Polizei Hagen

POL-HA: Hagener Kripo klärt sechs Spielhallenüberfälle

Hagen (ots) - Über zwei Wochen verbreitete eine Tätergruppe in Hagen bei Betreibern und Angestellten von Spielhallen Angst und Schrecken. Dem bösartigen Treiben einer überwiegend aus Wetter stammenden Bande setzte die Hagener Kriminalpolizei in den letzten beiden Wochen ein Ende und dürfte somit weitere Überfälle durch die Gruppierung verhindert haben. Jeweils in den späten Abendstunden wurden Spielhallen am 03.01.14 in der Boeler Straße, am 04.01.14 in der Elseyer Straße und am 16.01.14 in der Körnerstraße überfallen. Besonders abgezockt agierten sie am 18.01.14, als sie nacheinander in weniger als zwei Stunden weitere Spielhallen in der Eilper Straße, der Schwerter Straße und der Minervastraße heimsuchten. Stets agierten in den Hallen zwei maskierte junge Männer, die unter Vorhalt einer Schusswaffe Geld forderten und angesichts der Bedrohungssituation auch immer bekamen. Es störte sie dabei überhaupt nicht, ob und wie viele Gäste sich zu diesem Zeitpunkt noch in der jeweiligen Spielhalle aufhielten. Denn das Vorgehen war darauf ausgelegt, die Anwesenden durch laute Kommandos und das Vorhalten einer Pistole einzuschüchtern und die Örtlichkeit nach spätestens 30 Sekunden wieder zu verlassen. Draußen warteten etwas abgesetzt zwei weitere Tatbeteiligte in ihrem Pkw, um sie nach der Tat aufzunehmen und schnell vom Tatort flüchten zu können. Da die Täter mehr Beute erwartet hatten, als sie tatsächlich erhielten, setzte sich die Serie fort und die gipfelte in den drei Taten vom 18.01.14. Da auch hier kaum nennenswerte Gewinne gemacht werden konnten, schien es nur eine Frage der Zeit, wann sie wieder zuschlagen würden. Für die Täter überraschend, schlug dann aber die Polizei zu, indem die Gruppierung nach und nach zu Hause aufgesucht und festgenommen wurde. Bei den Durchsuchungen konnte umfangreiches Beweismaterial gesichert werden, unter anderen eine schwarz-weiße und eine schwarz-rote Schaumstoffmaske, die jeweils bei den Überfällen benutzt wurden. Die von Zeugen genannten "Scream-Masken" gibt es jedoch nicht, hier liegt offensichtlich eine Verwechselung durch die Zeugen und Geschädigten vor, die sich durch die Anspannung in den Ausnahmesituation erklären lässt.

Die Verdächtigen zeigten sich in den Vernehmungen überwiegend geständig. Hier wurde ihnen recht deutlich vermittelt, was sie den Spielhallenangestellten mit den Taten angetan hatten. Mehrere sind so mitgenommen, dass sie sich in psychiatrischer Behandlung begeben mussten.

Haupttäter sind ein 21-jähriger und ein 19-jähriger Hagener, die je zwei der fünf abwechselnd in den Spielhallen agierende Täter an ihrem Wohnort in Wetter abholten und zu den jeweiligen Hallen brachten. Die Beute wurde stets sofort und gerecht geteilt.

Zwei der Wetteraner, ein 18-Jähriger und ein 19-Jähriger kamen, wie auch die beiden Hagener, in Untersuchungshaft. Bei den Nachermittlungen stellte sich heraus, dass der Fahrer des Tatautos zum Zeitpunkt der Überfälle seinen Führerschein für einen Monat entzogen bekommen hatte und somit ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war.

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