Kreispolizeibehörde Borken

POL-BOR: Betrügerische Spendensammler im Kreis Borken unterwegs
Polizei rät zur Vorsicht

Gronau (ots) - (dh) Im Laufe der vergangenen Woche teilten mehrere Bürger aus Gronau, Heek, Stadtlohn und Heiden der Polizei mit, dass ihnen Personen aufgefallen seien, die um eine Geldspende bitten würden.

Die in mehreren Kleingruppen agierenden Männer, Frauen und Kinder, die mit einem in Rumänien zugelassenen Kleinbus unterwegs waren, klingelten an verschiedenen Haustüren und gaben unter anderem vor, völlig mittellos und in einer Notsituation zu sein.

Oft werden solche aggressiven Bettelversuche dann dazu benutzt, entweder aus dem Geldbeutel von gutgläubigen Leuten Geldscheine zu stehlen oder sich so Zutritt ins Haus verschaffen.

Das Betteln ist von Rechts wegen grundsätzlich nicht zu beanstanden. Anders sieht es aus, wenn der Bettler vorgibt, das Geld "für einen guten Zweck" zu benötigen - zum Beispiel für eine Organisation des Tierschutzes oder der Kinderhilfe, es tatsächlich aber in die eigene Tasche steckt, statt es an die Organisation, für die er sammeln will, weiter zu leiten. Dieser "Bettelbetrug" ist strafbar.

Die Polizei kontrollierte die Personen und stellte fest, dass auf Zetteln und Fotos diverse verschiedene Notsituationen beschrieben wurden, und diese dann an den Haustüren vorgezeigt wurden. Die Zettel wurden beschlagnahmt, gegen die Personen wurden Anzeigen wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs gefertigt.

Zu weiteren Straftaten kam es offenbar nicht.

Die Polizei rät dazu, wachsam zu sein, denn es ist davon auszugehen, dass die Personengruppe an einem anderen Ort des Kreieses das Betteln wieder aufnehmen wird.

In diesem Zusammenhang gibt die Polizei folgende Tipps:

Lassen sie niemals Fremde in Ihre Wohnung. Vergewissern Sie sich vor dem Öffnen der Haustür, wer zu Ihnen will: Schauen Sie durch den Türspion oder aus dem Fenster, benutzen Sie die Türsprechanlage. Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher, notfalls auch energisch: Sprechen Sie laut mit ihnen oder rufen Sie um Hilfe! Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Weder an der Haustür noch beim Einkaufsbummel.

Melden Sie Vorkommnisse, die Ihnen verdächtig vorkommen, sofort unter der Notrufnummer 110 der Polizei.

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