsenen durch.

Bei 1.922 (1.833) Verkehrsunfällen mit Personen- und / oder schwerem Sachschaden waren in 1088 (942) Fällen die Unfallursachen auf eine oder mehrere der acht Hauptunfallursachen - wie z.B. Vorfahrtsverletzungen, Geschwindigkeitsüberschreitungen, Alkohol- / Drogenmissbrauch zurückzuführen.

Geschwindigkeit

Die Nichtbeachtung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit musste in 28.212 (14.966) Fällen gebührenpflichtig verwarnt werden. Viele Geschwindigkeitssünder wurden wieder von der Polizei an Ort und Stelle angehalten. Die Polizei Hagen wird auch hier an der Landesstrategie festhalten und unter dem Motto: "Brems Dich - Rette leben!" gemeinsam mit der Kommune flächendeckend gegen zu schnelles Fahren vorgehen. "Zwar geben wir viele unserer Messstellen im Vorfeld bekannt. Trotzdem muss in Hagen jeder Verkehrsteilnehmer immer und überall mit Geschwindigkeitskontrollen rechnen", warnt Polizeioberrat Michael Hoffmann. "Denn, wenn es uns gelingt, die Durchschnittsgeschwindigkeit im Straßenverkehr nur um zwei bis drei km/h zu senken, dann hätten wir etwa 10 bis 15 Prozent weniger Schwerverletzte zu beklagen. Und das wäre ein weiterer Schritt in punkto Sicherheit. Deshalb der Appell: Jeder kann Leben retten, wenn er verantwortungsvoll fährt."

Alkohol- / Drogen- und Medikamenteneinfluss

Immer stärker in den Fokus geraten die unter Drogeneinfluss stehenden Fahrer, die neben den alkoholisierten Verkehrsteilnehmern ein gleich hohes Gefährdungspotential darstellen. Seitdem eine verstärkte Überwachung in diesem Bereich erfolgt, wird das Dunkelfeld immer mehr aufgehellt. Allein dadurch wurde 201 Fahrern (189 im Vorjahr) unter Drogeneinfluss eine Blutprobe entnommen.

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit der Ursache "Alkohol- und Drogeneinfluss" verringerte sich mit 64 Fahrten im Vergleich zum Vorjahr (75) leicht.

Die entdeckten Trunkenheitsfahrten steigerten sich von 264 auf 295. Nach wie vor liegt der Promillewert bei jeder zweiten Alkoholfahrt über 1,10.

Junge Menschen bleiben im Mittelpunkt der Verkehrssicherheitsarbeit

In dieser Bevölkerungsgruppe kam es 2013 zu 84 (88 Vorjahr) Verkehrsunfällen. Im Vorjahreszeitraum betrug die Zahl der verletzten jungen Erwachsenen 103, diesmal waren es mit nur 99 erstmalig weniger als Hundert.

Die Mobilität junger Erwachsener hat stark zugenommen und zeigt sich in der hohen Nutzung sowohl von Pkw, als auch von motorisierten Zweirädern. Insgesamt 47-mal verursachten sie dabei Kollisionen, überwiegend durch die Hauptunfallursachen: Nichtbeachten der Vorfahrt, Geschwindigkeit, Fehler beim Abbiegen und Trunkenheit.

Die Polizei Hagen setzt bei der Bekämpfung dieses Unfallgeschehens weiter auf Verkehrsaufklärung und Prävention, gleichzeitig wird die Kontrolldichte hochgehalten.

Im Präventionsbereich wurde bereits 2010 mit der Kampagne "Crash Kurs NRW" begonnen. 2013 fanden 9 Veranstaltungen mit über 1800 Schülerinnen und Schülern an verschiedenen Hagener Schulen statt. Die Kampagne ist auf Dauer angelegt und richtet sich an alle Hagener Schülerinnen und Schüler der 10. oder 11. Klassen. "Es ist wichtig, die zukünftigen Fahrzeugführer so früh wie möglich für die Gefahren des Straßenverkehrs zu sensibilisieren. Die Resonanz der Veranstaltungen und die rückläufigen Zahlen in der Statistik machen uns zuversichtlich, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind", so der Direktionsleiter Verkehr.

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