Polizeipräsidium Mannheim

POL-MA: Weinheim-Neckargemünd-Mannheim/Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis: Vorsicht vor "falschen" Microsoft-Mitarbeitern

Weinheim-Neckargemünd-Mannheim/Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis (ots) - Die sogenannten "Microsoft-Support-Calls" sind seit Jahren ein deutschlandweites Phänomen. Auch in der Metropolregion treten "falsche" Microsoft-Mitarbeiter regelmäßig in Erscheinung.

Seit wenigen Tagen häufen sich in der Metropolregion wieder diese Anrufe, wobei am vergangenen Wochenende eine Frau aus Weinheim und am Montagvormittag zwei Einwohner in Neckargemünd betroffen waren. Über 100 Fälle solcher Anrufe falscher Microsoft-Mitarbeiter registrierten wir bislang im Jahr 2018 in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis. Als Schwerpunktmonate kristallisieren sich dabei die Monate September und Oktober heraus. Die Masche ist dabei immer die gleiche:

Unbekannte rufen von Callcentern, meist aus dem asiatischen Raum bei häufig älteren Menschen an und überreden sie, in englischer, aber auch in guter deutscher Sprache, durch geschickte Gesprächsführung dazu, diverse Aktionen am Computer durchzuführen. Hierdurch erlangen die Täter Fernzugriffe auf die PC-Systeme der Opfer. Durch nachfolgende Finanztransaktionen von Opferkonten auf die Konten der Täter oder deren Hintermänner entstehen hohe finanzielle Schäden. Mit erneutem Auftreten falscher Microsoftmitarbeiter muss allerdings weiter gerechnet werden. Das Polizeipräsidium Mannheim weist deshalb daraufhin:

   - Die Firma Microsoft führt solche Anrufe nicht durch. 
   - Nicht auf Anrufe von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern eingehen
     und sofort auflegen. Auch nicht auf die Frage, "Do you speak 
     English" mit "Yes!" antworten. 
   - Auf keinen Fall persönliche Daten oder Zahlungsdaten wie PINs 
     oder TANs an die Anrufer herausgeben. 
   - Keine Software installieren oder installieren lassen. 
   - Telefonnummer und Zeitpunkt der Anrufe notieren. 
   - Sofort die Polizei informieren! 

Sachdienliche Hinweise nehmen auch weiterhin die für den jeweiligen Wohnort der Opfer zuständigen Polizeidienststellen, aber auch jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mannheim
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Norbert Schätzle
Telefon: 0621 174-1102
E-Mail: mannheim.pp.stab.oe@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/

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