Polizei Mönchengladbach

POL-MG: Bundespreis für Projekt "Frauen stärken Frauen - für Frauen aus der ganzen Welt" ; Polizistinnen bieten Integrationshilfe an und setzen Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen

von li nach re: Frau Gülistan Yüksel MdB; Jutta Weinmann, Polizeipräsident Hans-Hermann Tirre, Melanie Bayer

Mönchengladbach (ots) - Gemeinsame Pressemeldung des Polizeisportvereins Mönchengladbach e.V. und der Polizei Mönchengladbach

Heute erhielten Vertreterinnen des Projektes "Frauen stärken Frauen -für Frauen aus der ganzen Welt" in Berlin aus der Hand der Bundesministerin für Familie, Frauen, Jugend und Senioren, Frau Manuela Schwesig, sowie von der DOSB-Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung Ilse Ridder-Melchers den dritten Preis im bundesweiten Wettbewerb "Starke Netze gegen Gewalt". Den Preis, der mit 2000 EUR dotiert ist, nahmen die Polizeibeamtinnen Jutta Weinmann und Melanie Bayer in Begleitung von Polizeipräsident Hans-Hermann Tirre und der Mönchengladbach Bundestagsabgeordneten Frau Gülistan Yüksel entgegen. Leider konnte die Dritte im Bunde, Polizeikommissarin Nina Bartsch, nicht persönlich an der Preisverleihung teilnehmen.

Polizeipräsident Hans-Hermann Tirre zur Preisverleihung: "Mich freut es außerordentlich, dass dieses besondere Engagement meiner drei Beamtinnen so außergewöhnlich gewürdigt wird. Immerhin arbeiten sie im Projekt überwiegend außerhalb ihrer Dienstzeiten. Das finde ich besonders lobenswert."

Der PSV Mönchengladbach e.V. hatte sich als Verein und Ordnungspartner der Polizei an dem bundesweiten Wettbewerb des Deutschen Olympischen Sportbundes für Vereine beteiligt. "Ich war völlig überrascht und auch mächtig stolz, als ich in der letzten Woche vom DOSB die Nachricht erhielt, dass wir zu den drei Preisträgern gehören", erklärte Eric Block, Polizeibeamter aus Mönchengladbach und Leiter der Abteilung Polizeidienstsport im PSV.

   - Ein Projekt mit einer besonderen Zielrichtung - 

Die Abteilung Polizeidienstsport des PSV Mönchengladbach e.V. und die Polizei Mönchengladbach schufen vor etwa 1 ½ Jahren das Projekt "Frauen stärken Frauen - für Frauen aus der ganzen Welt". Drei Polizistinnen aus der Mönchengladbacher Einsatzhundertschaft gründeten diese Initiative mit dem Ziel der Integrationshilfe und der Gewaltprävention für Frauen mit Migrationshintergrund. Ihre Erfahrungen aus dem täglichen Dienst hatten Melanie Bayer, Nina Bartsch und Jutta Weinmann veranlasst, selbst aktiv zu werden.

Frauen, die wegen ihres Migrationshintergrundes Opfer von Gewalt oder fremdenfeindlicher Übergriffe wurden, zeigten sich unsicher und teils hilflos, waren sich ihrer Opferrolle nicht wirklich bewusst und kannten weder ihre Rechte im Strafverfahren noch wussten Sie um die Existenz der zahlreichen Hilfeeinrichtungen, wo ihnen Unterstützung und Hilfe angeboten wird. Hinzu kommt, dass sie in ihren Herkunftsländern oftmals schlechte Erfahrungen mit der dortigen staatlichen Obrigkeit gemacht haben und daher kaum Vertrauen in die Arbeit der Polizei vorhanden ist.

In zweitägigen Kursen für exakt diese Zielgruppe erhalten Frauen und Mädchen Hinweise dazu, wie man gefährliche Situationen rechtzeitig erkennt und vermeiden kann, wie man im Falle einer Konfrontation mit einem Straftäter kommuniziert, deeskaliert oder sich auch körperlich zur Wehr setzen kann. Sie erfahren etwas über die Rolle der Polizei, die Rechte von Gewaltopfern und werden über lokale Hilfseinrichtungen und Hilfsorganisationen informiert.

Über den Kontaktbeamten für Muslimische Institutionen der Polizei Mönchengladbach erhielten die Beamtinnen Zugang zu örtlichen Moscheen und muslimischen Vereinen und damit auch zu Mädchen und Frauen muslimischen Glaubens.

Dieses spezielle Kursangebot stieß auf ein großes Interesse. "Der starke Zulauf zu den Kursen und das große Interesse der Kursteilnehmerinnen haben uns ungeheuer motiviert", erklärt Jutta Meinmann.

So wuchs bei den drei Initiatorinnen der Wunsch, ihr Projekt in ein Netzwerk gegen Gewalt an Frauen einzubinden. "In der Folgezeit konnten wir verschiedene Ordnungspartner überzeugen, unser Projekt auf die unterschiedlichsten Arten zu unterstützen" , so Melanie Bayer, Polizeioberkommissarin der Einsatzhundertschaft.

Mit folgenden Partnern wurden so genannte Kooperationsabkommen getroffen: - Familienbildungsstätte Mönchengladbach, Arbeitskreis Katholische Familienbildung GmbH - SKM - Katholischer Verein für soziale Dienste Rheydt e.V., Fachdienst Integration und Migration - Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach - Diakonisches Werk, Fachbereich Jugendmigrationsdienst - Integrationsbeauftragte der Stadt Mönchengladbach - Fachbereich Schule und Sport, Arbeitsstelle für interkulturelle Bildung und Integration (ABI) der Stadt Mönchengladbach

Fast alle angebotenen Kurse sind mittlerweile ausgebucht, zwischenzeitlich werden in Kooperation mit verschiedenen Schulen auch sehr erfolgreich Kurse für junge Mädchen durchgeführt.

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