Kreispolizeibehörde Borken

POL-BOR: Raesfeld - Panne vorgetäuscht
Bargeld gefordert

Raesfeld (ots) - (dh) Am Samstag haben zwei bislang Unbekannte die Hilfsbereitschaft eines 47-jährigen Raesfelders ausgenutzt und 150 Euro ergaunert.

Gegen 15:00 Uhr befuhr der 47-Jährige mit seinem Pkw die Straße "Helweg" in Richtung Raesfeld, als er in Höhe der Einmündung "Zum Ehrenmal" am Fahrbahnrand ein Auto mit eingeschalteter Warnblinkanlage und einen stark gestikulierenden Mann bemerkte. Augenscheinlich hatte das Fahrzeug eine Panne. Nachdem zuvor zwei vor ihm fahrende Pkw-Führer die Örtlichkeit ohne anzuhalten passiert hatten, hielt der hilfsbereite 47-Jährige an.

Er wusste allerdings nicht, dass die Panne nur vorgetäuscht war.

Nachdem der Unbekannte von der Straße unaufgefordert auf dem Beifahrersitz im Auto des 47-Jährigen Platz genommen hatte, bat er in gebrochenem Deutsch um die Herausgabe von 150 Euro, da man noch nach Berlin fahren müsste. Zeitgleich stieg ein zweiter Mann in den Fond des Fahrzeuges. Überrumpelt durch die Gestik, das forsche Auftreten und einer möglichen Gewaltandrohung händigte der 47-Jährige das Geld aus.

Einer der Männer versprach das Geld auf jeden Fall zurück zu zahlen. Deshalb notierte er sich noch die Telefonnummer des "Helfers". Im Weggehen warf er zwei goldfarbene Herrenringe sowie eine Visitenkarte auf den Beifahrersitz.

Beide Männer stiegen in das "Pannenfahrzeug" und entfernten sich über die Landesstraße 896 in Richtung Wesel. Bei dem Fahrzeug soll es sich um einen "Rechtslenker" gehandelt haben. An dem Auto waren gelbe Kennzeichen mit schwarzer Schrift angebracht.

Beschreibung der Männer: 1. Täter: etwa 60 Jahre alt, ca. 1,70 m groß, korpulent und hatte eine Glatze. Er trug ein gelbes/beigefarbenes Hemd. 2. Täter: etwa 40 bis 45 Jahre alt, gepflegte Erscheinung, trug ein weißes Hemd. Beide Männer hatten ein nordafrikanisches (marokkanisches) Aussehen.

Bei der Polizei sind derartige Fälle nicht unbekannt. Immer wieder versuchen die Betrüger mit dieser Masche, Geld zu ergaunern. Die meist aus dem Ausland stammenden Täter spielen ihren Opfern eine Notsituation vor. Angeblich haben sie eine Panne oder Benzinmangel und sind deshalb mit ihrem Fahrzeug stehen geblieben. Für Benzin oder Reparaturkosten brauchen sie dringend Geld. Da sie angeblich keine Euros bei sich haben oder diese gestohlen wurden, bieten sie ihren Opfern im Gegenzug für etwas Geld ihren "Goldschmuck" an. Dies ist meist eine getragene Kette oder ein Ring. Da der Schmuck den Anschein erweckt, dass er mehr wert ist, als der Geldbetrag, lassen sich immer wieder Menschen auf den Deal ein. Dass es sich jedoch um eine wertlose Fälschung handelt, merken die gutgläubigen Helfer meist erst später. Bis dahin fehlt von den Betrügern schon jede Spur.

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